Delta 5

Delta 5 Delta 5 sind vor allem für ihren funky Post-Punk-Song „Mind Your Own Business“ bekannt (Foto: Kill Rock Stars)

Delta 5 waren eine britische Post-Punk-Band, die trotz des Umstandes, dass sie lediglich zwischen 1979 und 1981 aktiv war, als einflussreich gilt. Die Gruppe bestand aus Julz Sale (Gesang, Gitarre), Alan Riggs (Gitarre, Gesang), Ros Allen (Bass, Gesang), Bethan Peters (Bass, Gesang) und Kelvin Knight (Schlagzeug, Percussion). Ihr einziges Studioalbum „See The Whirl“ ist 1981 über PRE Records (Gregory Isaacs, The Residents, Scars) erschienen. 

Mit ihren reduzierten, funky Post-Punk-Songs mit feministischem und antirassistischem Anspruch prägten Delta 5 viele Musiker*innen nachfolgender Generationen. So ist ihr Einfluss auf spätere Bands wie Shopping und Dirty Ghosts kaum zu überhören. Delta 5s Debütsingle „Mind Your Own Business“ wurde indes von Acts wie Chicks On Speed, Dum Dum Girls und R. Stevie Moore gecovert. Gegründet wurden Delta 5 1979 von Kunststudierenden, die sich im Dunstkreis von den ebenfalls aus Leeds stammenden Post-Punk-Pionieren Gang Of Four und The Mekons bewegten. Die Band unterschrieb bald einen Vertrag bei Rough Trade, wo sie 1979 „Mind Your Own Business“ veröffentlichten. In den folgenden Monaten entwickelten sie sich die Musiker*innen zu wichtigen Bestandteilen der Rock-Against-Racism-Bewegung gegen die zunehmenden rassistischen Übergriffe im Vereinigten Königreich, wodurch sie sich eine landesweite Fangemeinde sicherten. Nach einer erfolgreichen US-Tour Anfang der 80er veröffentlichte die Gruppe ihr Debütalbum. Die Platte gefiel weder Fans noch Journalist*innen, wobei insbesondere die als zu glatt empfundene Produktion kritisiert wurde. Delta 5 lösten sich in der Folge auf. 

Im Jahr 2006 veröffentlichte das mit der Riot-Grrrl-Bewegung assoziierte Kill-Rock-Stars-Label eine Compilation mit Singles, B-Seiten und Aufnahmesessions von Delta 5. Im September 2021 gab Rough Trade den Tod von Sängerin und Leadgitarristin Julz Sale bekannt.



Delta 5 im Programm von ByteFM:

Frank-A-Delic

(20.11.2014 / 14 Uhr)
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Frank Spilker präsentiert in seiner heutigen Sendung das neue Türen-Projekt Der Mann, Knarf Rellöms Umherschweifende Produzenten, Diskurs-Pop mit Jens Friebe, das Lo-Fi-Enfant-Terrible Ariel Pink, psychedelische Sounds von den Oracles und Post Punk in alt von Delta 5 und in neu von Messer.

No Wave zum Kopfnicken: „Best Behavior“ von Gustaf

(06.09.2021)
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No Wave zum Kopfnicken: „Best Behavior“ von Gustaf
Denn alle drei Songs bouncen aufgekratzt in einem Post-Punk-Sound mit stoischem Funk-Bass. Man denke etwa an ESG, Delta 5 oder Au Pairs. Unser heutiger Track des Tages ist insofern anders als die restlichen Stücke, als er im Studio entstanden ist.

Shopping – „The Official Body“ (Rezension)

(02.02.2018)
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Shopping – „The Official Body“ (Rezension)
“ In genau diesen Momenten wird der gute, alte tanzbare Post-Punk à la Gang of Four, Talking Heads, Delta 5 und Konsorten interessant: Wenn beim Tanzflächen-Gezappel der ein oder andere Textfetzen im Gehörgang hängen bleibt und nebenan im Hirn Denkprozesse über die herrschenden Umstände in der Welt anstößt.

Etwas stimmt nicht: Dreckig-düsterer Disco-Punk von Dirty Ghosts

(13.07.2020)
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Etwas stimmt nicht: Dreckig-düsterer Disco-Punk von Dirty Ghosts
Dirty Ghosts grooven mehr als andere Postpunk-Band und scheinen auch irgendwie offener und überraschender als ihre Schubladengenoss*innen. Die Band verbirgt ihre Einflüsse nicht. Zu den offensichtlicheren gehören da etwa Delta 5, Gang Of Four und Au-Pairs. Aber bei allem verinnerlichten Groove, bei aller Versiertheit in den feinsten Genre-Nuancen: Etwas stimmt nicht im Gefüge von „Strange Weather“.

Groove und Post-Punk: „Exhale“ von Loose Fit

(16.11.2021)
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Groove und Post-Punk: „Exhale“ von Loose Fit
Das wäre auch sehr schade, war ihre Debüt-EP doch eine sehr vielversprechende Post-Punk-Gedächtnis-Songsammlung. Musikalisch war das nahe an Au Pairs, Delta 5 oder Gang Of Four, klang frisch und machte Spaß. Doch das war nur der Anfang auf dem Weg zu einer eigenen musikalischen Stimme.

„Bugs“ vom New Yorker DIY-Trio Cumgirl8

(19.10.2021)
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„Bugs“ vom New Yorker DIY-Trio Cumgirl8
Ein simples Konzept mit viel Überbau also, aber am wichtigsten ist bei unserem Track des Tages die Musik. Und das ist heute fresher, discoider Punk à la Au Pairs, Raincoats, Bush Tetras oder Delta 5 in zeitgemäßem DIY-Sound. Die EP „RIPcumgirl8“ von Cumgirl8 erscheint am 21. Oktober 2021 auf dem Label Dero Arcade.

Album der Woche: Sleaford Mods - „Key Markets“

(20.07.2015)
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Sich im Kreis drehende, schwelende, bedrohliche Molltöne, die an Post-Punk-Bands wie The Slits und Delta 5 erinnern, machen die Arrangements aus. Dazu Williamsons Stimme, die manchmal richtig Flow hat, zum Beispiel im trockenen "The Blob", und sich an anderer Stelle in einem enormen Tempo in Rage spricht, so wie in "Giddy On The Ciggies".

Neue Platten: Deerhoof - "La Isla Bonita"

(05.11.2014)
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Seitdem sich die Mitglieder in so ziemlich alle geographischen Richtungen der Vereinigten Staaten verteilt haben, verlagerte sich das jeweilige Betätigungsfeld zunehmend in Richtung Produktion und (Re-)Mixing (u. a. für Asobi Seksu, Xiu Xiu, Delta 5, Parenthetical Girls und E.D. Sedgwick), was nun deutlich spürbar ist. Die Soundästhetik auf "La Isla Bonita" changiert zwischen schroff und irgendwie eingängig ("Black Pitch"), elegisch und nervös ("Paradise Girls"), kurz: zwischen Nerv- und Nerdmusik.

Verlangen nach Lo-Fi: „Venus Hour“ von Automatic

(23.04.2022)
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Verlangen nach Lo-Fi: „Venus Hour“ von Automatic
Denn noch immer erinnert der Automatic-Sound vornehmlich an Post-Punk- und No-Wave-Bands der späten 70er- und frühen 80er-Jahre. Damals verbanden Bands wie ESG, Au-Pairs oder Delta 5 in ihren minimalistischen Arrangements funky Grooves mit der Bilderstürmerei des Punk und der kühlen Nonchalance des New Wave.

„Days Spent“ von der Post-Punk-Band The Early Mornings

(25.05.2021)
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„Days Spent“ von der Post-Punk-Band The Early Mornings
Eine störrische Funkiness, die man im Zusammenhang mit Bands wie Devo oder Gang Of Four gerne als „eckig“ bezeichnet. Auch Bands wie Au Pairs oder Delta 5 sind Teil der klanglichen Folie, mit der The Early Mornings arbeiten. Doch auch Bands aus der nächsten Punk-Generation wie beispielsweise Sleater-Kinney könnten einen Einfluss auf die Engländer*innen gehabt haben.


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