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Lettuce

Lettuce sind eine 1992 gegründete US-amerikanische Funk-Band aus Boston. Sie besteht aus Adam Smirnoff (Gitarre), Nigel Hall (Keyboard, Orgel, Piano, Gesang), Erick Coomes (Bass), Ryan Zoidis (Saxofon), Eric Bloom (Trompete) und Adam Deitch (Schlagzeug, Percussion). Ihr Debütalbum „Outta Here“ erschien 2002 über Velour Recordings (The Cat Empire, Soulive, Kaki King).

Die späteren Mitglieder von Lettuce fanden durch eine gemeinsame Vorliebe für Funk-Acts wie Herbie Hancock, Tower Of Power und Earth, Wind and Fire zusammen und gründeten die Band 1992 als Teenager. Ihre musikalische Karriere begann in kleinen Jazz-Clubs. Durch ihre energischen Liveperformances erspielten sie sich bald eine treue Fangemeinde, vor allem in den USA und in Japan. Für ihr zweites Studioalbum „Rage!“ (2008) holten sie sich Inspiration im Funk der 70er-Jahre. Die LP enthält neben Eigenkompositionen Cover von Curtis Mayfield und Charles Wright & The Watts 103rd Street Rhythm Band. Lettuce veröffentlichen ihre Alben zum Teil auf dem bandeigenen Label Lettuce Records.

Im März 2020 war der Song „Checker Wrecker“, den Lettuce zusammen mit den Funk-MCs Big Tony und Jungle Boogie einspielten, ByteFM Track des Tages. Im selben Jahr erschien ihr siebtes Album „Resonate“.

 


LeVent

Dass eine Dreierkombo ohne Gitarre auskommt, ist ziemlich selten. Die Berliner Band LeVent schafft das mit einem zweiten, sechssaitigen und oft verzerrt gespielten Bass. Dementsprechend abgrundtief-düster klingen die Songs von LeVent. Ihr gleichnamiges Debüt-Album haben sie 2017 übrigens mit Anton Newcombe von The Brian Jonestown Massacre in dessen Berliner Studio aufgenommen. LeVent, das sind Frank Neumeier (Schlagzeug), Heike Rädeker (Bass, Gesang) und Maryna Russo (Bass). 


Lewis Ofman

Lewis Ofman ist der Künstlername von Lewis Delhomme, einem französischen Produzenten, Sänger, Songwriter, Drummer, und Pianisten aus Paris. Seit dem Erscheinen seiner zweiten EP „Yo Bene“ im Jahr 2017 hat er erfolgreich zahlreiche Singles veröffentlicht, darunter die soulige Dance-Pop-Nummer „Plein De Bisous“ mit seiner Freundin Milena Leblanc an den Vocals. 

Delhomme begann seine musikalische Karriere als Schlagzeuger und brachte sich danach autodidaktisch das Klavier- und Gitarrespiel bei. Als Lewis Ofman veröffentlicht er House-, Jazz- und Soul-inspirierte Dance-Pop-Tracks, wobei die Inspiration dafür aus den unterschiedlichsten Quellen stammt, beispielsweise Soundtracks italienischer Filme der 70er-Jahre oder Fotografien von Möbeln, die er im Internet findet. Er selbst beschreibt seine Musik als „Melodic Groove“ oder „gleichzeitig träumen und tanzen“. Noch vor der Veröffentlichung seines ersten Albums im Jahr 2020 tourte Ofman durch China und war als Supportact mit dem irischen Rapper Rejjie Snow und der französischen Sängerin Yelle in den USA unterwegs. Im Jahr 2019 produzierte er das Album der Schweizer Retro-Pop-Sängerin Vendredi sur Mer. 

Dancy Boy“, ein funky House-Track von Lewis Ofman, war im Mai 2020 ByteFM Track des Tages.


Lewsberg

Lewsberg sind ein niederländisches Post-Punk-Quartett aus Rotterdam, bestehend aus Arie van Vliet (Gesang, Gitarre), Michiel Klein (Gitarre), Shalita Dietrich (Bass) und Joris Frowein (Schlagzeug). Ihr selbstbetiteltes Debütalbum veröffentlichte die Gruppe im Jahr 2018 selbst.

Der kühle Post-Punk-Sound von Lewsberg, der knarzige Gitarrensound, ihr Hang zum Repetitiven, der stoische Sprechgesang Van Vliets sowie die zynischen, schwarzhumorigen Lyrics brachten der Band Vergleiche mit Gruppen wie The Velvet Underground, Television, Talking Heads und The Modern Lovers ein. Benannt haben sich die vier Musiker*innen nach Robert Loesberg, einem früh verstorbenen Schriftsteller aus ihrer Heimatstadt Rotterdam, dessen Romane sich insbesondere durch ihre nihilistische Grundstimmung auszeichnen. Der Single-Edit des Songs „The Smile“, der in einer anderen Version auch auf der Debüt-LP der Band zu finden war, feierte im Oktober 2018 seine Premiere bei ByteFM.

In This House“, ihr zweites Album aus dem Jahr 2020, veröffentlichten Lewsberg ebenfalls selbst.

 


Lianne La Havas

Lianne La Havas (*23. August 1989 in London, England) ist eine britische Soul-Sängerin, Songwriterin und Gitarristin. Ihr Debütalbum „Is Your Love Big Enough?“ erschien im Jahr 2012 über Warner Bros und erreichte Platz vier der britischen Charts.

Lianne La Havas kam 1989 als Kind einer Jamaikanerin und eines Griechen in London zur Welt. Ihre Familie spielte eine wichtige Rolle in ihrer musikalischen Frühsozialisation: Durch ihre jamaikanischen Großeltern kam La Havas mit Reggae in Berührung, ihre Mutter war eine Liebhaberin von Pop und R&B à la Michael Jackson, Mary J Blige und The Fugees und ihr Vater war Musiker und brachte ihr Grundkenntnisse im Gitarre- und Klavierspielen bei. Ihren ersten Song schrieb die Lianne La Havas im Alter von elf Jahren. Entdeckt wurde sie als Teenager über eine Social-Media-Plattform. In der Folge unterschrieb sie im Jahr 2010 einen Vertrag bei Warner, hielt sich jedoch mit Veröffentlichungen vorerst zurück, um an ihrem Songwriting zu feilen. Das Ergebnis war ein von ihrem virtuosen Gesang geprägter Akustik-Soul-/R&B-Sound mit Folk-Einflüssen. Nach dem Release ihres Debütalbums spielte La Havas bald nationale und internationale Konzerte, unter anderem als Support von Alicia Keys und Bon Iver.

Für ihr 2015 erschienenes zweites Album „Blood“ arbeitete die Musikerin mit dem jamaikanischen Reggae-Produzenten Stephen McGregor alias Di Genius. Viele der Songs darauf wurden von den Herkünften ihrer Eltern inspiriert. Der Neo-Soul-Sound des Albums war insgesamt etwas opulenter als der des Vorgängers. 2020 veröffentlichte Lianne La Havas ihre selbstbetitelte dritte LP. Auf dem von Soul-, Jazz- und Folk-Einflüssen geprägten Konzeptalbum setzte sich die Musikerin mit den verschiedenen Stadien einer Liebesbeziehung auseinander, von der frischen Verliebtheit bis zur Trennung.


Liars

Liars wurden im Jahr 2000 in New York City gegründet - vom australischen Sänger Angus Andrew und dem kalifornmischen Gitarristen Aaron Hemphill. Über eine Anzeige lernten die beiden den Schlagzeuger Ron Albertson und den Bassisten Pat Noecker kennen. Die New York Times beschrieb den Stil des Debüt-Albums als „dissonanten“ Funk-Punk.

2002 stiegen Albertson und Noecker aus. Dafür kam Schlagzeuger Julian Gross dazu. Mit jedem Album veränderten Liars ihren Stil. Die Band zog von New York nach Berlin und schließlich weiter nach Los Angeles.
Seit 2016 ist Liars das Solo-Projekt von Angus Andrew, der über das Album "TFCF" von 2017 sagt: "Ich fühlte mich kreativ verheiratet mit Aaron Hemphil. Die Platte, die ich alleine aufnahm, nachdem Aaron aus der Band ausgestiegen war, ist letztlich ein Soundtrack für das Auseinanderfallen unserer kreativer Verbindung. Auf dem Cover bin ich deshalb allein in einem Hochzeitskleid zu sehen."

Studioalben von Liars:
2001 They Threw Us All in a Trench and Stuck a Monument on Top (Blast First)
2003 They Were Wrong, So We Drowned (Mute Records)
2005 Drum's Not Dead (Mute)
2007 Liars (Mute)
2010 Sisterworld (Mute)
2012 WIXIW (Mute)
2014 Mess (Mute)
2017 TFCF (Mute)


The Libertines

The Libertines waren die prominenteste Band des Garage-Rock Revivals um die Jahrtausendwende in Großbritannien. Nachdem die zweite Hälfte der 1990er von House, R&B, Techno und Drum & Bass dominiert wurde, kam es um das Jahr 2000 zu einer Rückkehr der verzerrten Gitarren und des „The“ vor Bandnamen. In den USA bereiteten The Strokes den Weg, in Großbritannien waren The Libertines mit den Sängern und Songschreibern Pete Doherty (12.03.1979) und Carl Barât (06.07.1978) mit Abstand am Erfolgreichsten.

Doherty and Barât lernten sich während ihrer Studienzeit kennen und gründeten The Libertines 1997. Ihre erste Single „What A Waster“ wurde 2002 vom Ex-Suede-Gitarristen Bernard Butler produziert, war aber nur mäßig erfolgreich. Ihr erstes Album „Up The Bracket“ produzierte The-Clash-Gitarrist Mick Jones ebenfalls noch 2002. Das Album wurde mit seinem inspirierten Songwriting bei bewusst unaufgeräumter, punkiger Produktion zu einem großen Erfolg bei Kritikern und Publikum.

Bereits auf der anschließenden Tour bereitete Dohertys Abhängigkeit von Crack und Heroin immer größere Schwierigkeiten, Konzerte wurden abgesagt oder abgebrochen und sein Verhalten unberechenbar. 2004 erschien das zweite Album „The Libertines“, wieder produziert von Mick Jones. Es war ein ebenso großer Erfolg wie der Erstling, aber die Spannungen innerhalb der Band führten noch im gleichen Jahr zur Auflösung. Doherty war mit Babyshambles und als Solokünstler erfolgreich, Barât trat solo und unter dem Namen Dirty Pretty Things an. 2015 veröffentlichten The Libertines das überraschend fokussierte Reunion-Album „Anthems For Doomed Youth“.

 


Die Liga Der Gewöhnlichen Gentlemen

Die Liga Der Gewöhnlichen Gentlemen ist eine Pop-Band aus Hamburg und Berlin. Sie wurde 2012 gegründet, nachdem sich die Gruppe Superpunk auflöste, in der sowohl Gitarrist und Sänger Carsten Friedrichs als auch Bassist Tim Jürgens gespielt hatten. Neu dazu kamen Philip Morten Andernach (Gitarre, Saxofon), Gunther Buskies (Keyboard, Saxophon) und Christoph Kähler a.k.a. Zwanie Jonson (Schlagzeug).

Die Verzahnungen der Band mit der Pop-Kultur sind vielfältig, so ist Gunther Buskies der Labelchef von Tapete Records. Ein besonderes Herzensthema ist der Fußball: Tim Jürgens arbeitet als fester Redakteur bei einem Fußballkulturmagazin, Carsten Friedrichs war in einer Sendung zum Thema Fußball & Musik im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Auch thematisch nehmen die Songs immer wieder Bezug auf den Sport und das Dasein als Fan.

Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen spielten auf Andreas Doraus Album „Aus der Bibliothèque“ einige Songs ein und treten gelegentlich mit ihm gemeinsam auf. Daneben sind sie auch verantwortlich für einige der Songs des Musicals „König der Möwen“ von Andreas Dorau und Gereon Klug.

 

 

 


The Limiñanas

The Limiñanas sind eine Neo-Psychedelic-Beat-Band aus Cabestany in Südfrankreich. Musikalisch schlagen sie den Bogen von The Velvet Underground über Serge Gainsbourg zu The Jesus and Mary Chain. Den Kern von The Limiñanas bilden Lionel (Bass, Orgel) und Marie Limiñana (Schlagzeug, Gesang). Für die Aufnahmen holt sich das Ehepaar immer wieder illustre Gäste wie Peter Hook von New Order und Joy Division, die Schauspielerin Emanuelle Seigner oder den französischen Chansonnier Bertrand Belin hinzu.

Das selbstbetitelte Debütalbum der Band erschien 2010 auf dem Label Trouble In Mind. Die folgenden Alben „Chrystal Anis“ (2012), „Costa Blanca“ (2013) und „Malamore“ (2016) variierten das Grundthema der Band. Gradlinig motorischer Beat, verzerrte Orgeln und meist Sprechgesang auf Englisch oder Französisch.

Das Album „Shadow People“ (2018) wurde von Anton Newcombe vom Brian Jonestown Massacre produziert und bewegt sich auf manchen Stücken behutsam in Richtung Pop und größere Massenkompatibilität, behält dabei aber den stoischen Grundtenor bei.


Link Wray

Link Wray (*2. Mai 1929 – 5. November 2005) war ein einflussreicher US-amerikanischer Rock-’n’-Roll-Gitarrist und Songwriter aus Dunn, North Carolina. Er erlangte in den 1950er-Jahren mit Instrumentalstücken wie „Rumble” und „Raw-Hide” Bekanntheit.

Link Wray ebnete mit seinem verzerrten Gitarrensound sowie der ersten populären Nutzung von Powerchords in seinem ikonischen Song „Rumble” den Weg für zahlreiche Rock- und Punkmusiker. Genregrößen wie Jimmy Page, Neil Young, Iggy Pop und Pete Townshend geben ihn als wichtigen Einfluss an. Geboren und aufgewachsen ist Wray in North Carolina, als Sohn eines Cherokee und einer Shawnee. Die Familie war aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu indigenen Gruppen zahlreicher Formen von Diskriminierung ausgesetzt und häufig gezwungen, sich vor dem Ku-Klux-Klan zu verstecken. Link Wray hat sich in seinen Songtiteln einige Male auf seine Abstammung bezogen, beispielsweise bei „Shawnee” oder „Apache”. Seine Karriere begann Wray, der bereits in seiner Kindheit gemeinsam mit seinen Brüdern musiziert hatte, nach seiner Rückkehr aus dem Koreakrieg. Sein Song „Rumble” – benannt nach einem Synonym für Bandenkämpfe – wurde in einigen Bundesstaaten verboten, da befürchtet wurde, er würde Gewalt unter Teenager-Gangs anregen. In den 1950er und 60er-Jahren veröffentlichte der Musiker zahlreiche weitere Songs bei Epic und Swan Records, baute sich aber bald – genervt vom Musikbusiness – ein eigenes Studio im ehemaligen Hühnerstall seines Vaters. In den 1970er-Jahren siedelte Wray nach San Francisco um, wo er weiterhin Konzerte spielte und Musik veröffentlichte. In den 80er-Jahren zog er nach Dänemark, wo er 2005 im Alter von 76 Jahren starb.

In einer Ausgabe seiner Sendung Zimmer 4 36 hat sich Ruben Jonas Schnell mit Link Wray befasst.


Little Dragon

Little Dragon sind eine schwedische Elektropop-Band aus Göteborg. Sie wurde 2006 von der Sängerin und Perkussionistin Yukimi Nagano, dem Keyboarder Håkan Wirenstrand, Fredrik Källgren Wallin (Bass) und Erik Bodin (Schlagzeug) gegründet. 2007 unterschrieb die Band beim britischen Peacefrog-Label und veröffentlichte noch im selben Jahr ihr selbstbetiteltes Debüt.

Die Musik von Little Dragon erinnert an britische Trip-Hop-Acts der 90er wie Lamb und Morcheeba, in den Dancefloor/House-Momenten auch an Moloko. 2010 waren Little Dragon an den Stücken „Empire Ants“ und „To Binge“ auf dem Album „Plastic Beach“ von Damon Albarns Projekt Gorillaz und der anschließenden Tour beteiligt. Später halfen sie auch Künstlern wie De La Soul, Flume und Kaytranada, ihr Spektrum zu erweitern.

Auf ihren eigenen Alben variieren Little Dragon zwischen Balladen und Dance-Tracks und schöpfen dabei aus dem stilistischen Fundus verschiedener Zeiten, insbesondere aber der frühen 80er. 2017 war „Season High“ das fünfte Studioalbum von Little Dragon; 2019 war die Single „Tongue Kissing“ Track des Tages bei ByteFM. 2012 widmete sich Vera Hummel im ByteFM Container der Band.


Little Scream

Little Scream ist der Künstlername von Laurel Sprengelmeyer, einer in den USA geborenen und mittlerweile in Montreal, Kanada ansässigen Rockmusikerin. „The Golden Record“, ihr erstes Studioalbum, erschien im Jahr 2011 und wurde von Richard Reed Parry von Arcade Fire mitproduziert.

Als Laurel Sprengelmeyer im Jahr 2008 begann, als Little Scream zu performen, verwendete sie zunächst ausschließlich eine alte Gitarre und platzierte ein Mikrophon auf dem Boden, um die Geräusche ihrer Füße zu verstärken, welche ihr als Percussion dienten. Die Klänge weiterer Instrumente imitierte sie mithilfe ihrer Stimme – eine Herangehensweise, die sie auch auf ihrem Debüt „The Golden Record“ verfolgte. Das Album wurde unter anderem als „eine perfekte Mischung aus grazilem Folk, störrischem Pop und üppigem Art Rock“ rezensiert. „Cult Following“, Little Screams Zweitlingswerk, erschien 2016. Im selben Jahr beteiligte sie sich, neben KünstlerInnen wie Bonnie „Prince“ Billy, The National und Courtney Barnett, an dem Grateful-Dead-Coveralbum „Day Of The Dead“.

„Speed Queen“ aus dem Jahr 2019 ist das dritte Album von Little Scream. Darauf beschäftigt sie sich unter anderem mit Armut und sozialer Ungleichheit in Nordamerika. Die Single „Still Life“ war Track des Tages bei ByteFM.


Little Simz

Little Simz (*23. Februar 1994 in Nordlondon als Simbiatu Ajikawo) ist eine HipHop-Künstlerin und Schauspielerin aus Großbritannien. Seit 2010 veröffentlicht als MC und Produzentin.

Zunächst als „Lil Simz“ firmierend, brachte Ajikawo in Eigenregie erste Mixtapes heraus. Nachdem sie in den Serien „Spirit Warriors“ und „Youngers“ als Schauspielerin mitgewirkt und kleine Fernseherfolge erzielt hatte, konzentrierte sich die Künstlerin ab 2013 – jetzt als Little Simz – auf ihre Musikkarriere. Nach zahlreichen weiteren Mixtapes und EPs erschien 2015 ihr erstes Album „A Curious Tale Of Trials + Persons“ bei Age 101 Music.

Auf ihrem zweiten Album „Stillness In Wonderland“ zeigte sich Little Simz musikalischen Einflüssen anderer Genres, vor allem Jazz und Funk, offen. Dazu bot die Rapperin ihre Texte mal aggressiv und durchsetzungsstark dar, mal thematisierte sie zweifelnd die Folgen des Erfolgs als Musikerin auf ihre Persönlichkeit, mal kritisierte sie Polizeigewalt. Das von analogen Synthesizern dominierte, ästhetisch konsequente 2019er-Album „Grey Area“ wurde von RezensentInnen gelobt, erreichte die iTunes-Album-Top-30 und war im Februar 2019 Album der Woche bei ByteFM.


Liv.e

Liv.e (gesprochen: „Liv“) ist eine US-amerikanische R&B- und Soul-Sängerin, Rapperin, Songwriterin und Produzentin, die in Dallas, Texas aufgewachsen und mittlerweile in Los Angeles, Kalifornien ansässig ist. Ihr Debütalbum „Couldn’t Wait To To Tell You” ist im Jahr 2020 über Dolfin Records (Jon Bap, Ben Hixon) erschienen.

In ihrem experimentellen R&B-Entwurf kombiniert Liv.e Elemente aus Soul, Funk, Jazz und HipHop – alles in einem radikal rauen Lo-Fi-Gewand. So hat sie ihre EP „Hoopdreams” (2018) mit nur einem Mikrofon aufgenommen. Ihre musikalische Karriere begann die Musikerin als DJ bei dem texanischen Indie-Label Dolfin Records (Jon Bap, Ben Hixon); danach lud sie eigene – von alternativem HipHop à la Knxwledge inspirierte – Mixes im Internet hoch. Die EP „Hoopdreams” brachte ihr prominente Fans wie Erykah Badu und Earl Sweatshirt ein. Mit letzterem kollaborierte und tourte Liv.e später.

Ihr Debütalbum „Couldn’t Wait To To Tell You” brachte Liv.e begeisterte Kritiken von Musikmedien ein. Die Single „SirLadyMakemFall“ war im Februar 2020 ByteFM Track des Tages.


Lizzo

Lizzo ist eine US-amerikanische Pop-Künstlerin. Die 1988 in Detroit als Melissa Viviane Jefferson geborene Rapperin, R&B-Sängerin und Songschreiberin ist seit 2002 musikalisch aktiv und wurde im Jahre 2019 einem größeren Publikum bekannt. Ihre Single „Juice“ aus demselben Jahr landete in den US-amerikanischen Top 40.

Im Alter von 14 Jahren begann Lizzo, zu rappen und nahm nach der Schule in Houston ein universitäres Studium als klassische Querflötistin auf. Der Sound der dortigen HipHop-Szene beeinflusste prägte ihren Stil. Nach dem Tod ihres Vaters, der für die angehende Künstlerin einen schweren Schlag bedeutete, zog Lizzo nach Minneapolis, wo sie unter anderem mit Prince zusammenarbeitete. 2013 veröffentlichte sie ihr erstes Mixtape „Lizzobangers“, auf das zwei Jahre später das selbstfinanzierte Album „Big Grrrl Small World“ folgte, das sich stärker in eine Pop-Richtung orientierte.

Dem dritten Album „Cuz I Love You“, das 2019 auf Atlantic Records erschien, ging die Single „Tempo“ voraus, auf der auch Missy Elliott zu hören war, was bereits darauf hindeutete, dass Lizzo sich an das ganz große Publikum richten würde. Das Album erreichte Platz 6 der Billboard-Charts.


Lizzy Mercier Descloux

Lizzy Mercier Descloux (*16. Dezember 1956 – 20. April 2004) war eine französische No-Wave-Musikerin, Komponistin, Schauspielerin und Malerin aus Paris. Als Sängerin und Gitarristin veröffentlichte sie fünf Studio-Alben.

Als Teil des Performance-Art-Duos Rosa Yemen veröffentlichte die Autodidaktin 1978 ein selbstbetiteltes Mini-Album und zog die Aufmerksamkeit von Chris Blackwell (Island Records) auf sich, als sie 1979 ihr minimalistisches Solo-Debüt „Press Color“ herausbrachte. Beeindruckt von der minimalistischen Gratwanderung zwischen Funk, herausgestellten Dissonanzen und Experimentierfreude, finanzierte Blackwell das Nachfolgealbum „Mambo Nassau“, das 1981 auf Island erschien. Lizzy Mercier Descloux nahm das Album auf den Bahamas auf und erweiterte ihnen Minimal-Funk um perkussive Elemente, Synthesizer und zog Inspiration unter anderem aus brasilianischen Musikstilen und Klezmer. 1984 – zwei Jahre vor Paul Simons „Graceland“-Erfolg – erschien „Zulu Rock“, das in Johannesburg aufgenommen wurde. Südafrikanische Einflüsse prägten neben französischer Popmusik den Sound der Veröffentlichung.

„One for the Soul“ (1985) verfolgte die internationalistische Expansion des musikalischen Spektrums von Lizzy Mercier Descloux, die aber in der Folge von Labelseite unter kommerziellen Erfolgsdruck gesetzt wurde. Als das herkömmlichere Indie-Pop-Album „Suspense“ (1988) keinen Hit liefern konnte, beendete die Künstlerin ihre musikalische Karriere. Am 20. April 2004 starb sie auf Korsika an einer Krebserkrankung.


Lloyd Cole

Lloyd Cole ist ein britischer Sänger und Gitarrist und wurde am 31. Januar 1961 in Buxton in den englischen West-Midlands geboren. In den frühen 1980ern studierte er an der Universität von Glasgow Philosophie und englische Literatur. Während dieser Zeit gründete er dort die Band Lloyd Cole & The Commotions, deren erste LP „Rattlesnakes“ 1984 erschien. Die Texte waren voller literarischer Referenzen und die Musik war countryinspirierter Gitarrenpop – in der Musiklandschaft von 1984 eher ungewöhnlich.

Das zweite Album „Easy Pieces“, produziert von Alan Winstanley und Clive Langer, schaffte es nicht, den Reiz der Band einzufangen, warf aber mit „Brand New Friend“ und insbesondere „Lost Weekend“ zwei beachtliche Hits ab. Nach einem weiteren Album löste sich die Band 1989 auf und Lloyd Cole zog nach New York. Wo er in der ersten Hälfte der 1990er vier Soloalben aufnahm.

Nach mehreren Jahren ohne Plattenvertrag begann er um die Jahrtausendwende wieder Platten zu veröffentlichen und hat sich einen Ruf als Elder Statesman des intelligenten Gitarrenpop erarbeitet. Neben seinen Songwriterplatten veröffentlicht er unregelmäßig Alben mit experimenteller elektronischer Musik.


Local Natives

Local Natives aus Kalifornien gründeten sich 2005 und machen warmen Indie-Pop. Die Band besteht aus Kelcey Ayer, Taylor Rice, Ryan Hahn, Matt Frazier und Nik Ewing, der erst 2012 zur Band stieß. Ihr Stil erinnert an Arcade Fire, Grizzly Bear, aber auch an die Fleet Foxes.

Im Jahr 2009 veröffentlichten Local Natives „Gorilla Manor"; das zweite Album „Hummingbird" wurde von The Nationals Aaron Dessner co-produziert. Mit ihren schönen Stimmen, einfallsreichen Melodien und ihrer Detailverliebtheit kommen Local Natives verträumt daher und lassen ihre Hörer gedanklich nach Kalifornien reisen und die Sonne spüren. Im September 2016 erschien „Sunlit Youth", mit dem die Band erstmals neue Wege beschritt. Anstatt wie bei den Vorgängern nur auch analoges Instrumentarium zurückzugreifen, kommen auf dem dritten Allbum zusätzliche Synthies zum Einsatz.

Auch unserem ByteFM-Studio statteten die Jungs einen Besuch ab. Neben einem Interview spielten Taylor und Ryan eine Akustikversion von „Villainy".


Lou Reed

Lou Reed  (* 2. März 1942 – 27. Oktober 2013) war ein einflussreicher US-amerikanischer Rockmusiker aus New York City, der sowohl als Mitbegründer der Art-Rock-Band The Velvet Underground bekannt ist als auch als Solokünstler. Sein selbstbetiteltes Solodebüt erschien 1972. 

Lou Reed kam früh mit Drogen und daraus resultierenden psychischen Problemen in Kontakt – zwei Themen die in seinen Songs eine große Rolle spielten. Nach der Auflösung seiner kommerziell erfolgslosen aber höchst einflussreichen Band The Velvet Underground, begann Reed mit der Veröffentlichung von Soloalben. Der kommerzielle Durchbruch gelang ihm mit seiner zweiten LP „Transformer“ im Jahr 1972. Das als Meilenstein des Glam Rock geltende Album wurde von David Bowie – seinerzeit glühender The-Velvet-Underground-Fan – produziert und enthält mit „Walk On The Wild Side“ und „Perfect Day“ die bekanntesten Songs von Lou Reed. Weitere von den Kritiker*innen gelobte Veröffentlichungen sind die beiden Konzeptalben „Berlin“ (1973) und „New York“ (1989), auf denen sich der Musiker mit der jeweiligen Stadt auseinandersetzte. 

Lou Reed starb im Jahr 2013 an einer Krebserkrankung. Im Laufe seines Lebens hatte er zwanzig Soloalben veröffentlicht und sich in den unterschiedlichsten Musikrichtungen, darunter Noise Rock und Ambient, versucht. Mit seinem markanten Sprechgesang, seinem expliziten Songwriting und seiner Experimentierfreude hat er zahlreiche Musiker*innen beeinflusst. Nach seinem Tod zollten ihm unter anderem David Byrne, David Bowie und Patti Smith Tribut.

 


Loudon Wainwright III

Loudon Wainwright III (*05. September 1946 in Chapel Hill, North Carolina) ist ein US-amerikanischer Sänger und Songschreiber. Sein Vater war der Journalist Loudon Wainwright, Jr., Redakteur des Life Magazines. Rufus Wainwright und Martha Wainwright, die beiden Kinder aus der Beziehung mit der Folk-Sängerin Kate McGarrigle, sind ebenfalls erfolgreiche Musiker*innen. Loudon Wainwright III hatte nie den ganz großen Hit, ist aber einer der einflussreichsten Folk-Musiker seiner Generation.

Seine erste – selbstbetitelte – Platte veröffentlichte er 1970. Zwei Jahre später hatte er mit dem Novelty-Song „Dead Skunk (In The Middle Of The Road)” einen Achtungserfolg. Seine Lieder schwanken zwischen humorvollen, selbstironischen Alltagsbeobachtungen und schonungslosen Beziehungsanalysen, bzw. sind oft auch all dies gleichzeitig. In den frühen 1970ern wurde er – neben vielen anderen Folk-Sängern – als „neuer Bob Dylan” gehandelt, was ihn später zu dem Song „Talking New Bob Dylan” inspirierte.

Neben seiner musikalischen Karriere spielt Loudon Wainwright auch immer wieder in Filmen und Fernsehserien wie „M*A*S*H”, „The Aviator” oder „Parks And Recreation” mit. Die bisweilen recht angespannten Beziehungen zu seinen Kindern sind immer wieder Thema in den Songs aller Beteiligten.


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