Sleaford Mods

Foto von Sleaford Mods Bild: Sleaford Mods (Foto: Duncan Stafford)

Sleaford Mods sind ein im Jahr 2007 gegründetes Musik-Duo aus Nottingham, das aus Frontmann Jason Williamson und Produzent Andrew Fearn besteht. Die in verschiedenen Musikszenen sozialisierten Künstler fusionieren Punk- und HipHop-Einflüsse und brachten zunächst im DIY-Verfahren ihre Musik heraus, die ab 2014 vor allem in Großbritannien ein großes Publikum erreicht.

Ursprünglich aus der Mod-Subkultur stammend, betätigte sich der 1970 geborene Williamson musikalisch zunächst relativ erfolglos in Bands und als Singer-Songwriter und arbeitete als Session-Musiker; zumeist für lokale Bands, aber auch für die Gruppen Spiritualized und Bent. Sleaford Mods gründete er mit seinem Freund Simon Parfrement, der die Produktion 2012 an Fearn abgab, dessen minimalistische Grime-Tracks Williamson in einem Club in Nottingham gehört hatte.

Zentrales Element der Songs von Sleaford Mods sind Williamsons ausufernde Texte, die in ihrem missgelaunten, gesprochenen Vortrag an Mark E. Smith erinnern, inhaltlich aber weniger kryptisch sind. Durch volksnahe politische Themen, eloquent zur Schau getragene Wut und die Verwendung von Dialekt und Umgangssprache füllten Sleaford Mods eine Marktnische. Das hohe Identifikationspotential lässt die Band, die in Pubs ihren Anfang genommen hatte, große Hallen füllen.



Sleaford Mods im Programm von ByteFM:

News: Sleaford Mods: neuer Song und neue EP (1. August 2018)

Sleaford Mods (Foto: Duncan Stafford) In diesen stürmischen Zeiten ist es schön, dass man sich immer noch auf Sleaford Mods verlassen kann: Seit 2011 ist kein Jahr ohne ein neues Release des Punk-Rap-Duos aus Nottingham vergangen. Damit 2018 da keine Ausnahme bleibt, haben Sänger Jason Williamson und Beatbastler Andrew Fearn eine neue EP angekündigt: Die „Sleaford Mods EP“ wird bereits im September erscheinen.


ByteFM Magazin (24. Juni 2015)

am Nachmittag: Sleaford Mods zu Gast bei Christa Herdering
Dreckig, rotzig, minimalistisch und immer ein Bier in der Hand: Sleaford Mods nennen sich die zwei Herren aus Nottingham, wenn sie gemeinsam ihren Punk-Hop performen. Jason Williamson spuckt dabei mit dem nötigen Grad an Angepisstheit die Texte in Richtung Publikum, während Andrew Fearn, der Mann für's Instrumentale, im Hintergrund am Laptop steht und mit einem stetigen Kopfnicken im Takt dem ganzen Geschehen zuzustimmen scheint. Der mit reichlich Frustration gefütterte englische Arbeiterklassencharme steckt nicht nur im Namen, sondern auch in den Tracks des Duos. Obwohl sie in der derzeitigen Zusammensetzung bereits seit 2012 ihre Musik veröffentlichen, brauchte es einige Jahre, bis auch die Fachpresse das wunderschön Abstoßende der Sleaford Mods loben und bewundern konnte. Heute ist das Duo bei uns zu Gast im Magazin. Mal sehen, ob die beiden im Gespräch mit Christa Herdering auch mildere Töne von sich geben... Hier könnt Ihr Sleaford Mods live erleben: 19.06.2015 Berlin - SO36 20.06.2015 Leipzig - Werk 2 22.06.2015 Bremen - Lagerhaus 23.06.2015 Münster - Gleis 22 24.06.2015 Hamburg - Hafenklang 25.06.2015 Lärz - Fusion Festival


ByteFM Magazin (11. Mai 2018)

am Nachmittag: Sleaford Mods zu Gast bei Michael Gehrig
„Ein Typ, der schweigend mit seinem Laptop hantiert, und ich, der dazu grimmig ins Mikrofon pöbelt. Das allein ist doch schon ein irrer Witz, oder? Wir nehmen uns selbst nicht ganz ernst. Warum sollte das Publikum das tun?“ So lautet die Antwort von Jason Williamson auf die Frage, ob der (vorhandene) Humor bei Sleaford Mods bisher unterschätzt wurde. Tatsächlich geht man nicht auf ein Konzert von Sleaford Mods, um komödiantischen Texten zu lauschen, sondern eher um sich eine gute Stunde anpöbeln zu lassen und sich von Williamson im wüsten Stakkato über die Beschissenheit dieser Welt aufklären zu lassen. Im Hintergrund steht stur und regungslos Andrew Fearn, der das Beatgerüst zusammensetzt. Aber anscheinend steigt die Nachfrage nach politischen Texten und wütenden Stimmen, was die vielen ausverkauften Konzerte rund um den Globus belegen. Mit ihrem neuesten Album „English Tapas“ sind Sleaford Mods, präsentiert von ByteFM, an folgenden Terminen zu sehen: 11.05.2018 Hamburg - Docks 17.05.2018 Dresden - Beatpol 18.05.2018 Köln - Live Music Hall


Zimmer 4 36 (6. Juli 2014)

Mods & Wahrheit
Eine „einfache wunderbare Wahrheit“ spricht die englische Band „Wild Beasts“. House Musik, die keine sein will, und die spannendste Band der Stunde: Sleaford Mods aus Nottingham.


News: Sleaford Mods - „English Tapas“ (Rezension) (3. Marz 2017)

Sleaford Mods - „English Tapas“ (Rough Trade) Veröffentlichung: 3. März 2017 Web: sleaford-mods.myshopify.com Label: Rough Trade 7,0 Als vor etwas mehr als eineinhalb Jahren das letzte Sleaford-Mods-Album „Key Markets“ erschien, hieß es im ByteFM Blog: „Das Prinzip wurde seit der letzten Platte nicht groß verändert, doch das kümmert nicht. Roh und direkt hat immer noch Konjunktur.“ Welches Prinzip? Minimal gehaltene Musik, Sprechgesang ohne Effekte, und dazu Texte, die ungefiltert Ärger und Beschwerde transportieren. Auch mit „English Tapas“ hat sich daran kaum etwas geändert. Bei den meisten Bands heißt Stillstand in der Entwicklung von Album X zu Album Y nicht Tod, aber zumindest Langeweile. Nicht so bei Sleaford Mods.


ByteFM Magazin (7. Januar 2019)

Sieben neue Töne von James Blake, Yéyé von France Gall und Kebab mit Sleaford Mods
Es wird spekuliert, dass bald ein neues Album von James Blake erscheint. Der Grund? Eine Melodie aus sieben Tönen, die ihm zugeschrieben wird. Viele schöne Töne haben die Chansons von France Gall. Ihre Karriere begann sie als Teenager, verbrachte auch einige Jahre in Deutschland - dazu mehr im ByteFM Magazin. Außerdem: eine Geschichte von Spinnen im Döner - vorgetragen von Sleaford Mods.


ByteFM Charts (25. Februar 2019)

Unter anderem platziert: die aktuellen Alben von Botschaft, Sleaford Mods und Jessica Pratt.


ByteFM Charts (4. Marz 2019)

Unter anderem mit Musik von Die Heiterkeit, Sleaford Mods, Julia Jacklin und Hejira.


ByteFM Magazin (3. September 2019)

Whitfield/Strong, Sleaford Mods und FKA Twigs
Norman Whitfield und Barrett Strong gehören zu den erfolgreichsten SongschreiberInnen der Musikgeschichte, schrieben unzählige Songs für Motown und veränderten nach und nach auch den Sound des erfolgreichen Labels aus Detroit. Marvin Gaye, Edwin Starr und vor allem The Temptations profitierten von den Fähigkeiten der zwei und landeten mit Songs aus der Feder der beiden einige Hits. Einige davon spielen wir heute im ByteFM Magazin. Außerdem: Musik von Sleaford Mods, Shar Vari und FKA Twigs.


Was ist Musik (20. April 2014)

Sleaford & andere Mods
„Damon Albarn hat einen silbernen Löffel im Arsch stecken.“ Mit diesen Worten wies kürzlich der englische Schlagersänger James Blunt darauf hin, dass Albarn wie viele andere britische Pop-Stars ein Kind der Upper Class ist und dieses Privileg zu kaschieren sucht, etwa mit einem vorgetäuschten Working Class-Akzent. Jason Williamson, der Sprechsänger der Sleaford Mods, dagegen steht zu seinem Midlands-Akzent, der in GB etwa so angesehen ist wie hierzulande der sächsische (danke, Christian Werthschulte). Und Williamson hasst Leute, die in fake accents reden. “Whether they’re imitating someone from East London or Lou Reed, GG Allin...”. So Mark Fisher in seiner Besprechung der beiden Sleaford Mods-Alben in THE WIRE. Fisher, Autor von „Kapitalistischer Realismus“ und aktuell „Ghosts Of My Life“, kommt selbst aus den East Midlands, nicht weit von Sleaford, und berichtet von einem wohlmeinenden Dozenten, der ihn auf sein „Sprach- und Akzent-Problem“ hinwies. Also hat er sich den Akzent abtrainiert. Beim Abendessen vor seinem Auftritt bei Robert Johnson Theorie gab Fisher eine Kostprobe seines heimatlichen Idioms und da wurde mal wieder klar, dass Akzent mehr ist als nur eine sprachliche Eigenheit. Mark senkte die Augendeckel, reckte den Unterkiefer nach vorn und stieß unverständliche Laute hervor, als habe er einen Waschlappen im Mund. Und dafür keine Zähne. Der Mund und das was drinsteckt und was rauskommt – die orale Zone ist ein Schlachtfeld in der aktuellen Debatte um Pop und Klasse in GB. Silberne Löffel, Plastiklöffel. “I was born with a plastic spoon in my mouth.“ (“Substitute”, The Who) Auch in Germany: „Neue Zähne für meinen Bruder und mich.“ (Superpunk, siehe auch „Das waren Mods“). “The excremental anger of Sleaford Mods is underscored by acute class consciousness of the failure of UK politics.” schreibt Mark Fisher im aktuellen WIRE-Magazin über „Divide And Exit“, das neue Album der Sleaford Mods. „Excremental anger“ - schön gesagt. Mein Online Dictionary findet keinen deutschen Ausdruck für "excremental" und schlägt vor: extramental. Auch nicht schlecht. Wenn sich exkrementaler und extramentaler Zorn addieren, dann sind wir bei den Sleaford Mods und müssen einmal mehr erkennen, dass die englische der deutschen Sprache überlegen ist. Mark Fisher: „Excremental is the right word: piss and shit course through Williamson´s rhymes, as if all the psychic and physical effluent abjected by Cameron's Britain can no longer be contained, and it's bursting upwards, exploding through all the deodorised digital commercial propaganda, the thin pretences that we're all in this together and everything's going to be all right.” Unzufriedenheit, so Fisher weiter, gibt es überall in GB, aber sie ist meistens privatisiert: abgestumpft von Alkohol und Anti-Depressiva oder umgeleitet in Kommentarspalten, wo sich ohnmächtige Wut artikuliert. Und leere Entrüstung in Social Media: „All you Zombies, tweet tweet tweet.“ Es sei nicht immer die Aufgabe politischer Musik, mit Lösungsvorschlägen aufzuwarten, meint Fisher. „Wer wird die Wut und die Frustration der Sleaford Mods aufgreifen? Wer kann diese Wut in ein neues politisches Projekt konvertieren?“ Und die Musik? “Listen to the singles collection, Chubbed Up, next to Divide And Exit, and it’s clear not much has changed in the duo’s sound. The variation is provided by Williamson’s words; the music by Andrew Fearn always fits an (unfussy) formula: pugilistic post-punk bass; functional but unprepossessing beats; occasional cheap keyboard riffs and listless wafts of guitar. It’s digitally manipulated, but conspicuously unpolished – the software is used not to micromanage the sounds but to capture them into a purgatorial loop.” (Mark Fisher, die komplette Besprechung in THE WIRE 362) Also Starring: Killerlady, The Yardbirds, Bavarian Mods, The Stranglers


Von Bullerbü nach Babylon (25. Januar 2017)

u.a. mit Musik von Can, Burnt Friedman & Jaki Liebezeit und Sleaford Mods


ByteFM Mixtape (20. Februar 2019)

Mit Musik von Avril Lavigne, Hejira, Modeselektor und Sleaford Mods.


News: Album der Woche: Sleaford Mods - „Key Markets“ (20. Juli 2015)

Web: sleafordmods.com Label: Harbinger Sound Kaufen: artistxite-Shop Sleaford Mods: "Key Markets" - unser Album der Woche. "Key Markets" heißt das dritte Album, das das englische Duo Sleaford Mods auf Harbinger Sound veröffentlicht. Der Vorgänger "Divide And Exit" hat nicht nur in Großbritannien, sondern auch hierzulande sehr viel Aufmerksamkeit bekommen. Die kleinen Clubs, durch die die Deutschland-Tour von Sleaford Mods vor etwa einem Jahr ging, waren an jedem Abend zum Bersten voll. Warum? Vielleicht weil sich Jason Williamson und Andy Fearn in puncto Ärger keine Blöße geben.


ByteFM Magazin (13. Juni 2019)

Außerdem Musik von unter anderem Cate Le Bon, Mint Mind und Sleaford Mods.


ByteFM Mixtape (22. Juli 2015)

Diese Woche mit neuen Veröffentlichungen von Sleaford Mods, Peacers, Seven Davis Jr. und Sleep. Heute mit Paul Weinreich.


ByteFM Magazin (30. Juli 2019)

Unter anderem mit Musik von: P.A. Hülsenbeck, Sleaford Mods und Gudrun Gut.


ByteFM Magazin (5. September 2019)

Múm, Helado Nego, Sleaford Mods


ByteFM Magazin (15. September 2016)

Heute mit neuer Musik von Justice und Sleaford Mods, als auch aus unserem aktuellen gleichbetitelten Album der Woche von Preoccupations.


Disorder (15. Oktober 2016)

Diesmal gibt es Musik aus den aktuellen Scheiben von: Pixies, Sleaford Mods, Phillip Boa, zZz, Nick Cave und Preoccupations.


Disorder (18. August 2018)

Eine Auswahl an Neuerscheinungen der letzten 4 Monate sowie ein Blick in die musikalische Gegenwart mit Interpol, Phillip Boa, International Music, Sleaford Mods, Nine Inch Nails uvm.


Aktueller Titel:
 
Davor lief:
 
 
 
 

Sleaford Mods live

Hannover: Faust 22.09.2019