Velvet Negroni

Foto von Velvet Negroni Bild: Velvet Negroni (Foto: Colin Michael Simmons)

Velvet Negroni ist der Bühnenname des US-amerikanischen R&B-Musikers Jeremy Nutzman aus Minneapolis , der unter diesem Pseudonym seit 2016 Musik produziert. Sein Debütalbum „Neon Brown“ erschien im August 2019 über das Londoner Independent-Label 4AD.

Velvet Negroni macht experimentellen R&B: Eingängige Basslines und traditionelle Synthie-Sounds werden durch störrische Knarr- und Stöhn-Geräusche gebrochen. In seinen introspektiven Lyrics erzählt Velvet Negroni Geschichten aus seinem Leben, das gefüllt ist mit Anekdoten über das Scheitern und den Unwillen sich anzupassen. Durch seine markante Stimme und sein künstlerisches Talent konnte der Prince-Fan nach einigen musikalischen Versuchen unter verschiedenen Pseudonymen Anklang bei prominenten Musiker-Kollegen finden: 2016 kollaborierte er mit dem Funk-Musiker Tickle Torture, 2018 benutze Kanye West ein Sample von ihm. Es folgten Touren mit unter anderem Bon Iver und Tame Impala.

„Confetti“, eine Vorab-Single von „Neon Brown“, war im August 2019 Track des Tages bei ByteFM.



Velvet Negroni im Programm von ByteFM:

Popschutz (28. Mai 2019)

Mit Musik von Georgia, Velvet Negroni, Clairo und Lana Del Rey.


News: Velvet Negroni – „Confetti“ (6. August 2019)

Velvet Negroni (Foto: Timothy Saccenti) „Confetti“ ist ein langsam glimmender Song von der Schattenseite des R&B-Spektrums.; Ein Synth, ein Saxofon, eine Yacht-Party in der Zeitlupe der lückenhaften Erinnerung. Trotz bunter Papierblättchen im Titel, hat Jeremy Nutzman alias Velvet Negroni eher das Gegenteil einer Party-Hymne gebaut. Der Vorbote seines ersten richtigen Albums „Neon Brown“ ist ungefähr so fröhlich wie „House Of Balloons“ von The Weeknd. Und wie dieses Stück mit seinem Siouxsie-Sample, balanciert auch Velvet Negroni auf der Goth-Grenze. Zumindest insofern, als der Künstler aus Minneapolis beim Label 4AD unter Vertrag steht. Was auch ziemlich gut passt, atmosphärisch wie auch als Ansage: Genormten R&B; kann man hier nicht erwarten. Dieses Beharren auf künstlerischer Unabhängigkeit gefiel 2018 schon Kanye West, der ein Sample des noch eher unbekannten Sängers verwendete. Eigentümlichkeit muss nicht seltsam klingen. Nur anders.


Popschutz (13. August 2019)

Heute mit einem Besuch in Tom’s Diner, Ecke Broadway/112th Street, Suzane Vega, mp3-Dateien und einer Reise durch schwarze Löcher. Musik von Too Smooth Christ, Robotalco und Velvet Negroni.


News: Bon Iver – „i,i“ (Rezension) (9. August 2019)

Nun also Herbst. Die Jahreszeit, in der die Natur noch ein letztes Mal an ihre ganze Farbenpracht erinnert. Wo die Sonne alles in ein verzaubertes Licht zu hüllen scheint. Und sich wie ein zarter Goldschleier über die sich langsam färbenden Blätter legt. In gewisser Weise spiegelt die collagenartige Anordnung der Tracks diese gleichzeitige Fragmentierung und Neuordnung der Natur wider. Wie gewohnt treffen hier zarte an- und abschwellende Soundflächen, eine Kopfstimme, die sich Ton für Ton in höchste Höhen schwingt und schlichte Poesie aufeinander. So heißt es beispielsweise auf dem elektronisch-experimentellen Opener „iMi“: „I like you / And that ain’t nothing new“. Oder auf „RABi“: „Well, it’s all just scared of dying.” Auch akustische Instrumente wie Gitarre, Trompete und Klavier werden in vertrauter Weise mit elektronischen Elementen vermischt. Um dieses Klangspektrum zu erschaffen, hat Vernon für dieses Album wieder zahlreiche FreundInnen und langjährige WegbegleiterInnen um sich geschart. Dazu gehören etwa Jenn Wasner von Wye Oak, James Blake, Aaron und Bryce Dessner von The National, Moses Sumney oder der R&B-Newcomer Velvet Negroni. Wie das Licht im Herbst Was allerdings diesmal deutlich hervorsticht, ist eine fast schon sakrale Grundstimmung. Diese wird dadurch erzeugt, dass hier die gewohnten Elemente teilweise unvermittelt nebeneinander stehengelassen werden. Vom experimentellen Opener über die eingängige Soul-Klavier-Ballade „U (Man Like)“, das verhaltene Gitarren-Bläser-Zusammenspiel in „Marion“ bis zum elektronischen Ambient in „Sh‘Diah“ scheinen die Klangwelten einander grundlegend zu widersprechen. Und halten sich so zusammen. Denn wie das Licht im Herbst, braucht auch die andächtige Atmosphäre, die Vernon transportieren will, Raum, um sich auszubreiten. So scheint er ganz bewusst Kontraste nebeneinander stehen zu lassen. Schafft klangliche Zwischen- und Leerräume. Auf diese Weise ist man herausgefordert, immer wieder von Neuem hinzuhören.


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Velvet Negroni live

Berlin: Badehaus 03.11.2019