Ian Curtis

Ian Curtis Bild: Ian Curtis auf dem Cover der Single „Love Will Tear Us Apart“

Ian Curtis (*5. Juli 1956 – 18. Mai 1980) war als Sänger und Songschreiber der Post-Punk-Band Joy Division einer der prägenden Musiker der frühen 1980er. Er wuchs als Sohn eines Polizeibeamten in der Gegend von Manchester auf und war ein begabtes Kind, das sich nicht in gesellschaftliche Strukturen einfügte und zur Selbstverletzung neigte. Curtis schmiss vorzeitig die Schule und machte schon früh Drogenerfahrungen, insbesondere mit zur Behandlung von Angstzuständen eingesetztem Valium. Bereits im Alter von 19 Jahren heiratete Ian Curtis seine Freundin Deborah Woodruff. 

Ian Curtis arbeitete vor dem musikalischen Erfolg im öffentlichen Dienst, zunächst für das Verteidigungsministerium, später dann in der Arbeitsvermittlung. 1977 hatte die von Curtis zusammen mit Bernard Sumner und Peter Hook gegründete Band Warsaw (benannt nach dem düsteren David-Bowie-Instrumental „Warszawa“ von dessen gerade erschienenem Album „Low“) ihren ersten Auftritt. Noch vor der ersten EP benannte sich die Band in „Joy Divison“ um. 1978 erlitt Curtis seinen ersten epileptischen Anfall. Die Ursache konnte nie eindeutig geklärt werden, Curtis selbst führte sie auf seine Valiumnutzung zurück. Die verschriebenen Medikamente verstärkten seine Stimmungsschwankungen.

Mit zunehmendem Erfolg der Band zog Ian Curtis sich immer mehr in sich selbst zurück, daran konnte auch die Geburt seiner Tochter Natalie im April 1979 nichts ändern. Er beschäftigte sich obsessiv und nicht sonderlich differenziert mit dem Nationalsozialismus, was von manchen als weiteres Symptom seiner zunehmenden Depressionen gedeutet wurde. Curtis' psychische Gesundheit verschlechterte sich durch den Stress, den die Band und seine scheiternde Ehe mit sich brachten. Seine sich häufenden epileptischen Anfälle beeinträchtigten seine Fähigkeit, mit der Band aufzutreten, was Curtis' Depressionen verstärkte. Auch die Medikamente, die ihm gegen die Krankheit verschrieben wurden, verschlechterten seinen seelischen Zustand erheblich. Am 18. Mai 1980 erhängte Ian Curtis sich im Alter von 23 Jahren in seiner Küche.

Wenn Du Dich in einer akuten psychischen Krise befindest, gibt es Hilfe: Du erreichst die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 0800-1110111 oder 0800-1110222. Auf der Seite www.telefonseelsorge.de bekommst Du jederzeit Hilfe per Mail oder im Chat.
Depressionen sind behandelbar: Wenn Du Probleme hast, scheue Dich nicht, Deine*n Hausärzt*in darauf anzusprechen.

 



Ian Curtis im Programm von ByteFM:

Todestag von Ian Curtis

(18.05.2010)
Vollen Blog-Beitrag lesen / Auszug:
Der Sänger der einflussreichen Post-Punk Band Joy Division ist heute vor 30 Jahren gestorben. Er wurde nur 23 Jahre alt. Bis zum Tod von Ian Curtis war Joy Division eine der vielversprechendsten britischen Post-Punk-Bands. Während die verbleibenden Mitglieder großen Erfolg mit der Gruppe New Order hatten, wuchs Joy Division zur Legende. // War die Band zu Lebzeiten nur in Großbritannien erfolgreich, erlangte Joy Division nach dem Tod von Ian Curtis weltweite Bekanntheit und prägte Größen wie The Cure oder The Smiths. Bereits in seiner frühen Jugend nahm Curtis große Mengen von Medikamenten ein, darunter auch Valium. // Im Frühjahr 1980 reichte Curtis’ Ehefrau Deborah die Scheidung ein, da sich ihre Beziehung immer weiter verschlechtert hatte. Am frühen Morgen des 18. Mai 1980 nahm sich Ian Curtis das Leben. Nachdem er sich den Werner-Herzog-Film "Stroszek" angesehen und die Iggy-Pop-Platte "The Idiot" angehört hatte, erhängte er sich in der Küche seines Hauses in Manchester-Macclesfield.

ByteFM Themenwoche: Ian Curtis & Joy Division

(12.05.2020)
Vollen Blog-Beitrag lesen / Auszug:
Mai 1980, endete die Geschichte von Joy Division bereits kurz nachdem sie begonnen hatte – mit dem Selbstmord ihres Sängers Ian Curtis. Von 1976 bis 1980 spielte die Band erst als Warsaw, dann als Joy Division zahlreiche Live-Shows und nahm zwei Alben auf. // Mai: 10 Uhr: ByteFM Magazin – zu Gast: Katja Ruge Die Hamburger Fotografin und Künstlerin ist ausgemachte Joy-Division-Expertin und hat vor zehn Jahren Ian Curtis’ Weggefährt*innen porträtiert. Ihre „Fotoreportage 23 – In Search Of Ian Curtis“ könnt Ihr mit persönlicher Widmung gewinnen. 12 Uhr: Canteen mit Christian Tjaben Aus der Interzone: Zwei Stunden zwischen Licht und Blindheit. // Manches etwas älter, ansonsten gewohnt aktuell. 17 Uhr: Kaleidoskop mit Alice Peters-Burns Joy Division – damals und heute Kult? Wie konnte die Band um Ian Curtis ihren Kultstatus erhalten und wie hallt dieser bei New Order nach? 18 Uhr: Forward The Bass mit Karsten Frehe Jah Division: Ian Curtis war selbst erklärter Reggae-Fan und hat unter anderem die Melodica nach jamaikanischem Vorbild in den Sound der Band integriert. // Subjektive Erinnerungen von Klaus Walter an den Juni 1980 in London. 22 Uhr: Champagne Supernova mit Matthes Köppinghoff Touching From A Distance: In Memoriam Ian Curtis. Matthes Köppinghoff gibt unter anderem Film- und Buchtipps zu Joy Division. Dienstag, 19. Mai: 12 Uhr: Der Freie Fall mit Axel Sandig Slow Division: Mittels Timestretch-Algorithmus wird die Musik von Joy Division 400 Prozent langsamer abgespielt, um daraus düstere Ambient-Stücke zu erzeugen. 14 Uhr: Die Grenzen des guten Geschmacks mit Henning Cordes Das letzte Bild, der letzte Ton: Kurz vor seinem Tod sah Ian Curtis einen Film von Werner Herzog, legte Iggy Pop auf. // Mai: 12 Uhr: Der Freie Fall mit Axel Sandig Slow Division: Mittels Timestretch-Algorithmus wird die Musik von Joy Division 400 Prozent langsamer abgespielt, um daraus düstere Ambient-Stücke zu erzeugen. 14 Uhr: Die Grenzen des guten Geschmacks mit Henning Cordes Das letzte Bild, der letzte Ton: Kurz vor seinem Tod sah Ian Curtis einen Film von Werner Herzog, legte Iggy Pop auf. Henning Cordes spürt diesen beiden nach. 19 Uhr: School Of Rock mit Christian Tjaben Factory Records – Die frühen Tage.

Auf der Suche: Katja Ruge und Ian Curtis

(04.06.2010)
Vollen Blog-Beitrag lesen / Auszug:
Kultisch verehrt und als Referenz unumstritten im gesamten Spektrum zwischen Selbstmord faszinierten Gothic Fans, New Wave affinen Pop-Intellektuellen und puristischen Punk Gralshütern. Mit dem Freitod von Joy Divisions Ian Curtis gibt es ein dramatisches Moment außerhalb jeder Pop-Referentialität, das den Songtexter und Sänger zur Ikone gemacht hat, zum Jim Morrison seiner Generation. // Mit dem Freitod von Joy Divisions Ian Curtis gibt es ein dramatisches Moment außerhalb jeder Pop-Referentialität, das den Songtexter und Sänger zur Ikone gemacht hat, zum Jim Morrison seiner Generation. Nur wenige „echte“ Bilder existieren von Ian Curtis, dafür um so mehr Bilder in den Köpfen seiner Fans. Über dem hedonistischen Factory Records Image der späteren Zeit schwebt immer der düster-melancholische Mythos des jungen Mannes mit der tiefen Stimme und den tiefgründigen Texten. // Die Hamburger Fotografin Katja Ruge (hier unser Post mit einer Bildgalerie einiger ihrer Fotos) hat in den frühen 90ern in Manchester gelebt und dabei etliche Menschen aus dem Umfeld von Ian Curtis kennen gelernt, die die meisten nur aus Filmen wie dem oben bereits erwähnten „24 Hour Party People“ von Michael Winterbottom oder Anton Corbijns „Control“ kennen. // Die Hamburger Fotografin Katja Ruge (hier unser Post mit einer Bildgalerie einiger ihrer Fotos) hat in den frühen 90ern in Manchester gelebt und dabei etliche Menschen aus dem Umfeld von Ian Curtis kennen gelernt, die die meisten nur aus Filmen wie dem oben bereits erwähnten „24 Hour Party People“ von Michael Winterbottom oder Anton Corbijns „Control“ kennen. Sie hat mit „fotoreportage23 – in search of ian curtis“ ein Buch produziert, das sich dem Mythos Ian Curtis annähert, indem sie Curtis-relevante Orte und Menschen porträtiert hat und dazu, teilweise handgeschriebene, Textbeiträge eingesammelt von so illustren Zeitgenossen wie Factory Records Gründer Tony Wilson, Factory Records Designer und Grafik-Legende Peter Saville, Ian Curtis’ später Liebe Annik Honore sowie u.a. von Mark E.Smith (The Fall), Jaz Coleman (Killing Joke), Anja Huwe (X mal Deutschland), Johnny Marr (Modest Mouse, The Smiths), Jarvis Cocker (Pulp) oder auch von jüngeren Künstlern wie Bloc Party, Maximo Park, Nouvelle Vague oder The Rapture. // Sie hat mit „fotoreportage23 – in search of ian curtis“ ein Buch produziert, das sich dem Mythos Ian Curtis annähert, indem sie Curtis-relevante Orte und Menschen porträtiert hat und dazu, teilweise handgeschriebene, Textbeiträge eingesammelt von so illustren Zeitgenossen wie Factory Records Gründer Tony Wilson, Factory Records Designer und Grafik-Legende Peter Saville, Ian Curtis’ später Liebe Annik Honore sowie u.a. von Mark E.Smith (The Fall), Jaz Coleman (Killing Joke), Anja Huwe (X mal Deutschland), Johnny Marr (Modest Mouse, The Smiths), Jarvis Cocker (Pulp) oder auch von jüngeren Künstlern wie Bloc Party, Maximo Park, Nouvelle Vague oder The Rapture.

New Orders Reggae-Tribut an Ian Curtis: „Turn The Heater On“

(18.05.2020)
Vollen Blog-Beitrag lesen / Auszug:
New Order Reggae-Tribut: „Turn The Heater On“ von Keith Hudson soll Ian Curtis' liebster Reggae-Tune gewesen sein. Als solchen erinnerten ihn zumindest seine ehemaligen Joy-Division-Bandkollegen zwei Jahre nach Curtis' Suizid heute vor 40 Jahren am 18. // Nach dem Tod ihres Sängers hatten Bernard Sumner, Peter Hook und Stephen Morris die Band in New Order umbenannt und als Gitarristin und Keyboarderin Gillian Gilbert in die Gruppe geholt. 1982 lud Radio-DJ John Peel sie zu einer seiner Peel-Sessions ein, in deren Rahmen die Gruppe sich eines jamaikanischen Songs erinnerte, der einen besonderen Platz in Curtis Herzen hatte: „Turn The Heater On“. Ein Reggae-Tribut an Ian Curtis ist nicht so abwegig, wie es sich lesen mag. Denn zu den wichtigsten Einflüssen von Joy Division gehörten neben Rock und Proto-Punk auch Northern Soul, Reggae und Dub. // Das sagt auch Jon Savage im ByteFM Container zu seiner kürzlich auf Deutsch als „Sengendes Licht, die Sonne und alles andere“ erschienenen Oral History der Band. Die Sendung wird am Freitag, den 22. Mai 2020 im Rahmen der ByteFM Themenwoche zu Ian Curtis & Joy Division wiederholt. Heute Abend ab 18 Uhr geht Karsten Frehe unter dem Titel Jah Division in der Sendung Forward The Bass auf die Verbindung von Joy Division und Reggae ein.

Play By Play

Der belesene Songschreiber – Ian Curtis und Literatur

(23.05.2020 / 12 Uhr)
Volle Sendungsbeschreibung lesen / Auszug:
Hätte es Joy Division nicht gegeben, wäre er wohl Schriftsteller geworden – das sollen Bekannte über Ian Curtis gesagt haben. Neben dem (Song-)Schreiben war Curtis jedenfalls ein begeisterter Leser und sein Interesse an Literatur und Sprache spiegelt sich auch in seinen Texten wider. // Von Fjodor Dostojewski und Nikolai Gogol über Yehiel De-Nur bis Franz Kafka und William S. Burroughs – Play By Play beschäftigt sich anlässlich des 40. Todestag von Ian Curtis mit literarischen Referenzen in seinen Songs.

ByteFM Magazin

Aksak Maboul, Ian-Curtis-Themenwoche

(21.05.2020 / 10 Uhr)
Volle Sendungsbeschreibung lesen / Auszug:
Anlässlich des 40. Todestages von Ian Curtis steht der Sänger und seine Postpunk-Band Joy Division diese Woche im Fokus unseres Programms. Im ByteFM Magazin erfahrt Ihr heute, welche Ian-Curtis-Themen-Sendungen Ihr Euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet.

Champagne Supernova

Touching From A Distance – In Memoriam Ian Curtis

(18.05.2020 / 22 Uhr)
Volle Sendungsbeschreibung lesen / Auszug:
Am 18. Mai 1980 nahm sich Ian Curtis das Leben. Eigentlich stand eine USA-Tour mit seiner Band Joy Division an, doch der Sänger zerbrach an seinen privaten und gesundheitlichen Problemen. In der neuen Ausgabe von Champagne Supernova spricht Matthes Köppinghoff über das kurze Leben von Ian Curtis und seine Musik, die bis heute etliche Bands geprägt hat. // In der neuen Ausgabe von Champagne Supernova spricht Matthes Köppinghoff über das kurze Leben von Ian Curtis und seine Musik, die bis heute etliche Bands geprägt hat. Dazu gibt es von Sir Matthes Film- und Buchtipps.

New Order – Konzert und Ausstellung in Berlin als Rückblick auf eine beeindruckende Band

(22.06.2012)
Vollen Blog-Beitrag lesen / Auszug:
Doch eigentlich begann alles schon etwas früher: und zwar mit Joy Division, auch schon New Wave, heute ebenfalls legendär. Joy Division waren Frontsänger und Gitarrist Ian Curtis, Peter Hook am Bass, Schlagzeuger Stephen Morris, sowie Keyboarder und Gitarrist Bernard Sumner. // Sie begannen 1976 auf der englischen Punk-Welle zusammen zu spielen, bis sich zwei Tage vor Start der ersten großen Amerika-Tour im Mai 1980 Sänger Ian Curtis erhängte. Erst nach seinem Tod erschien die heute bekannteste LP der Band. Die zuvor veröffentlichte und relativ resonanzlos gebliebene Single "Love Will Tear Us Apart" wurde re-released und fuhr nun kommerziell ein, was sie vorher nicht konnte. // Der Beginn des Konzerts war so pünktlich wie selten in der Popgeschichte, vier Minuten nach halb Neun geht die Band mit den Worten "Guess who we are" und dem instrumentalen Ian-Curtis-Gedenksong "Elegia" auf die Bühne. Es folgt "Crystal" vom Comeback-Album "Get Ready" Anfang 2001, der so unglaublich jung klingt.

ByteFM Display: Katja Ruge

(20.05.2010)
Vollen Blog-Beitrag lesen / Auszug:
Am 18.05.1980 beging Ian Curtis, Sänger der Band Joy Division, Selbstmord. Zum 30. Jubiläum dieses einschneidenden Ereignisses eröffnet in Hamburg die Ausstellung "Fotoreportage23 – In Search Of Ian Curtis" der Fotografin Katja Ruge. // Zur Galerie von Katja Ruge... Termine: 19.05. bis 06.06. "fotoreportage23 - in search of ian curtis" - Kulturreich Galerie Hamburg 06.06., 15 Uhr: Buchpräsentation zu den Fotobuchtagen - Kulturreich Galerie Hamburg 06.06., 17 Uhr: Konzert: Sarah Blackwood (Client) + Chris Wilkie (Dubstar) - Kulturreich Galerie Hamburg 21.05., 24 Uhr: Lovegang goes Hacienda - a loving tribute with special guest Dave Haslam - Uebel & Gefährlich Hamburg 22.05.

Joy-Division-Themenwoche: Wir verlosen LPs, CDs und Bücher

(17.05.2020)
Vollen Blog-Beitrag lesen / Auszug:
Tatsächlich wirkt ihr musikalisches und ästhetisches Erbe bis in die Gegenwart hinein und wird von zahlreichen Künstler*innen als Inspirationsquelle angegeben. Im Rahmen unserer ByteFM Themenwoche zu Ian Curtis und Joy Division verlosen wir eine Reihe von Tonträgern und Büchern zum Thema, an denen langjährige Fans ebenso ihre Freude haben werden wie Joy-Division-Einsteiger*innen. // Als besonderes Highlight gibt es außerdem ein handsigniertes und mit Widmung versehenes Exemplar des Buchs „Fotoreportage23 - In Search Of Ian Curtis“ von Katja Ruge zu gewinnen. Für ihren Fotoband spürte die Hamburger Fotografin dem Leben und Mythos des Joy-Division-Sängers nach. // Für ihren Fotoband spürte die Hamburger Fotografin dem Leben und Mythos des Joy-Division-Sängers nach. Wie nur wenige Außenstehende bekam sie dabei einen tiefen Einblick in die Welt des Ian Curtis und lernte zahlreiche Menschen aus dessen engstem Umfeld kennen. Mehr über die Recherche erzählt Katja Ruge am 18.

Joy Division – „Unknown Pleasures“ wird 40 Jahre alt

(15.06.2019)
Vollen Blog-Beitrag lesen / Auszug:
Es markiert zwar nicht die Stunde Null des Post-Punk – diese Ehre gebührt Siouxsie And The Banshees oder Wire –, dennoch definierten Ian Curtis, Bernard Sumner, Peter Hook und Stephen Morris das Genre: So ziemlich jede Band, die seitdem auch nur entfernt irgendetwas mit Post-Punk Verwandtes produzierte, hat sich auf dieses Album bezogen – ob sie es wollte oder nicht. // Erst sollte ihre Band Warsaw heißen, später änderte sich der Name zu Joy Division – ein Spitzname für deutsche Wehrmachtsbordelle im zweiten Weltkrieg. 1978 erschien die ungeschliffene Debüt-EP „An Ideal For A Living“, nur ein Jahr später folgte das Debütalbum – und mit ihm der Durchbruch. Mit Ian Curtis hatte die Band einen tragischen Frontmann in der Tradition von Jim Morrison, der für unzählige Fans eine Projektionsfläche für Mystifizierung bot: Ein leidender Poet mit einem Faible für düstere Texte und einer Faszination für menschliche Abgründe.

„She's Lost Control“ – sieben hörenswerte Joy-Division-Cover

(23.05.2020)
Vollen Blog-Beitrag lesen / Auszug:
Rein theoretisch sollte sich diese Formel leicht reproduzieren lassen – wie das seit den frühen Nullerjahren andauernde und wahrscheinlich niemals endende Post-Punk-Revival demonstriert. Einen Joy-Division-Song zu covern, ist jedoch eine ganz andere Nummer. Mit Ian Curtis, dessen Todestag sich diese Woche zum 40. Mal jährte, hatte die Band einen wahrlich unnachahmbaren Sänger, dessen kehlige, mit menschlicher Verzweiflung gefüllter Stimme zu den distinktivsten Organen der Pop-Geschichte zählt.

Levin Goes Lightly - „GA PS“ (Rezension)

(27.04.2017)
Vollen Blog-Beitrag lesen / Auszug:
Mit Lo-Fi, wie auf Levins Facebook-Seite beschrieben, hat „GA PS“ nichts zu tun. Hinzu kommt eine Stimme, die tatsächlich an die Sonorität von Ian Curtis, den späteren Dirk von Lowtzow oder Yan Scott Wilkinson von British Sea Power erinnert. Trotz der Aufgeräumtheit wabern die Synths durchs Stereobild und die Drummachine pluckert und knistert manchmal weit hinten im Raum („Stars“).

Lärm der Woche: Von Heimatliedern, schlechten Tänzern und Küchentischen

(15.11.2013)
Vollen Blog-Beitrag lesen / Auszug:
Oliver Stangl berichtet außerdem von einer neuen Dokumentation über die Musikkassette und den Küchentisch von Ian Curtis, der diese Woche bei eBay versteigert wurde - sehr zum Unmut von Curtis Familie. Wie gewohnt haben wir einen Hörtipp der Woche.

Signierte Schallplatte und CD von John Maus zu gewinnen

(20.12.2011)
Vollen Blog-Beitrag lesen / Auszug:
Fast gänzlich elektronisch zieht Maus seinen Sound aus Synthies, einem Drumcomputer, einem Bass und seinem beeindruckenden Gesang, der sich irgendwo zwischen Ian Curtis, Calvin Johnson und David Bowie einpendelt. "We Must Become The Pitiless Censors Of Ourselves", John Maus' drittes und aktuelles Album, ist ein manisches Meisterwerk des Lo-Fi, das süchtig machende Melodien, emotionale Texte und träumerische Soundlandschaften zu eindrucksvollen Effekten zusammenzieht.

Black Marble – „One Eye Open“

(31.07.2019)
Vollen Blog-Beitrag lesen / Auszug:
Vor dem zweiten Album zog man dann an die Westküste, der Sound erkundete eine alternative Popgeschichte, in der Ian Curtis noch lebte. Peter Hooks Bass war immer noch da, aber die Songs klangen unheimlich, kalt und dünn.

John Maus - "Screen Memories" (Album der Woche)

(23.10.2017)
Vollen Blog-Beitrag lesen / Auszug:
Und in „Walls Of Silence“ zieht er die tiefen Register seines Gesangs-Organs – und entfaltet mit nur acht simplen Worten die Intensität eines Ian Curtis. Das ist John Maus' große Kunst: Im ersten Moment möchte man schmunzeln, im zweiten ist man seinem Bann verfallen.

10.09.: Früher hat man noch "Pfui" gerufen

(10.09.2010)
Vollen Blog-Beitrag lesen / Auszug:
Eines muss man ihm aber lassen, seinen Unmut kann er treffend formulieren: "Three things visible from space, Great Wall Of China, Peter Hook's wallet stuffed with Ian Curtis' blood money, Man City's empty trophy cabinet!" Lou Reed weiß den Wert seiner Musik noch zu schätzen und verwehrt Susan Boyle, Castingshow-Gewinnerin, eine Coverversion seiner Heroin-Hymne „Perfect Day“.

ByteFM wird 10 Jahre alt! Der Film zum Jubiläum

(11.01.2018)
Vollen Blog-Beitrag lesen / Auszug:
Um 12 Uhr startete der Sendebetrieb mit ByteFM Gründer Ruben Jonas Schnell am Mikrofon und dem Stück „Transmission“ von Joy Division, in dem Ian Curtis die Kraft des Radios beschwört: „Dance, dance, dance, dance, dance to the radio!“ Zu unserem zehnten Geburtstag haben wir einen Film gedreht.

Neue Platten: Xiu Xiu - "Always"

(22.02.2012)
Vollen Blog-Beitrag lesen / Auszug:
Auch hier darf natürlich Stewarts markante Stimme nicht fehlen, die, gepaart mit den plastischen Sounds, immer auch ein wenig an Robert Smith und Ian Curtis erinnert. Aber auch die Melodie-Verliebtheit, die auf "Dear God, I Hate Myself" zu hören war, findet sich in Titeln wie "Joey's Song" oder "Gul Mudin" wieder.

The Cakekitchen – „Dave The Pimp“

(24.03.2019)
Vollen Blog-Beitrag lesen / Auszug:
Mit unserem Track des Tages stellen wir Euch täglich einen hörenswerten Song vor. Großbritannien hatte Ian Curtis und Mark E. Smith. Die USA hatten David Byrne und Tom Verlaine. Neuseeland hatte Graeme Jefferies.

- Uhr
ab Uhr
Aktueller Titel:
 
Davor lief:
 
 
 
 

Artists A - Z

0
A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z