27.10.: Money, Money, Money

27.10.2010 von  

Alles hat seinen Preis: Seit der Verfilmung von Tolkiens Fantasy-Epos “Herr der Ringe” besteht bei der neuseelĂ€ndischen Bevölkerung kein Zweifel daran – Neusseland ist Mittelerde. Und jetzt das: Das Hollywood-Filmstudio Warner Brothers hatte gedroht, die anstehenden Dreharbeiten zum Prequel “Der Hobbit” aus Neuseeland nach Osteuropa zu verlagern. Am Montag gingen Tausende Menschen auf die Straße, um fĂŒr die “Hobbits” zu demonstrieren. Regierung und Filmstudio trafen sich zu Hobbit-Verhandlungen. Am Mittwoch trat der neuseelĂ€ndische MinisterprĂ€sident John Key an die Öffentlichkeit: Die Hobbits bleiben und Warner Brothers wird das 500 Millionen Dollar schwere Filmprojekt bei den Kiwis realisieren. Der Spiegel berichtet.

Weniger erfolgreich kann man heute bei Visions ĂŒber die Band The Ocean lesen. Auf dem Weg zu einer Show in Spanien wurde die Band am Mittwoch auf der Autobahn von Unbekannten angehalten, die sich mit gefĂ€lschten Ausweisen als Polizisten auswiesen. Auf die Frage hin, ob die Band grĂ¶ĂŸere Mengen an Bargeld dabei habe, eröffneten The Ocean den vermeindlichen GesetzeshĂŒtern die Einnahmen aus Gagen und Merchandise. Einer der TĂ€ter griff sich das Geld und verschwand zusammen mit seinem Komplizen. Die Folge: Rund 6.000 Euro weniger im Sack. Die Tour und die Existenz der Band stehen auf dem Spiel, daher bitten The Ocean jeden, der ihr neues Album vorbestellt, zusĂ€tzlich fĂŒnf Euro zu spenden. Als Dankeschön bekommen diejenigen Fans dann eine Kopie des Polizeiberichts zum Album dazu.

Um Geld mĂŒsste sich Michael Jackson – wenn er noch unter uns weilte – keine Sorgen machen. Das Forbes Magazin hat Jackson zum “this year’s top-earning dead celebrity” ernannt. Mit 275 Millionen Dollar aus Erlösen von LizenzvertrĂ€gen und PlattenverkĂ€ufen, hat der SĂ€nger mehr verdient als Lady Gaga, Madonna und Jay-Z zusammen. In der Bestenliste schlug er damit Elvis Presley, John Lennon und Jimi Hendrix. Nachzulesen beim Guardian und NME.

Nicht nur wir widmeten uns in der Rubrik Neuerscheinungen der neuen Platte “North” von Darkstar. Auch Matthias SchönebĂ€umer von der Zeit hat nĂ€her reingehört und schreibt: “Dies ist kein Musik- sondern ein Postkartenalbum. Alle Karten zeigen einen einsamen Mann vor Industriebrache unter grauem Himmel.” Darkstars neuer Wurf verneigt sich vor der Musikszene des britischen Nordens, deren Bands wie OMD, New Order und The Human League den Klang elektronischer Popmusik prĂ€gten.

Wer kennt das nicht, die Hoffnung seine Lieblingssongs bei einem Konzert live prĂ€sentiert zu bekommen? Manchmal ist man ĂŒberrascht, zufrieden oder einfach nur verĂ€rgert. Popmatters fragt: Wie kommt eine Band zu ihrer Setlist? Rede und Antwort stehen James Murphy vom LCD Soundsystem, Max Weinberg von der Bruce Springsteens E Street Band und Eugene Kelly von The Vaselines.

Viel Spaß beim Lesen und noch einen schönen Tag wĂŒnscht das ByteFM Team.