Meat Puppets

Meat Puppets Meat Puppets starteten als Punk-Band, fanden aber schnell ihre eigenständige Form des Alternative-Rock (Foto: Joseph Cultice)

Meat Puppets sind eine einflussreiche US-amerikanische Rockband, die 1980 in Phoenix gegründet wurde und im Kern aus den Brüdern Curt (Gesang, Gitarre) und Cris Kirkwood (Bass, Gesang) sowie Derrick Bostrom (Schlagzeug) besteht. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum ist im Jahr 1982 über SST Records (Black Flag, Minutemen, Hüsker Dü) erschienen. 

Ursprünglich als Hardcore-Punk-Formation gegründet, kreierten Meat Puppets ab ihrem zweiten Album, dem Kritiker*innenliebling „II“ von 1984, ihre eigenständige Form des Alternative-Rock. Ihr wilder Mix aus unter anderem Punk, Country, Blues und Psych- und Folk-Rock beeinflusste eine Reihe an Musiker*innen, die später selbst erfolgreiche Bands wie Nirvana, Dinosaur Jr., Sebadoh und Pavement gründeten. Die Schulfreunde Curt Kirkwood und Derrick Bostrom hatten bereits Ende der 70er zusammen in einer Band gespielt, bevor sie 1980 zusammen mit Curts Bruder Cris Meat Puppets ins Leben riefen. Durch ihre im Folgejahr veröffentlichte Debüt-EP „In A Car“ wurde das einflussreiche Indie-Label SST Records auf sie aufmerksam, dem die Musiker lange verbunden blieben. Erst Anfang der 90er, nach sechs Alben, wechselte die Gruppe zum britischen Major-Label London Records. Eine Vergrößerung ihrer Anhängerschaft erlebten Meat Puppets durch ihren Gastauftritt bei Nirvanas MTV Unplugged, zu dem sie ihr langjähriger Fan Kurt Cobain eingeladen hatte. Dort performten die beiden Bands gemeinsam die beiden auf „II“ erschienenen Meat-Puppets-Stücke „Plateau“ und „Lake Of Fire“. 

Meat Puppets lösten sich in der Folge zweimal auf – einmal 1996 und dann wieder 2002 –, sind jedoch seit 2006 wieder aktiv. Ihr fünfzehntes Album „Dusty Notes“ ist im Jahr 2019 über Megaforce Records (Anthrax, Living Colour, Hank Williams III) erschienen und erhielt wohlwollende Kritiken.



Meat Puppets im Programm von ByteFM:

Raw Power

Hey Ho Let's Line Dance: Vorläufer, Blütezeit und Erbe des Cowpunk

(20.04.2022 / 19 Uhr)
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Raw Power - Hey Ho Let's Line Dance: Vorläufer, Blütezeit und Erbe des Cowpunk
Was hätte das Nashviller Country-Establishment wohl zu den Künstler*innen aus dieser Sendung zu sagen gehabt? Zu Bands wie Meat Puppets, die kein Geheimnis daraus machen, ihren kompletten zweiten Langspieler „II“ 1983 unter dem Einfluss einer Substanz namens 3,4-Methylendioxyamphetamin aufgenommen zu haben? // Dem blasphemischen Agent Provocateur Jello Biafra? Diese Frage muss vorerst unbeantwortet bleiben. Meat Puppets, X oder Jello Biafra interessiert sie ohnehin nicht. Nashville kann denen gestohlen bleiben. Country finden sie trotzdem gut und haben deshalb alle einen Beitrag geleistet zu einem Musikstil, der in den 80ern mal „Cowpunk“ genannt wurde. // Wer das sonst so getan hat, welche Vorkämpfer*innen entscheidende Pionierarbeit geleistet haben und wie es heute um den Cowpunk steht, lässt sich in dieser Ausgabe von Raw Power herausfinden. [Bild: Albumcover Meat Puppets – „II“ (SST Records)]

Was ist Musik

Harvey Mandel und die Rehabilitation des Gitarrensolos

(23.04.2017 / 19 Uhr)
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In der dortigen Punk-Variante konnten Gitarreros wie Robert Quine (Richard Hell & The Voidoids) oder Curt Kirkwood (Meat Puppets) ihre Virtuosität problemlos ausleben. In der Restauration der Neunzigerjahre erreichte das Jam-Band-Phänomen als eigener alternativer Lebensstil Massenkompatibilität und die meist von Jerry Garcia (Grateful Dead) zuerst erforschten Territorien wurden von Typen wie Trey Anastasio (Phish) und Derek Trucks besiedelt und urbar gemacht. // Nachdem er sich im Trio mit Jack Bruce und Ginger Baker als Cream durch die Entgrenzung und permanente Neudefinition des Genres Bluesrock hervorgetan hatte, sodass man erwarten durfte, dass er in Kürze für die weiße Rockmusik das werden würde, was Coltrane für den Jazz war, schwenkte er plötzlich und unerwartet um in eine unerträglich selbstmitleidige Weinerlichkeit. Fortsetzung in der taz, 7.4.2017 Starring: James Gang, Robert Quine, Television, Meat Puppets, Peter Perrett, Ty Segall…

Noch mehr neue Sendungen bei ByteFM: Raw Power & Hindustani Vinyl

(06.05.2022)
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Noch mehr neue Sendungen bei ByteFM: Raw Power & Hindustani Vinyl
Das fusioniert seit den 80ern Country und die Destruktivität des Punk miteinander – eindrucksvoll performt von Bands wie Meat Puppets, X oder auch Dead-Kennedys-Sänger Jello Biafra. Raw Power hört Ihr alle vier Wochen mittwochs von 19 bis 20 Uhr.

Gum Country - „Somewhere“ (Album der Woche)

(15.06.2020)
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Gum Country - „Somewhere“ (Album der Woche)
Hatte das Tape noch den Charme des unfertigen, hat das Album einen Druck – oder „Wumms”, wie Olaf Scholz sagen würde – der den Songs sehr gut bekommt. Psychedelischer Noise-Glam-Pop Die Band selbst nennt als Einflüsse Yo La Tengo, Meat Puppets, The Magnetic Fields und Stereolab. Wobei insbesondere letztere wohl eher spirituell Pate gestanden haben, als dass man ihren Einfluss direkt in der Musik hören könnte.

PJ Harvey - „Dry“ (Album der Woche)

(11.12.2017)
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PJ Harvey - „Dry“ (Album der Woche)
Oktober 1969 in Bridport geborene Musikerin traditionelles 70er-Jahre-Rock-Songwriting durch den wütenden Noise-Rock: Im schweren Blues des Eröffnungsstücks „Oh My Lover“ klingt Harvey wie ein Mischwesen aus Patti Smith und Jesus-Lizard-Frontmann David Yow, während der groovende Cow-Punk von „Oh Stella“ oder „Happy And Bleeding“ den Rockabilly-Punk von The Gun Club mit dem Alternative-Rock der Meat Puppets kombiniert. Und die verwinkelten Gitarren und implodierenden Dynamiken von „Water“ und „Hair“ erinnern an den frühen Post-Rock von Slint – eine Band, bei der sich Harvey einst als Sängerin bewarb.

Jever Kneipenkonzert mit Steve Gunn am 28. Januar im Hamburger Aalhaus

(07.01.2014)
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Musikalisch eingebettet in einen ehrlichen Sound ohne Schnickschnack, steht bei den neuen Tracks Steves Stimme mehr als je zuvor im Vordergrund. Folk und Blues seien hier genannt, auch die Meat Puppets scheinen hier und da als Einfluss durch. Vor allem aber ist Steve Gunns Musik eines: alt und neu zugleich, zeitlos eben.

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Nevermind The Covers mit Despina Borelidis

(08.08.2018 / 23 Uhr)
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Auch Nirvana waren dafür bekannt, vor allem bei Live-Auftritten zu covern, darunter Songs von David Bowie, Meat Puppets, The Vaselines, aber auch von New-Wave-Acts wie Devo oder Blues-Größen wie Leadbelly. Schon Nirvanas Debüt-Single war ein Cover und auch der erste Song, der je von ihnen im Radio gespielt wurde.

Pop Goes The Weasel

Von Cowpunk bis Alternative Country mit Klaus Hückstädt

(18.07.2009 / 15 Uhr)
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Pop Goes The Weasel - Von Cowpunk bis Alternative Country mit Klaus Hückstädt
Von Cowpunk bis Alternative Country - Countryrock von den Achzigern bis heute Der dritte und letzte Teil zur Entwicklungsgeschichte des Countryrock. Mit von der Partie sind diesmal u.a. die Long Ryders, die Meat Puppets, Lucinda Williams, Uncle Tupelo, Son Volt, Wilco, Whiskeytown, Blue Rodeo und The Gourds.

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(15.08.2018 / 17 Uhr)
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Auch Nirvana waren dafür bekannt, vor allem bei Live-Auftritten zu covern, darunter Songs von David Bowie, Meat Puppets, The Vaselines, aber auch von New-Wave-Acts wie Devo oder Blues-Größen wie Leadbelly. Schon Nirvanas Debüt-Single war ein Cover und auch der erste Song, der je von ihnen im Radio gespielt wurde.

Antikörper

SST Records Special

(30.04.2022 / 23 Uhr)
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Antikörper - SST Records Special
Freut Euch auf tolle Geschichten und auf 60 Minuten Musik von SST-Records-Bands und Künstler*innen wie Hüsker Dü, Angst, Sylvia Juncosa, Screaming Trees, Minutemen, Black Flag, Descendents, Bad Brains, Soundgarden, fIREHOSE, Dinosaur Jr., Sonic Youth, Saint Vitus, The Leaving Trains, Meat Puppets, Negativland oder SWA.

Rock The Casbah

Best Of 2021 (Favorite Songs I)

(10.01.2022 / 22 Uhr)
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In dieser Ausgabe geht es um Neues und Aktuelles von Jack White, Mick Jagger & Dave Grohl, Die Ärzte, Pom Pom Squad, Bring Me The Horizon, Korn, Papa Roach, Jaimie Faulkner, Kasabian, The Polvos!, Älteres von Nada Surf, The Creation (wg. des 25 Todestages des Gitarristen Kenny Picket), Meat Puppets (wg. des 63. Geburtstages des Sängers und Gitarristen Curt Kirkwood).


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