Moondog

Moondog Bild: Louis Thomas Hardin alias Moondog auf dem Cover des Albums „An Introduction To Moondog“

Moondog war ein 1916 als Louis Thomas Hardin in Marysville, Kansas geborener Avantgarde-Komponist und -musiker, Theoretiker und Dichter. Er gilt zudem als Erfinder einiger Musikinstrumente, darunter die „oo“, eine dreieckige Harfe und die Trimba, ein dreieckiges Percussion-Instrument. Moondog erblindete im Alter von 16 Jahren in Folge eines Unfalls.

Moondog war viele Jahre seines Lebens obdachlos. Von den späten 1940er-Jahren bis 1972 lebte er in New York, wo er häufig, bekleidet mit einem langen Umhang und einem gehörnten Helm, an der 6th Avenue anzutreffen war und Musik spielte. Dementsprechend war sein musikalisches Schaffen, nach eigener Aussage, von Straßengeräuschen inspiriert. Des Weiteren zeichnen sich seine experimentellen Kompositionen durch das aus, was er selbst „Snaketime“ nannte und als einen „schlüpfrigen Rhythmus, der zu diesen ungewöhnlichen Zeiten passt“ beschrieb. Er schrieb 81 Sonaten, komponierte zahlreiche Stücke für Sinfonie- und Kammerorchester und etwa 50 Songs.


Zu seinen prominenten VerehrerInnen zählen der Dichter Allen Ginsberg, der Jazzmusiker Charlie Parker, die Sängerin Janis Joplin sowie Artur Rodziński, der in den 1940er-Jahren Dirigent der New Yorker Philharmoniker war. Zudem beziehen sich viele minimalistische Komponisten auf ihn, darunter Philip Glass und Steve Reich. Moondog verbrachte die letzten Jahre seines Lebens in Deutschland, wo er zahlreiche Alben aufnahm. Er verstarb 1999 im Alter von 83 Jahren in Münster.



Moondog im Programm von ByteFM:

Inside Music

Moondog mit Goetz Steeger

(08.09.2009 / 19 Uhr)
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Moondog – der Wikinger der sechsten Straße war Dichter, Hobo, Straßenmusiker, Instrumentenbauer und ein in unterschiedlichsten Genres respektierter und gefeierter Komponist; Charlie Parker wollte mit ihm aufnehmen, Strawinski schätzte ihn, Paul Simon vermisste ihn, als er aus Manhattan verschwunden war. // Moondog – der Wikinger der sechsten Straße war Dichter, Hobo, Straßenmusiker, Instrumentenbauer und ein in unterschiedlichsten Genres respektierter und gefeierter Komponist; Charlie Parker wollte mit ihm aufnehmen, Strawinski schätzte ihn, Paul Simon vermisste ihn, als er aus Manhattan verschwunden war. Mitte der 70er Jahre trampte der in seiner Jugend erblindete Louis Hardin alias Moondog durch Deutschland um schließlich in bei Familie Göbel in Recklinghausen sesshaft zu werden, die sich fortan auch um seine künstlerischen Belange kümmerten. // Er wurde als Komponist zu den Salzburger Festspielen eingeladen, die London Saxophonic führten seine Stücke auf, weit über 1000 Kompositionen hat Moondog in der Blindenschrift Braille hinterlassen, von denen ein großer Teil noch nie aufgeführt oder veröffentlicht wurde. Mit früheren Interviewausschnitten mit Moondog, Frank Göbel, Sohn der Familie, deren Mitglied Moondog wurde und Rudolf Fritsch, der 1974 eine zeitlang mit Hardin zusammenlebte, begibt sich Goetz Steeger auf die Spur Moondogs, der 8.9.09 ist sein 10 jähriger Todestag. // Mit früheren Interviewausschnitten mit Moondog, Frank Göbel, Sohn der Familie, deren Mitglied Moondog wurde und Rudolf Fritsch, der 1974 eine zeitlang mit Hardin zusammenlebte, begibt sich Goetz Steeger auf die Spur Moondogs, der 8.9.09 ist sein 10 jähriger Todestag.

Le Monde diplomatique Mixtape

Breschnew & Moondog

(12.09.2019 / 12 Uhr)
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Im September werden vorab schon mal zwei Schwerpunkte des Le Monde diplomatique-Mixtapes verraten: Konstantin Potapov hat einen Comic über Breschnew gezeichnet und hört beim Arbeiten unter anderem Musik von Moondog. Der aktuellen LMd-Ausgabe liegt der Uran-Atlas 2019 bei, dieser wird vorgestellt und von den Atoms for Peace sowie vom Radioactive Man musikalisch begleitet.

ByteFM Klassik

Moondog

(08.09.2019 / 12 Uhr)
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ByteFM Klassik würdigt den Musiker und Komponisten Louis Hardin aka Moondog, der am heutigen Tag vor 20 Jahren verstorben ist.

taz.mixtape

Neubauten, Muriel Grossmann, Stay Homas, Sleafords Mods, Moondog, Danzig

(22.05.2020 / 17 Uhr)
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Ein Porträt von Christian Werthschulte. Der Eigenbrötler von der sechsten Avenue. Jens Uthoff würdigt den großen Außenseiter Moondog. „On The Streets Of New York“ versammelt Songs aus den Jahren 1953 bis 1962, zum Teil wurden sie direkt auf der Straße eingespielt.

08.09.: Der Wikinger der 6. Straße, Urheberrechte und Musikzeitschriften

(08.09.2009)
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„Ein Wikinger in Oer-Erkenschwick“ – Volker Schmidt erinnert anlässlich des zehnten Todestags an den blinden Straßenmusiker Moondog, der u.a. mit Charles Mingus und Allen Ginsberg auftrat und, laut ZEIT ONLINE, die Minimal Music erfand. // Für Urheberrechte, geschichtlich betrachtet, interessiert sich auch taz-Redakteur Rudolf Walther. Um Gitarren geht es im Interview mit dem 66-jährigen George Benson, wie Moondog ebenfalls bei ZEIT ONLINE. TV On The Radio legen eine Pause ein, vermeldet die Intro. Jon Savage beschäftigt sich im Guardian mit dem explosionsartigen Aufkommen von Musikzeitschriften in den 1960ern.

Alben des Jahres 2018

(07.12.2018)
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Matthias Westerweller (Hello Mellow Fellow) Khruangbin – „Con Todo El Mundo“ Jerry David DeCicca – „Time The Teacher“ Rejjie Snow – „Dear Annie“ Ensemble Minisym – „Moondog New Sound“ Nap Eyes – „I’m Bad Now“ Death And Vanilla – „The Tenant“ National Jazz Trio Of Scotland – „Standards Vol.

Tickets für Warpaint

(13.02.2014)
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Emily Kokal, Theresa Wayman, Jenny Lee Lindberg und Stella Mozgawa ließen sich auf der neuen Platte nach eigenen Angaben von ABBA, Captain Beefheart, Eric Satie, Brian Eno, Talking Heads, Serge Gainsbourg, Timbaland, Gustav Mahler, Can, The Carpenters, PJ Harvey, Moondog, Aphex Twin, Kraftwerk und Björk inspirieren. Eine spannende Mischung, die Ihr auf drei Deutschlandkonzerten live erleben könnt.

Zum Tod von Krzysztof Penderecki: Atonale Ungetüme in der Popkultur

(31.03.2020)
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“ Radiohead ist nicht die einzige (Indie-)Rockband, die sich von Penderecki inspirieren ließ. 1992 eröffneten Manic Street Preachers ihre Single „You Love Us“ mit einem 30-sekündigen „Threnody“-Sample, während The-Band-Gitarrist Robbie Robertson während des Songwriting-Prozesses für ihr hochambitioniertes Album „Moondog Matinee“ (1973) laut eigener Aussage sehr viel Penderecki hörte. Auch Kele Okereke, Sänger der Band Bloc Party, war während der Arbeit an ihrem zweiten Album „A Weekend In The City“ von Penderecki beeinflusst.

Elevator Music

(24.11.2009 / 23 Uhr)
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Denn u.a. sehen sie die blosse Existenz des Ladens als politisches Statement, gesellschaftlich, wirtschaftlich, aber auch hier wieder zwischen den Stühlen: der Versuch, ein unabhängiges soziales Gefüge mit den wirtschaftlichen Notwendigkeiten eines Betriebes vereinbarend. Das geht natürlich nicht ohne TonSteineScherben, Dr.Seuss, MC5, The SoSoGlos, Moondog, Moondog Jr., ach wer weiss, die Sendung reagiert ja wie immer spontan auf die Launen der Moderatoren.

Inside Music

(02.12.2008 / 19 Uhr)
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The Weird And The Wonderful: Musik, die in den Seitenstraßen abseits der großen Einkaufsmeile gedeiht - dort wo man auf den Stufen vor der Haustür bis zum letzten Ton sitzen bleibt oder, wenn die Musik aufhört, zu den Geräuschen der vorbeifahrenden U-Bahn weitertanzt. Wenn man sich hier wirklich einlässt, meint man irgendwann Moondog mit seiner Trommel an der Ecke stehen zu sehen, der gerade einen Beat um die Blocks schickt, der genauso nach Charlie Parker klingt, wie nach entferntem Hupen der Autos aus dem Stau, deren sinnlose Raserei sich an ein paar Klaviertönen aus dem Proberaum der Skeletons bricht. // Wenn man sich hier wirklich einlässt, meint man irgendwann Moondog mit seiner Trommel an der Ecke stehen zu sehen, der gerade einen Beat um die Blocks schickt, der genauso nach Charlie Parker klingt, wie nach entferntem Hupen der Autos aus dem Stau, deren sinnlose Raserei sich an ein paar Klaviertönen aus dem Proberaum der Skeletons bricht. Alt und neu, abstrus und unkonform, Weird and Wonderful, featuring: Moondog, Skeletons, Binario, Deerhoof, Rebecca Moore, Tim u. Jeff Buckley, Max Tundra, Gentle Giant, St. Vincent u.v.m.

taz.mixtape

(05.09.2014 / 17 Uhr)
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Diesmal aus dem ByteFM-Studio Berlin mit taz-Musikredakteur Julian Weber und diesen Themen: Tim Caspar Böhme über Burnt Friedman und seinen Afrika-Schwerpunkt bei der Music Week Volker Zander über den amerikanischen Außenseitermusiker Moondog, der am 8. September vor 15 Jahren gestorben ist und vor 40 Jahren in die Bundesrepublik übersiedelte Unterhaltung statt Diskurspop – Rocko Schamoni wird mit Lieblingssongs nostalgisch Unterhaltung?

60minutes

(28.08.2010 / 22 Uhr)
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Als einer der ersten kreuzte er afrikanische und kubanische Grooves. Dann erwischte ihn der Sound von Moondog aus New York und Kenny Graham machte das Album seines Lebens. Kenny Grahan And His Satellites "Moondog & Suncat Suites", ein grandioses Jazz-Exotic-Werk aus dem Jahre 1957, sehr rar, und erst dieses Jahr neu aufgelegt auf Trunk Rec.

Die Welt ist eine Scheibe

Strings, Keys and Marimba

(01.05.2018 / 20 Uhr)
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Wenn der Regisseur Wes Anderson Musik machen würde, könnte sie so klingen wie das wundersame, von Matthew Herbert co-produzierte fantasievoll, bunt und naturalistisch klingende und mit zahlreichen Instrumenten selbst eingespielte Debutalbum "The Much Much How How And I" des Briten Cosmo Sheldrake. Marimba und Moondog sind Assoziationen für die Musik des Swans-Percussionisten Thor Harris, der zusammen mit vielen anderen MusikerInnen als Thor & Friends die subversive Natur der Höflichkeit instrumental mit u.a.

UFO Hawaii

(19.09.2009 / 23 Uhr)
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Künstler Treu verkürzt den Weitsichtigen unter Euch die Zeit mit 40 musikalischen Kurzgeschichten. U.a. erzählt von Can, Ennio Morricone, Mr. Oizo und Moondog.

Brown Rice

Sweet Leaves

(06.10.2018 / 22 Uhr)
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Der Herbst hat Brown Rice heute fest im Griff: Regen, Sturm und Streicher von und mit Laurie Anderson, dem Kronos Quartet, Nick Malkin, Moondog, The Avens u.a.

Canteen

(11.04.2011 / 12 Uhr)
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Mit Kode9 & Spaceape, Daedelus, dj BC, Robin Pecknold, Alex Turner, den Gorillaz und den Pariser Moondog-Fans Nôze.

Savage Music

Moon Songs #3mit Jon Savage

(06.09.2009 / 23 Uhr)
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Der große Mondmelancholiker Nick Drake, dazu ein Moonshake mit Can. Am Ende geht der Mond über Vermont unter. Aber los geht's mit Moondog.

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