Gaika

Gaika Bild: Gaika (Foto: Will Robson)

Gaika ist ein britischer Sänger, Rapper, Komponist und Produzent aus Südlondon. Die Klangästhetik des in den mittleren 1980er-Jahren als Gaika Tavares im Stadtteil Brixton geborene Künstlers verbindet Elemente aus Bassmusik, HipHop, Dark Wave und Industrial zu einem idiosynkratischen, alternativen R&B-Subgenre, das er selbst als „Ghettofuturism“ bezeichnet.

Dem Sohn westindischer Immigranten ist wichtig, sich nicht aufgrund seiner Herkunft auf einen bestimmten Musikstil festschreiben zu lassen; so sagte er im Interview der britischen Zeitung The Guardian: „Als schwarzer Mann bist Du förmlich gezwungen, Grime, Reggae, R&B oder Lounge-Musik zu machen.“ Nach ersten selbstveröffentlichten Mixtapes, die ästhetisch solcherlei rassistische oder sexistische Stereotype hinterfragen, aber zugleich die afrokaribische Kultur Londons durch Zitate aus Genres wie Dancehall würdigen, erschien im Juli 2018 das erste reguläre Gaika-Album „Basic Volume“.

Vor seiner Solo-Karriere war Gaika Teil des Elektronik-Projekts Murkage. Über sein genaues Alter gibt der Künstler keine genaue Auskunft, um altersunabhängig als Vorbild für junge Menschen fungieren zu können.

 



Gaika im Programm von ByteFM:

News: Videopremiere: Gaika mit „Crown & Key“ (6. Juni 2018)

Gaika (Foto: Will Robson) Gaika sagte der britischen Zeitung The Guardian in einem Interview: „Als schwarzer Mann bist Du förmlich gezwungen, Grime, Reggae, R&B; oder Lounge-Musik zu machen.“ Seit seinen ersten selbstveröffentlichten Mixtapes hinterfragt der aus Brixton stammende Künstler solche rassistischen oder sexistischen Stereotype – und zwar mit subversiver Bassmusik, die genauso von Gothic und Industrial beeinflusst ist wie von Dancehall und R&B.; Ende Juli wird sein Debütalbum „Basic Volume“ erscheinen, die Single „Crown & Key“ feiert heute Premiere bei ByteFM.


Kontinuum (30. Juli 2018)

The Spectacular Empire von Gaika
Im Winter 2018 kracht es auf Londons Straßen. Polizeikräfte liefern sich Verfolgungsjagden mit Schwarzen Kids auf Motorrädern – dabei stirbt ein Jugendlicher. Es folgen Großdemonstrationen, die sich auch aus Wut und Frustration über die Politik von Londons und Englands Regierungen und systematischer Diskriminierung nicht-weißer Menschen speisen. Dieser Ausgangspunkt für Gaikas Erzählung „The Spectacular Empire“ liegt nicht weit von der Realität der Gegenwart entfernt. Zum Text hat Gaika im vergangenen Jahr auch Musik und Videos kreiert. Immer wieder hat der Künstler, der in Londons Stadtteil Brixton aufgewachsen ist, in den vergangenen Jahren Ungerechtigkeiten thematisiert und das Wort für eine Jugend ohne rosige Perspektive erhoben. Zu eingängigen Melodien und rauen Rhythmen zwischen Rap, Dancehall und Rave ruft er sie auch auf seinem gerade erschienenen Debütalbum „Basic Volume“ zum Widerstand auf. Kontinuum widmet sich dem musikalischen Universum von Gaika – seinen MitstreiterInnen, Inspirationen und eigenen Tracks. Mit Musik über den Anführer einer Motorrad-Gang aus dem Anime Akira, Reflexionen über die Gefühle des Black-Panther-Gegenspielers Killmonger, ravy Identitätsverweigerungen und noisigen Dancehall.


News: Gaika – „Basic Volume“ (Album der Woche) (23. Juli 2018)

Gaika – „Basic Volume“ (Warp Records) Seitdem Gaika Ende 2015 mit seinem selbstveröffentlichten Mixtape „Machine“ auf der Bildfläche der Musik-Blogosphäre aufgetaucht ist, sind die Erwartungen an sein Debütalbum stetig gestiegen. Mit seinen subversiven Tracks, die sowohl von UK-Bass und Dancehall, als auch von Gothic und Industrial beeinflusst sind, brachte der Künstler aus Süd-London viel frischen Wind auf die dystopischen Dancefloors dieser Zeit.


Was ist Musik (30. Oktober 2016)

Hybriden von der Insel, starring Swet Shop Boys, Gaika, Powell, Kate Tempest, Slaves und ein paar Veteranen.


ByteFM Magazin (23. Juli 2018)

Außerdem gibt es Musik aus dem neuen Album der Woche von ByteFM, das von Gaika kommt. Drei Jahre sind vergangen, als ein erstes Mixtape von ihm erschienen ist. Seitdem hat sich Gaika auf eine lange Suche nach dem "richtigen" musikalischen Stil gemacht. Was dabei herausgekommen ist, hört Ihr im ByteFM Magazin am Morgen.


ByteFM Magazin (24. Juli 2018)

Heute u.a. mit Musik von Japan, Kate Bush und von unserem ByteFM Album der Woche: Basic Volume von Gaika.


Was ist Musik (2. September 2018)

Starring Maribou State, Ill Gates, Gaika, Wareika, Pram, Sonae, Zooanzoo & andere. Der rote Faden wird noch gesucht.


Beat It (31. Dezember 2016)

ReBeat It 2016: In diesem persönlichen Jahresrückblick werden die wichtigsten Platten und Songs des Jahres in chronologischer Reihenfolge gespielt: Zunächst Kanye West, Bonzai und Beyoncé, über James Blake und Kaytranada bis hin zu Christian Löffler und Gaika.


ByteFM Mixtape (25. Juli 2018)

Pop-Aktivist Gaika ruft die britische Jugend zur Rebellion, The Internet begegnen dem Welt- und Herzschmerz mit Jazz, Funk und süßem Soul. Außerdem: Klangliche Körpererfahrungen mit Laurel Halo und Swans. Ausführliche Rezensionen der hier gespielten Platten findet Ihr hier.


In Takt (21. Oktober 2016)

Die Moderatorin ist krank und ihre Stimme schwach, die Musik dafür umso stärker. Mit dabei u.a. Camila De Laborde, Yussef Kamaal, Kassem Mosse, Kelly Lee Owens, Johnny Lumière & The Triads, Gaika und die neue DJ Kicks von Marcel Dettmann.


ByteFM Magazin (26. Juli 2018)

Außerdem hören wir in unser aktuelles ByteFM Album der Woche - "Basic Volume" von Gaika - und spielen The Rolling Stones, denn Mick Jagger wird heute 75 Jahre.


ByteFM Magazin (26. Juli 2018)

Außerdem hören wir in unser aktuelles ByteFM Album der Woche - "Basic Volume" von Gaika - und spielen The Rolling Stones, denn Mick Jagger wird heute 75 Jahre alt.


ByteFM Magazin (26. Juli 2018)

Außerdem gibt es Musik aus unserem aktuellen ByteFM Album der Woche "Basic Volume" von Gaika.


ByteFM Magazin (27. Juli 2018)

Außerdem im ByteFM Magazin am Abend: Ein neuer Song von Jungle und Musik von unserem Album der Woche, "Basic Volume" von Gaika.


60minutes (19. November 2016)

Gaika ist ein neuer Act auf dem Warp-Label. Eine Top-Adresse für den Mann aus Brixton und die Warp-Experten beweisen wieder mal, dass sie ein sicheres Händchen bei der Sichtung neuer Talente haben. Gaika umgibt sich mit einer eigenen Klangwelt aus Dancehall, Trap, Pop und HipHop-Essenzen. "Spaghetto" heißt sein erster Wurf auf Warp. Außerdem dabei: Lakuta, Quantic presenta Flowering Inferno, Harleighblu.


taz.mixtape (21. September 2018)

Budapest, Gaika, David Grubbs, Stella Sommer
Wummer, Wachstum, Opposition. Budapest ist für viele Kreative eine „internationale Insel“. Clubkultur wird politisch, weil die Regierung sie nicht will. Natalie Mayroth besucht für die taz das Electronic-Beats-Festival. Physisch greifbarer Sound, Gefühl und Härte: Der britische Künstler Gaika spricht mit Philipp Weichenrieder über sein Album „Basic Volume“ und seinen musikalischen Aufruf zur permanenten Rebellion. Sein Alter hält er geheim. David Grubbs I.: Squirrel Bait, Bastro, Gastr del Sol. Robert Mießner stellt den US-Avantgarde-Gitarristen vor und empfiehlt seine neuen Alben: „Lacrau“ mit dem Portugiesen Manuel Mota, „Failed Celestial Creatures“ mit Taku Unami. David Grubbs II.: Gletscher aus Rost und Schmutz, gute Müllhaufen, böse Müllhaufen. Julian Weber liest „Now that the audience is assembled“: In diesem Buch schreibt der vielseitige Künstler in Langgedichtform über ein Konzert. Bei ihrem ersten Konzert nach Veröffentlichung ihres Solodebüts „13 Kinds of Happiness“ trug Stella Sommer graue Mauseohren. Steffen Greiner ist angetan. Die Sängerin von Die Heiterkeit könnte auch über Käse schön singen, zur Not.


Was ist Musik (10. April 2016)

Hell war's bei den Brit Awards, die weitgehende Abwesenheit nichtweißer Künstler*innen wird unter ‪#‎BritsSoWhite verhandelt. "The Brits were a joke. The Oscars were a joke." Sagt Gaika, ein schwarzer Brite, dessen spukige Tracks zwar irgendwie Hardcore Continuum und Dubnology verpflichtet zu sein scheinen, denen es aber an marktgängiger Eindeutigkeit mangelt: "People don’t know what to make of it... If you’re a black guy you’re either supposed to make grime, reggae, R&B or thin coffee-table music that’s never gonna get played in any Brixton barber shop." So bleibt Gaika vorerst ohne Plattenfirma in der Soundcloud. So what? Könnte man sagen. Wozu heute noch Plattenfirmen? Oder man könnte wiedermal den glorreichen Zeiten nachtrauern, als die Frau, die sie heute "The Punk Professor" nennen, zusammen mit Neneh Cherry und Ari-Up von den Slits den Backgroundchor gab beim Voodoo-Reggae des überirdischen Prince Far I. "It was a time of musical fermentation, collaboration, and experimentation - and of post-punk boundary breaking." So steht's, einmal mehr, in den Linernotes zu "Resolutionary", einer Retrospektive auf das schmale musikalische Werk von Vivien Goldman, a.k.a. The Punk Professor. Den Titel verdankt die heute 61-jährige Tochter jüdischer Eltern, die vor den Nazis nach England flüchteten, dem Umstand, dass sie als eine der ersten aus der Post Punk Ära in der Lage war, ihre Praxis als Musikerin und Journalistin (Melody Maker, NME, Sounds) in eine akademische Karriere zu konvertieren. Vivien Goldman war zur rechten Zeit in London als sich Punk und Reggae Gute Nacht sagten und diese Crossroad Experience, um nicht zu sagen: Melting Pot Experience prägt ihre Arbeit bis heute. "Goldman’s synthesis of post-colonial rhythms and experimental sounds are threaded together by her canary vocal tones and womanist themes." Interessant, dass die Linernotes hier feminist durch womanist ersetzen. Und den Begriff post-colonial rhythms ins Spiel bringen, der durchgehen könnte als Klammer zwischen den punky reggae party-mäßig antirassistischen, d.i.y.-feministischen Songs von Vivien Goldman (mit den Flying Lizards und dem Pariser Projekt Chantage) und der Gespenster-Musik von Gaika. Die man wiederum als post-colonial-informierten post-post-etc-Dubstep bezeichnen könnte, müßte man nicht davon ausgehen, dass Gaika das als illegitime Zuschreibung von sich wiese. Viel Konjunktiv, die Gegenwart. (mehr in der kommenden Spex, Gegenwartskunde) Also starring: Nina Simone, Babyfather, Discozma …


ByteFM Magazin (24. Juli 2018)

Neue(re) Musik gibt es u.a. von The Soft Moon, Mac Miller und dem Album der Woche von Gaika zu hören.


Die Welt ist eine Scheibe (31. Juli 2018)

Zwischen Elektro, Dub und Techno, Afro- und Retrofuturismus. Angegraute Eminenzen wie The Orb oder Underworld (zusammen mit Iggy Pop) zeigen, dass sie es immer noch genauso drauf haben wie Newcomer wie Gaika oder Ross From Friends. Außerdem mit dabei: Musik von Soulwax, Gui Boratto, Martyn, Ebony Bones und DJ Richard.


ByteFM Mixtape der HörerInnen (27. Juli 2018)

Seit fast 30 Jahren ist das in Sheffield gegründete Label Warp Records absoluter Tastemaker im Bereich der anspruchsvollen elektronischen Musik – von Aphex Twin bis Flying Lotus. Auch GAIKA, der Künstler hinter unserem Album der Woche, ist auf dem einflussreichen Label gesignt. Wir fragen Euch für das ByteFM Mixtape der HörerInnen: Was sind Eure liebsten Tracks von Warp Records? Postet Eure Vorschläge bis Donnerstag, 17 Uhr auf unserer Facebook-Seite oder schreibt uns eine Mail an radio@byte.fm.


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