Farai

Foto von Farai Bild: Farai

Farai ist ein englisches Grime-/Post-Punk-Duo, das aus der englisch-simbabwischen Rapperin und Sängerin Farai Bukowski-Bouquet und dem Produzenten Basil Anthony Harewood Junior alias Tone besteht. Die erste Veröffentlichung von Farai ist die EP „Kisswell“ aus dem Jahr 2017.

In ihren Texten verarbeitet Farai Bukowski-Bouquet ihr Leben als Kind einer Simbabwerin, die aufgrund politischer Unruhen in ihrem Heimatland mit ihrer zwölfjährigen Tochter nach London zog. Armut und Ausgrenzung bestimmen ihren Alltag und sind somit häufig Gegenstand ihrer offensiven Lyrik. So wird beispielsweise in dem Song „This Is England“ die damalige Premierministerin Großbritanniens direkt adressiert: „Theresa May, do you know how it feel to count days and hours ‘til pay day?” Die dystopischen Gesellschaftsanalysen werden von Grime-beeinflussten, zuweilen aber auch an R&B gemahnenden Beats mit übersteuerten Synthesizern begleitet, über die Bukowski-Bouquet spricht oder rappt.

2018 veröffentlichten Farai mit „Rebirth“ ein Debütalbum auf dem britischen Traditions-HipHop-Label Big Dada. Auf einige Live-Auftritte in Großbritannien folgten im Sommer und im Herbst 2019 die ersten Konzerte in Kontinentaleuropa.



Farai im Programm von ByteFM:

News: Farai – „Rebirth“ (Rezension) (29. November 2018)

„Lizzy“, der zweite Song des Debütalbums von Farai, knüpft thematisch an vielerlei Punkten an „God Save The Queen“ an. Schließlich sitzt auch nach 41 Jahren immer noch der gleiche Mensch auf dem britischen Thron. Doch hier klingt so gar nichts weichgespült. Ein dissonant verstimmter Synthesizer und ein schleppender Drumcomputer sorgen für pures Unwohlsein, während eine Stimme den Unterschied zwischen Crack- und Dope-Smokern, Meinungen und Fakten erklärt – nur um im Anschluss die Königin dieses Landes zu segnen: „God bless Elizabeth aka Lizzy“, spuckt Farai aus, halb gesprochen, halb ausgekotzt. Und das war erst der Anfang dieses Albums. Radikal und aufwühlend Zu Farai gehört neben der gleichnamigen, in Zimbabwe geborenen Sängerin noch der guyanisch-walisischem Produzenten Tone. Das in London lebende Duo sorgte 2017 mit der EP „Kisswell“ für Aufruhr, auf dem es seinen dystopischen Revolutionsmusik-Entwurf zum ersten Mal demonstrierte: Ein Genre-Bastard, der die Wut des Punk mit Grime-inspirierten Beats, mächtigen Synthesizern und R&B-Passagen kombiniert.


ByteFM Charts (4. Dezember 2018)

Unter anderem mit Musik von Farai, Mick Jenkins und J Mascis.


Setlist (3. September 2019)

Farai, together PANGEA & Local Natives


Schöner Wohnen (30. Oktober 2018)

Neue Musik u.a. von 77:78, Say Lou Lou, Robyn, Farai und Die Gestalten


Popschutz (20. November 2018)

Musik aus „Brainfeeder X“, der Geburtstagscompilation des Labels Brainfeeder. Und Musik von Ciel, Greater Manchester Housing Authority und Farai.


ByteFM Mixtape (28. November 2018)

Heute werden vier Neuerscheinungen vorgestellt, die jegliche Herbst-Gedanken aufwirbeln: Mit Farai, Alpines, Planningtorock und Jeff Tweedy.


Popschutz (14. Mai 2019)

Mit Stimmen, die wie Vögelchen klingen, die in der Nacht träumen. Mit Musik von Kelly Lee Owens, Yu Su, Farai und Maribou State.


ByteFM Magazin (9. September 2019)

Mit Historischem zu Prince Buster, unserem Album der Woche von Sampa The Great und Musik unter anderem von Farai, Neil Young und Jay Som.


Beyond (9. Marz 2019)

Mit: Jamila Woods, Farai, Nkisi, Jungstötter, Jessica Ekomane, Nihiloxica, Daniel Haaksman, Cibelle, Lafawndah und Tellavision.


Neuland (30. November 2018)

Auf der heutigen Rundreise durch’s Neuland streift Christian Tjaben durch englische Abgründe, Berliner Welten, Americana Regionen und weitere globale Ortschaften anderer Art sowie einmal nach 1975. Mit Aktuellem u.a. von Trentemøller, Bryan Ferry, der solistischen Daughter Sängerin Ex:Re, Altem von Chris Carter, dem Album der Woche von P.A.Hülsenbeck und gleich zu Anfang einem möglichen Album des Jahres von Farai.


Ein Topf aus Gold (25. Dezember 2018)

Rauchen, Trinken, Schlimmeres. Die Popmusik ist voll von Drogen. In dieser Sendung hören wir Musik von Bands, die sich nach Rauchwerk benannt haben (The Cigarettes, Die Cigaretten); von solchen, die Schnaps (Bärchen und die Milchbubis) oder den Heroinkonsum (The Velvet Underground) besingen; und erfahren von Farai, was die Bänker nehmen sowie von Ella Fitzgerald, woher der Kick wirklich kommt.


Regler rauf, Regler runter (3. Dezember 2018)

Also starring: Rosalía, Tiny Ruins, Helado Negro, Farai ...


In Takt (14. Dezember 2018)

Alexandra Friedrich hat sich wie immer durch die neuen Releases der letzten Wochen und Tage gehört und stellt ihre Highlights vor. Dieses Mal sind darunter gleich mehrere Künstler*innen aus London: Farai, FYI Chris und Nao. Aber auch Schweden sind heute dabei (Grapell mit ihrer neuen „Sucker“ EP), Schweizer (das Züricher Duo Floorbrothers), ein Kölner mit italienischem Namen (Gianni Brezzo und sein Album „Limonata“), Frankreich (FKJ alias French Kiwi Juice), die USA (Jessica Pratt aus LA & Noname aus Chicago) und die Ukraine (Ivan Dorn).


Reeperbahn Festival Container (1. Mai 2019)

Für die kommende Ausgabe des Festivals, die vom 18. bis 21. September 2019 stattfindet, wurden bereits die ersten Acts bestätigt. Darunter unter anderem das britische R&B-Grime-Duo Farai, die dänische Avant-Pop-Band Efterklang, die Wiener Newcomer Culk oder Kevin Hamann, Oliver Stangl und Sebastian Cleemann mit ihrem Songwriter-Projekt ClickClickDecker. Diese und andere Bands der ersten Bestätigungswelle sind Thema der ersten Ausgabe des Reeperbahn Festival Containers, in dem auch Frehn Hawel im Gespärch zu hören ist. Durch die Sendung führt ByteFM Moderator Michael Gehrig.


Die Welt ist eine Scheibe (12. Marz 2019)

Auch das neue Album „Plastic Anniversary“ des amerikanischen Duos Matmos folgt einem Konzept mit darauf nur verwendeten Soundquellen aus Plastik, Polyethylen und PVC. Die beiden Animal Collective-Mitglieder Panda Bear und Avey Tare sind hingegen auf ihren Soloalben „Buoys“ bzw. „Cows on Hourglass Pond“ getrennt unterwegs zwischen Nostalgia und Utopia. Ausserdem Musik von neuen Alben von Bayonne, Boy Harsher, Xiu Xiu, Farai und dem britischen Nöhlbacken-Duo Sleaford Mods.


Kontinuum (17. Dezember 2018)

Frei in Anlehnung an den Begriff „Hypertext“ widmet sich diese Ausgabe von Kontinuum (Hyper-)Kunst. Musik ist dabei Teil eines offenen Netzes an Verbindungen und Hinweisen. Die Stücke greifen über sich hinaus: als Reaktion auf Werke des Künstlers Jean-Michel Basquiat bei Murkage Dave oder Farai, auf Dichtung bei Julia Holter oder Nabihah Iqbal oder in Form von Reflexionen über die Menschheit von Oneohtrix Point Never und Ipek Görgün.


Was ist Musik (28. Oktober 2018)

Musik zur Zeit – Muldrow, Farai, Cherry, Leigh
Spex nochmal. Vier oder mehr Gründe, das vorletzte Heft zu lesen. „Harmonische Thanksgiving-Dinner, frisch geschmierte Pausenbrote und bedingungslose elterliche Unterstützung: All das gibt es eher selten in Familien, die noch vor 150 Jahren vor Sklaventreibern geflüchtet sind. Mit ihrem neuen Album Overload untersucht Georgia Anne Muldrow die Auswirkungen vererbter Traumata auf heutige schwarze Lebensrealität. Die Musikerin aus Las Vegas versteht sich als Bewahrerin des Soul – und durchaus gewaltbereite Revolutionärin der Selbstliebe.“ Daniel Gerhardt über Georgia Anne Muldrow „Ein tiefer, synthetischer Bass. Leicht verzerrt, bratzig, direkt in die Fresse. Damit wurde in der Vergangenheit schon oft für Druck gesorgt. Kaum etwas drängt so effektiv ins Hirn. Doch „This Is England“ geht einen Schritt weiter: Der Bass imitiert in dem Song das Glissandojaulen britischer Polizeisirenen. Nicht schrill und durch dringend jedoch, sondern bedrohlich heruntergepitcht. Er schleicht sich langsam an und versetzt einen ganz behände, dafür aber umso quälender in eine seltsam verhaltene Alarmstimmung. Das ist exemplarisch: Farai klagt auf ihrem Debüt Rebirth drängend und bestimmt politische und gesellschaftliche Missstände an. Trotz einiger Schreie und beträchtlicher Wut schwappt die Stimmung dabei jedoch nie über. Es geht nicht um Hysterie als Stilmittel. Sondern um ganz konkreten Druck.“ Rita Argauer über „Rebirth“ von Farai, Album der Ausgabe „Tobi Müller: Sie lassen den einzelnen Elementen auf der Platte viel Raum. Neneh Cherry: Vielleicht habe ich nach Blank Project wieder weniger Angst vor der Stille. Man kann auf dem neuen Album die Fehler besser hören, klar. Die Stille kann sehr laut sein, aber sie schafft auch Räume. Ich möchte momentan nicht mehr so sehr die Rampensau geben, sondern mich mehr wie eine Frau meines Alters fühlen. Natürlich fühlt es sich seltsam an, zu sagen: Ich bin eine 54 Jahre alte Frau. Aber ich will das Alter auch ehren, im Sinne von: Puh, bis hierher habe ich es schon geschafft. Tobi Müller: Macht sich da auch Nostalgie breit? Neneh Cherry: Ich empfinde weiterhin großes Interesse an wahnsinnig vielen verschiedenen Dingen. Das ist schon schön. Aber es ist auch absurd, weil ich gleichzeitig denke: Oh, eben gerade war ich noch 25 Jahre alt. Ich kann diese Zeit quasi noch berühren, wenn ich mich kurz nach hinten aus dem Fenster lehne.“ Tobi Müller im Interview mit Neneh Cherry „Wieder mehr Song also. Nach Heather Leighs in jeder Hinsicht spartanischem letzten Album 'I Abused Animal', auf dem es sehr wenige Instrumente und noch weniger Entwicklunggab, nimmt sich die US-amerikanische Wahlschottin auf Throne vergleichsweise viel vor. Neben Pedal-Steel-Gitarre und ihrer Stimme lässt sie etwa Synthesizer und Drumcomputer zu, die den sechs Songs wieder zu klarer konturierten Melodien verhelfen. Und manchmal sogar zu Refrains. Was natürlich nicht heißen soll, dass Leigh jetzt eine gewöhnliche Singer-Songwriterin ist. Auch Throne ist eine höchst zurückgenommene und offene Angelegenheit. Allerdings weniger ausgestellt, reine A-cappella-Nummern sucht man beispielsweise vergebens. Trotzdem zeichnen sich Leighs Gitarrenspiel und ganz besonders ihr Gesang noch immer durch eine körperlose, beinahe gespenstische Entrücktheit aus, die sie stellenweise wie ein Nachbild ihrer selbst wirken lassen.“ Tim Caspar Boehme über Heather Leigh Danke Spex, der letzte überlebende Musikjournalist der Welt.


Was ist Musik (30. Dezember 2018)

Wenn Männer ein Jahr der Frauen ausrufen, dann ist Skepsis angebracht, schnell kommt das gönnerhaft daher oder paternalistisch. Also heute in der letzten Sendung des Jahres, das kein Jahr der Frauen war, Musik von Frauen für die Jahre, die da kommen: Soom T, Noname, Farai, Angel-ho, Mel G, Marie Davidson, Ego Ella May, Heavee…und, äh, Hall & Oates und Die Goldenen Zitronen.


In Takt (19. Oktober 2018)

Wir hören die neue Single des Londoner Duos Farai, zwei Songs, zwei Vorboten des Debütalbums "Rebirth". Schaut Euch das Video zur B-Seite "This is England" an (ganz unten)! Außerdem gibt es Kostproben der neuen Alben von Marie Davidson ("Working Class Woman"), Jerry Paper ("Like A Baby"), Caoilfhionn Rose ("Awaken"), Shida Shahibi ("Homes") und Josephine Foster ("Faithful Fairy Harmony"). Auch unser Album der Woche ist dabei: "Broken Politics" von Neneh Cherry, die Ihr demnächst auch live sehen könnt: am 2. November beim Überjazz Festival in Hamburg. Neben ihr gehören zum Line-Up Georgia Anne Muldrow, Leon Vynehall, Pharoah Sanders Quartet und Ras G & The African Space Program uvm.. Mehr dazu hört Ihr in der nächsten Ausgabe von In Takt. Ansonsten erwartet Euch das neue Remix-Album von Kelelas "Take Me Apart", neue Musik von Love-Songs, die am 26. Oktober ein Release-Konzert im Hamburger Central Congress spielen, die Debüt-Single des Allah-Las-Gitarristen Pedrum Siadatian alias Paint, die neue Mavi Phoenix-Single "Prime" und Gaddafi Gals mit ihrer neuen Single "Gaze".


Was ist Musik (21. Januar 2019)

Starring: The Cinematic Orchestra ft. Roots Manuva, Little Simz, The Good The Bad & The Queen und Farai.


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