Sam Cooke

Sam Cooke Sam Cooke (Foto: RCA Victor Records, Public domain)

Sam Cooke (*22. Januar 1931 in Clarksdale, Mississippi – 11. Dezember 1964) war ein US-amerikanischer Soul-Musiker aus Chicago, der häufig als der Erfinder des Genres gehandelt wird. Das selbstbetitelte Debütalbum des gern als „King of Soul“ bezeichneten Musikers erschien 1958.

Cooke begann seine musikalische Karriere im Alter von sechs Jahren, als Teil von The Singing Children – einer Gruppe, die er zusammen mit seinen Geschwistern bildete. Erste mediale Aufmerksamkeit erlangte er in den frühen 1950er-Jahren als Mitglied der Gospel-Combo The Soul Stirrers, der eine Pionierrolle im Bereich des Soul zugeschrieben wird. Aufgrund seiner unverwechselbar rauen Gesangsstimme und seiner Mischung aus Gospel und weltlicher Musik konnte er sich bald als Solokünstler etablieren. Seinen ersten Nummer-1-Hit landete er 1957 mit dem heute als Soul-Klassiker geltenden „You Send Me“. Weitere Hits folgten bald, darunter„(What A) Wonderful World“ (1959), „Chain Gang“ (1960) und „Cupid“ (1961). Seine Songs wurden von zahlreichen berühmten Musiker*innen interpretiert, darunter Aretha Franklin und Marvin Gaye

In den 1960er-Jahren trat der bis dahin unpolitische Cooke als Anti-Rassismus-Aktivist in Erscheinung: Sein Song „A Change Is Gonna Come“ gilt heute als Klassiker der Bürgerrechtsbewegung. Er wurde im März 1964 als posthume Single veröffentlicht. Eine Woche zuvor war Sam Cooke im Alter von 33 Jahren erschossen worden. „A Change Is Gonna Come“ war anlässlich des 55. Jubiläums des dazugehörigen Albums „Ain’t That Good News“ im Juni 2020 ByteFM Track des Tages.



Sam Cooke im Programm von ByteFM:

Sam Cooke starb vor 50 Jahren

Von Luise Vörkel
(11.12.2014)
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Sam Cooke Sam Cooke war bereits ein Star in Gospelkreisen, als er beschloss, sich an weltlicher Musik zu versuchen. Am 22. Januar 1931 als Sohn eines Pfarrers geboren zeigte Cooke schon als Kind sein Talent im Kirchenchor. Mit 17 schloss er sich der Gruppe The Soul Stirrers an, kurz darauf landeten sie einen Hit mit "Jesus Gave Me Water". 1957 dann wagte Sam Cooke einen Schritt in Richtung Pop, was unter den religiösen Fans von The Soul Stirrers und ehemaligen Weggefährten für Empörung sorgte. Mit seinen ersten Singles vereinigte Cooke Gospel, R'n'B und Pop und schuf so die Musikrichtung, die als Soul bekannt wurde. Seine erste Single "You Send Me" verbrachte sechs Wochen an der Spitze der amerikanischen R'n'B-Charts und landete auch in den dortigen Pop-Charts auf Platz 1. Weitere Höhepunkte von Cookes schaffen sind Songs wie "Only Sixteen" und die viele Male gecoverten Stücke "I'll Come Running Back To You" und "Wonderful World". Größen wie Aretha Franklin, Marvin Gaye und der Cooke-Protegé Bobby Womack konnten Erfolge mit seinen Kompositionen feiern. Sam Cooker war einer der ersten Musiker, der seine Lieder selbst schrieb und sich um die eigenen Rechte und den Vertrieb seiner Musik kümmerte. Er starb bedauerlicherweise viel zu früh und die Umstände seines Todes wurden nie umfangreich aufgeklärt. Am 11. Dezember 1964 wurde Sam Cooke in einem Motel in Los Angeles von der Geschäftsführerin der Unterkunft erschossen. Sie gab an, dass er sie in ihrem Büro angegriffen hätte. Nach seinem Tod erschienen noch viele Stücke von Sam Cooke, darunter der Protestsong "A Change Is Gonna Come". Im Jahr 1986 wurde der Musiker posthum in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Zum 90. Geburtstag von Sam Cooke: „Chain Gang“

Von ByteFM Redaktion
(22.01.2021)
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Zum 90. Geburtstag von Sam Cooke: „Chain Gang“
Sam Cooke „Chain Gang“ war einer von vielen Hits für den US-amerikanischen Soul-Künstler Sam Cooke, der heute vor 90 Jahren geboren wurde. Der Sänger, Musiker und Labelbetreiber wurde am 22. Januar 1931 als Samuel Cook geboren. Damals noch ohne das "e" im Nachnamen. Seine Familie war zwar musikalisch, aber nicht besonders weltlich. Und so wurde der Sänger zunächst ein kleiner Star der Gospel-Szene. Um jedoch mehr Menschen erreichen und bewegen zu können, kehrte er der kirchlichen Musik den Rücken. Diese Entscheidung ebnete den Pfad seiner Karriere, die ihn zum wichtigsten afroamerikanischen Künstler seiner Zeit machte. Sam Cooke wurde durch seine lange Reihe an Hits nicht nur zu einem begehrten Prominenten. Sondern nutzte diese Rolle auch im Kampf für Bürgerrechte. Er vermochte auch in einer segregierten Gesellschaft ein ganz großes Publikum anzusprechen. Und zwar ohne dabei Kompromisse einzugehen. So trat er trotz Bombendrohungen des Ku-Klux-Klans im Fernsehen auf. Und weigerte sich, vor einem segregierten Publikum aufzutreten. Cooke hatte auch die Vision, ein Label zu gründen. Wo afroamerikanische Acts gefördert und fair bezahlt wurden. Und nicht um ihre Urheberrechte betrogen, wie es so oft in der Musikgeschichte geschehen ist. So entstand 1961 SAR Records. Als Sänger und Unternehmer wurde Sam Cooke neben Malcolm X und Muhammad Ali eine der prominentesten afroamerikanischen Stimmen seiner Zeit. Und soll sogar unter geheimdienstlicher Beobachtung gestanden haben. 1964 wurde Sam Cooke in einem zwielichtigen Motel erschossen. Bis heute sind die Todesumstände ungeklärt und immer wieder Gegenstand von Nachforschungen und Spekulationen. Der US-amerikanische R&B- und Soul-Sänger Sam Cooke wurde am 22. Januar 1931 als Samuel Cook in Clarksdale, Mississippi geboren und starb am 11. Dezember 1964. Heute wäre sein 90. Geburtstag. Aus diesem Anlass ist Sam Cookes Song „Chain Gang“ heute unser Track des Tages. Hört ihn Euch hier an:

Zum 80. Geburtstag von Sam Cooke

Von ByteFM Redaktion
(22.01.2011)
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Vor achtzig Jahren wurde Sam Cooke in Clarksdale, Mississippi geboren. Als einer der wichtigsten Soul-Künstler der Musikgeschichte gehörte er zu den ersten schwarzen Musikern, die nicht nur ihre Songs selbst schrieben und sangen, sondern auch ihre eigene Plattenfirma, einen eigenen Musikverlag und eine eigene Managementfirma gründeten. Sam Cooke war schon früh von der Populärmusik seiner Zeit beeindruckt. Mit der Gospelband The Soul Stirrers stieg er ins Musikgeschäft ein und erlangte schnell Aufmerksamkeit der religiös geprägten Bevölkerung. Doch Cooke wollte mit seiner Musik mehr erreichen. Sein Ziel war es, in die moderne R&B-Szene; der 50er einzusteigen und dadurch die Massen jenseits von Schwarz und Weiß für sich zu begeistern. Seine Entscheidung, auch nicht-religiöse Musi aufzunehmen, barg das Risiko, dass sich sein bisheriges Publikum von ihm abwenden würde, doch Cooke wagte 1956 erstmals diesen Schritt. // Im ByteFM Container am Samstag feiert Götz Bühler anlässlich des 80. Geburtstags von Sam Cooke den „vielleicht besten Soulsänger aller Zeiten“. Die besten Musikstücke des R&B-K;ünstlers sind am 22.01.2011 ab 14 Uhr zu hören – natürlich bei ByteFM.

Sam Cooke – „A Change Is Gonna Come“

Von ByteFM Redaktion
(01.03.2019)
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Sam Cooke – „A Change Is Gonna Come“
Sam Cooke (Foto: RCA Victor Records, Public domain) // Als Sam Cooke 1963 Bob Dylans „Blowing In The Wind“ hörte, war er begeistert und beschämt zugleich. Wie konnte ein weißer Folk-Barde einen so empathischen, bewegenden Song über die Civil-Rights-Bewegung schreiben, fragte sich der Cooke. Und wieso habe er selbst, ein schwarzer Soul-Künstler, der sein Leben lang mit Rassismus konfrontiert war, nicht auch so einen Song schreiben können? Diese Fragen bewegten Cooke ein Jahr später zu „A Change Is Gonna Come“. Eine Bürgerrechtshymne, chartstauglich eingepackt in warme Orchester-Arrangements. Cooke, Zeit seines Lebens ein eher unpolitischer Sänger, sprach hier zum ersten Mal konfrontativ die Ungerechtigkeiten in seinem Heimatland an. Doch der Song ist nicht nur ein Protest, er ist vor allem hoffnungsvoll. Cooke singt das „Oh yes it will“ in seinem Refrain mit solch einer Überzeugung, dass man ihm einfach zustimmen muss. Sam Cooke wurde im Dezember 1964 erschossen. Bevor „A Change Is Gonna Come“ eine Woche nach Cookes Tod als posthume Single veröffentlicht wurde, erschien es im März 1964 auf seinem dreizehnten und letzten Album „Ain‘t That Good News“ – das heute vor 55 Jahren veröffentlicht wurde. „A Change Is Gonna Come“ ist unser Track des Tages, hört ihn Euch hier an:

Container

Sam Cooke

(22.01.2011 / 14:00 Uhr)
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Sam Cooke zum Achtzigsten Lodernde Leidenschaften, süße Sinnlichkeiten, eine himmlische Stimme und ein höllisches Lebensende: Sam Cooke, der vielleicht beste Soulsänger aller Zeiten, wäre heute 80 geworden. Deshalb feiert ihn Götz Bühler in diesem Container eine Stunde lang mit seinen wahrscheinlich besten Musik-stücken – von den ersten Aufnahmen über rare Demos und Studio-Outtakes bis zu seinen größten Hits.

Hommage an eine Soul-Legende: „The Last Words Of Sam Cooke“ von Barry Adamson

Von ByteFM Redaktion
(20.03.2024)
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Hommage an eine Soul-Legende: „The Last Words Of Sam Cooke“ von Barry Adamson
Barry Adamson verneigt sich auf seiner neuen Single vor Sam Cooke (Foto: Jone Reed) Mit der Single „The Last Words Of Sam Cooke“ hat Barry Adamson ein neues Album angekündigt. Unter dem Namen „Cut To Black“ erscheint die LP im Mai 2024 als Nachfolgerin des 2016er Albums „Know Where To Run“. Als Mitte der 70er der Sturm des Punk durch Großbritannien fegte, lernte Adamson Bass, um bei der Manchester-New-Wave-Band Magazine einzusteigen. Kurzzeitig half er auch bei den Buzzcocks aus und in den 80ern kurzzeitig bei The Birthday Party. Als Bandleader Nick Cave nach deren Auflösung The Bad Seeds gründete, blieb Adamson dort drei Jahre lang mit an Bord. Längst kein reiner Bassist mehr, spielte er nicht nur diverse Instrumente, sondern brachte sich auch als Songwriter mit ein. Schon seine erste Solo-EP „The Man With The Golden Arm“ zeigte dann Adamsons persönliche Handschrift – eher die eines Komponisten als die eines Songwriters. Oft bedienen sich Adamsons häufig instrumentale Kompositionen der Ästhetik von 60er-Jahre-Filmmusik. Manchmal klingen die Alben wie Soundtracks, manchmal sind sie tatsächlich welche (etwa für Derek Jarman oder David Lynch). Allerdings gehört die neue LP voraussichtlich nicht in diese Tradition. Denn über diese sagt der Künstler: „Es ist kein Gospel, kein Soul, kein Blues und kein Rock 'n' Roll.“ Vielmehr sei sie alles davon, und zwar aus gutem Grund, verkündet der Künstler etwas mysteriös. All diese Musik verkörperte auch Sam Cooke, der 1964 unter ungeklärten Umständen in einem Motel erschossen wurde. Inspiriert von Cookes Musik und seinen letzten Worten „Lady, you shot me!“ blickt Adamson in seiner neuen Single auf die letzten Stunden des Sängers. Das Album „Cut To Black“ von Barry Adamson erscheint am 17. Mai 2024 auf dem Label Barry Adamson Incorporated. Im Juni kommt der Künstler außerdem für drei Konzerte nach Deutschland, für die wir hier Gästelistenplätze verlosen. Die neue Single „The Last Words Of Sam Cooke“ ist unser Track des Tages. Hört und seht sie Euch hier an:

Was ist Musik

King – wo sind deine Leute heute?

(30.03.2008 / 20:00 Uhr)
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Weniger offen dagegen die historischen Vorbilder für Obamas Kampagne und für seine Schlüsselwörter. Obama spielt zwar an auf den großen MLK, aber er vermeidet den Eindruck, dass er der neue MLK werden könnte, das wäre zu schwarz. Vom radikaleren Malcolm X brauchen wir hier gar nicht erst zu reden. Die Rhetorik des Wandels, des Change, sie wäre auch nicht viel mehr als eine leere Floskel, gäbe es da nicht dieses Lied. Es heißt „A change is gonna come“ und ist tief eingegraben im amerikanischen Gedächtnis, also vor allem im afroamerikanischen Gedächtnis. Es wird einen Wechsel geben, A change is gonna come, das haben viele versprochen, Aretha Franklin wie Solomon Burke wie Otis Redding…aber keiner so feierlich und so überzeugend wie der Autor des Songs, Sam Cooke. Sam Cooke A change is gonna come // Sam Cooke, auch einer, dem man das Messer in den Rücken gerammt hat…allerdings bei einer Kneipenschlägerei. Wird Barack Obama der erste nichtweisse Präsident der USA??? Ist er schwarz, ist er weiss? Obamas Kandidatur oszilliert zwischen zwei Fragen, zwei Fragen, die Songs geworden sind. Vor ein paar Wochen habe ich hier eine Sendung gemacht unter dem Titel „Is it beacause I´m black?“

Bobby Womack in sechs Songs

Von ByteFM Redaktion
(27.06.2019)
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Bobby Womack in sechs Songs
R&B und Soul verloren einen ihrer Väter, als Bobby Womack vor fünf Jahren starb. Der am 4. März 1944 geborene Sänger, Songschreiber und unterschätzte Gitarrist beeinflusste Künstler wie Jimi Hendrix und schrieb Hits für Soul-Stars wie Wilson Pickett und Joe Tex. Sein typisches minimalistisches Gitarrenspiel hört man auf Aufnahmen von Aretha Franklin, Janis Joplin und Alex Chiltons Box Tops; seinen Gesang bei Stevie Wonder und zuletzt bei Gorillaz. Wenn jemand „Soul-Stimme“ sagt, ist das meist eine Reklame-Worthülse, doch für Bobby Womack hätte der Begriff erfunden worden müssen. Wie auch für Sam Cooke, seinen größten Förderer, dem und dessen Familie Womack eng, aber auf ungewöhnliche Weise verbunden war. Am 27. Juni 2014 starb Womack im Alter von 70 Jahren zu Hause im kalifornischen Tarzana. Wir blicken zurück auf ein Leben, das von abrupten Brüchen, privatem Verlust und musikalischem Erfolg geprägt war. // Als Spross einer Baptistenfamilie wurde Womack streng religiös erzogen. Der Vater ermutigte seine Söhne, Musik zu machen und förderte Womack und seine Brüder in dieser Hinsicht, bis er spitz bekam, dass seine Jungs nicht nur Gospel, sondern auch weltliche Musik spielten. Nach dem Rauswurf der Gebrüder Womack aus dem Elternhaus war es der angesagteste R&B-Star, der sie nach Los Angeles holte und auf seinem SAR-Label veröffentlichte. Sam Cooke ermutigte die Band, sich in eine R&B-Richtung zu orientieren und sich von The Womack Brothers in The Valentinos umzubenennen. Ihre erste Single „Looking For A Love“ von 1962 war ein Mini-Hit. // Heute würde man hinter der Aufnahme keine Soul-Legende vermuten; die Produktion würde zwischen den Low-Budget-Raritäten einer Northern-Soul-Party nicht als zu professionell hervorstechen. Zum Zwecke der Professionalisierung nahm Sam Cooke die Band ins Bootcamp, aus dem diese als ultra-tighte Einheit zurückkehrte. Die zweite Single wurde 1964 wurde ein Riesenhit. Allerdings für die Rolling Stones, die den Song gegen anfängliche Widerstände Bobby Womacks coverten. Die Briten hatten „It's All Over Now“ im Radio gehört und waren derart begeistert, dass sie ihn keine zwei Wochen später selbst aufnahmen. Cooke musste Bobby Womack zur Freigabe der Komposition überreden. Nach der ersten Gewinnausschüttung wäre Womack bereit gewesen, Mick Jagger jeden seiner Songs covern zu lassen. // Als Sam Cooke im Dezember 1964 überraschend und unter bis heute ungeklärten Umständen erschossen wurde, erschütterte das die Popwelt und The Valentinos standen plötzlich ohne ihren Mentor da. Dass Bobby Womack nur drei Monate nach dessen Beerdigung Cookes Witwe Barbara heiratete, kam einem Karriere-Selbstmord gleich: Die R&B-Szene verachtete Womack als opportunistischen Emporkömmling, Fans wollten nichts mehr von ihm wissen und sein neuer Schwager verprügelte ihn. Die geplante Solo-Karriere wurde zugunsten weniger sichtbarer Aktivitäten auf Eis gelegt: Bobby Womack komponierte Top-Ten-Hits für Wilson Pickett (darunter „I'm A Midnight Mover“), spielte Gitarre für Ray Charles und ist auf Aretha Franklins Top-Ten-Album „Lady Soul“ zu hören. Erst 1968 war die Marke Bobby Womack soweit rehabilitiert, dass der Künstler auch unter eigenem Namen einen Hit landen konnte: „What Is This“ schaffte es in die US-amerikanischen R&B-Top-40. Erfolgreicher waren seine Interpretationen des Jazz-Standards „Fly Me To The Moon“ und des Westcoast-Pop-Songs „California Dreaming“ im selben Jahr, aber ein neuer Anfang war gemacht.

Weichspüler

Ab in den Süden: Soul, Blues und Django

(26.01.2013 / 14:00 Uhr)
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Wir schreiben das Jahr 1931: In einem Nest im US-Bundesstaat Mississippi wird ein gewisser Samuel Cook in die kinderreiche Familie eines Baptistenpredigers hineingeboren. Dieses Ereignis jährt sich am 22. Januar dieses Jahres nun zum 82. Mal und es wäre wahrscheinlich nicht so wichtig, wenn Samuel Cook immer Samuel Cook geblieben wäre. Statt dessen hat er seinen Vornamen verkürzt, seinen Nachnamen verlängert und als Sam Cooke den damals noch jungen Soul ganz wesentlich mitmodelliert. Neben der Nachfeier des Geburtstages von Sam Cooke soll es in der kommenden Sendung noch einen Schritt weiter zurückgehen – zurück zu den Wurzeln des Soul, im speziellen zur Blues-Wurzel des Soul. Gus Cannon – ebenfalls gebürtig aus Mississippi – war im Süden der USA vor rund hundert Jahren für seinen Folk-Blues bekannt. Mit dabei: Sein Banjo und eine Reihe selbstgebastelte Instrumente.

Was ist Musik

Wir spielen immer nur dasselbe II. – Summertime

(21.12.2020 / 20:00 Uhr)
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"They woodshedded for months before recording Green's solo debut, Green Is Blues. Released in 1969, when Green was twenty-three, the album is, in all ways, a statement of emergence. Its title alone highlights Green’s decision to drop the last “e” from his surname (where Sam Cooke had added one to his)—a move designed to diferentiate his past self, that “poor farm boy from Arkansas,” from his new image as “a star. A man on his way to somewhere.” 20 The songs were chosen to emphasize what the liner notes described as Green’s diference from “the usual ‘belt it out full blast technique’ of today.”21 But these recordings, most of them covers, performed both the self-declarative as well as the more subversive function of other covers I have discussed. // 23 Green’s versatile style conveys multiple personas—he is by turns mournful, sexy, protective, even maternal, insofar as he (like Sly Stone in “Que Sera, Sera”) surrogates the mother who sings the song in Porgy and Bess. Other black male artists who had charted with “Summertime”—the doo-wop group The Marcels (1961), Billy Stewart (1966)—had recast the lullaby as a love song. One exception to this rule was Green’s idol, Sam Cooke, who recorded the song in 1957 with guitar, drums, and ethereal backing vocals by women singers. Green followed Cooke’s afective template, but he sang the song in a much higher register. By enfolding into his own performance the higher voices that hovered above Cooke, Green was restoring some of the range Cooke had ironed out of his own recordings when crossing over from gospel to pop.”

Zum 50. Todestag von Otis Redding

Von ByteFM Redaktion
(10.12.2017)
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Zum 50. Todestag von Otis Redding
Otis Ray Redding Jr. wurde am 9. September 1941 im 4.500-Seelen-Städtchen Dawson, Georgia, geboren. Inspiriert vom flamboyanten Rock 'n' Roll Little Richards und dem aufrüttelnden Soul von Sam Cooke begann er seine Gesangskarriere schon im zarten Alter von 15 Jahren. Nach zahlreichen Auftritten mit diversen Gospel-Chören nahm er 1958 an der im Bundesstaat renommierten Talentshow „The Teenage Party“ teil – und gewann diese 15 Mal in Folge. Bei einem seiner Siege war der Soul-Gitarrist Johnny Jenkins im Publikum, der ihn daraufhin in seine Band aufnahm. In dieser Kombo konnte Reddings unpolierte, hochemotionale Stimme zum ersten Mal in voller Kraft erstrahlen – und auf nationaler Ebene Aufmerksamkeit gewinnen. // 1967 nahm er einen weiteren wegweisenden Song auf: „(Sittin' On) The Dock Of The Bay“, das Lied, in dem Redding die Langsamkeit neu entdeckte. Die rohe Energie von „Try A Little Tenderness“ war etwas anderem gewichen, einer kontemplativen Ruhe. Das Instrumental erinnerte mehr an Paul McCartneys Barock-Pop als an James Brown, mehr an Brian Wilson als an Sam Cooke. Es war gleichermaßen Working-Class-Lied und Kunst-Musik, die möglicherweise größte Leistung Otis Reddings. Zu diesem Zeitpunkt war er erst 26 Jahre alt, und man kann sich leider nur ausmalen, was für großartige Musik auf „(Sittin' On) The Dock Of The Bay“ hätte folgen können. Denn Otis Redding stieg drei Tage nach der Aufnahme seines Meisterwerks in seine Beechcraft H18, und kam nicht mehr lebend auf den Boden zurück.

Verstärker

Veränderung

(11.01.2017 / 20:00 Uhr)
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(Sam Cooke) // Ein echtes Hitfestival ist diese erste Ausgabe des Jahres ohnehin, sie geizt nicht mit den ganz großen Namen: Sam Cooke, TLC, Michael Jackson, George Michael, Missy Elliott.

Zum 70. Geburtstag von Bobby Womack

Von ByteFM Redaktion
(04.03.2014)
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Sam Cooke entdeckte The Womack Brothers bei einer ihrer Reisen und förderte sie fortan. Diese Verbindung führte 1965 zum Bruch zwischen dem Vater und den Brüdern. Denn für Cookes Label SAR Records sollten sie keine religiösen Lieder, sondern Popsongs aufnehmen. Die Jungs benannten sich in The Valentinos um und zogen nach Los Angeles. "Looking for a Love" war ihr erster Hit, geschrieben hat ihn Bobby Womack. Ein weiterer Song aus seiner Feder, "It's All Over Now", verhalf den Rolling Stones kurze Zeit später zu ihrer ersten Nummer 1. Die Ermordung von Sam Cooke im Dezember 1964 stellte einen starken Einschnitt und Wendepunkt in Bobby Womacks Leben dar. The Valentinos lösten sich auf und er sorgte für einen Skandal, als er nur wenige Monate nach Cookes Tod dessen Witwe Barbara Campbell heiratete.

„What The World Needs Now Is Love“: zum 50. Todestag von Mahalia Jackson

Von ByteFM Redaktion
(27.01.2022)
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„What The World Needs Now Is Love“: zum 50. Todestag von Mahalia Jackson
„What The World Needs Now Is Love“ ist unser Track des Tages zum 50. Todestag der Gospel-Sängerin Mahalia Jackson. Als „Königin des Gospel“ ist die US-amerikanische Künstlerin sogar bezeichnet worden. Und auch wenn eine solch erhebende Bezeichnung vermutlich ihrer religiösen Prägung zuwider war, lässt sich ihr musikalischer Einfluss nicht abstreiten. Und von den Sänger*innen des Gospel-Genres war sie wahrscheinlich tatsächlich die wichtigste. Sinnbildliche Krönung hin oder her. Mit ihrem autodidaktisch erlernten Gesang beeinflusste sie Sänger*innen weit über den Bereich der geistlichen Musik hinaus. Auf ihrem Stil bauten mit Aretha Franklin, Sam Cooke oder Ray Charles einige der wichtigsten Soul-Stimmen auf. Dabei hatte Jackson selbst nie eine formale musikalische Ausbildung erhalten. Ihr Gesang kam – wie die meisten ihrer Songs – aus der Kirche. In einer baptistischen Gemeinde aufgewachsen, bildete sich Jacksons musikalisches Talent im Gottesdienst und kirchlichen Musical-Produktionen aus. Dementsprechend konnte sie ausdrucksstark und beseelt singen wie niemand sonst auf der Welt. Noten zu lesen lernte sie in ihren 60 Lebensjahren hingegen nicht. Und zu ihrem Gesang befragt, sagte sie Sachen wie: „Ich singe mal neben dem Beat, mal auf dem Beat, so wie Gott mir das eingibt.“ Im Gegensatz zu Sam Cooke, der auch aus einem Gospel-Hintergrund kam, schlug Mahalia Jackson alle noch so lukrativen Angebote aus, weltliche Songs aufzunehmen. Wobei unser Track des Tages nun auch nicht aus der Kirche kommt, sondern aus der Feder von Burt Bacharach und Hal David. Aber Gott kommt im Text dieses vor dem Hintergrund des Vietnamkriegs komponierten Aufrufs zur Liebe zumindest vor.

Politische Soulmusik: Leon Bridges mit „Sweeter“

Von ByteFM Redaktion
(18.06.2020)
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Politische Soulmusik: Leon Bridges mit „Sweeter“
Todd Michael „Leon“ Bridges inszeniert sich auf Bildern gerne wie ein klassischer Soul-Sänger im Stile von zum Beispiel Sam Cooke. Auch Cooke war es wichtig, der Bürgerrechtsbewegung eine musikalische Plattform zu verschaffen. Durch politische Soulmusik wie in seinem Stück „A Change Is Gonna Come“. Aus Leon Bridges' Lied spricht eine Enttäuschung darüber, dass diese Veränderung nur eine scheinbare gewesen ist und er noch immer um sein Leben fürchten muss, nur weil er Afroamerikaner ist. Das mit Terrace Martin gemeinsam aufgenommene Stück sollte eigentlich später in diesem Jahr erscheinen. Nach der Ermordung des Afroamerikaners George Floyd wollten sie nicht mehr warten. Martin hatte bereits Anfang Juni 2020 in „Pig Feet“ die Ermordung von Afroamerikaner*innen durch Polizist*innen thematisiert.

ByteFM Magazin

Digable Planets, Brenda Lee und Sam Cooke

(11.12.2019 / 19:00 Uhr)
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Rock’n’Roll Legende Brenda Lee aus Nashville wird heute 75 Jahre alt.

ByteFM Magazin

Sam Cooke & Brenda Lee

(11.12.2019 / 10:00 Uhr)
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Es ist nicht zu verleugnen, die Weihnachtszeit und damit auch die Weihnachtsliedzeit ist da. Ein Klassiker der auf fast keinem Sampler fehlt ist "Rockin' Around the Christmas Tree“ in der Version von Brenda Lee. Die Rock’n’Roll Legende aus Nashville wird heute 75 Jahre alt.

„Hard To Handle“: Zum 80. Geburtstag von Otis Redding

Von ByteFM Redaktion
(09.09.2021)
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„Hard To Handle“: Zum 80. Geburtstag von Otis Redding
Unser Track des Tages „Hard To Handle“ war ein posthumer Hit für Otis Redding, der heute vor 80 Jahren geboren wurde. Als der Soul-Sänger 1967 starb, war er ein großer Star, auch im Mainstream. Der mehr Platten verkaufte als Frank Sinatra und Dean Martin zusammen. Er hatte das Jahr mit seiner größten Hit-Single zu Lebzeiten begonnen: „Try A Little Tenderness“. Auch sein Duett-Album „King & Queen“ mit Carla Thomas schaffte es in die Top 40. Er gehörte wie Sam Cooke zu einer neuen Generation afroamerikanischer Musiker*innen, die auch erfolgreiche Unternehmer*innen waren. Wie Cooke starb auch Otis Redding viel zu jung und auf dem Höhepunkt seines Erfolgs. Ende 1967 bestieg er bei schlechtem Wetter ein Flugzeug, dessen Absturz nur Ben Cauley überlebte, der Trompeter der Bar-Kays, Reddings Backing-Band.

Standard

Interpretationssache

(04.02.2017 / 14:00 Uhr)
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Zu hören gibt es Musik mit Bobby Womak, Sam Cooke, Ben Webster, Marvin Gaye, Bill Evans, Jim Hall, Joe Cocker, Nina Simone, Diana Ross, Ray Charles, Lester Young, Charles Brown, Rune Gustafsson und Arne Demnérus.

10 bis 11

Friday Morning

(22.01.2021 / 10:00 Uhr)
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Heute in der Sendung: Musik von Daniel Johnston und Sam Cooke. Beide sind am 22. Januar geboren. Ihre Musikerkarrieren aber könnten kaum unterschiedlicher verlaufen sein. Der eine legendär in Sachen DIY und Lo-Fi-Songwriting, psychisch labil und aufgrund seiner Krankheit unfähig, eine wirkliche Karriere als Musiker aufzubauen. Der andere ist schon mit Mitte Zwanzig einer der größten Soulsänger überhaupt und wird mit Anfang Dreißig jäh aus dem Leben gerissen.

Standard

Weiterverarbeitung

(06.02.2016 / 14:00 Uhr)
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U.a. gibt es noch Musik mit Bobby Timmons, Sam Cooke, Nancy Wilson und Lee Morgan.

„Give me my propers“ – zum Tod von Aretha Franklin

Von ByteFM Redaktion
(16.08.2018)
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„Give me my propers“ – zum Tod von Aretha Franklin
1956 war das Jahr, in dem ihr Gospel-Idol Sam Cooke plötzlich anfing, mit säkularer Soul-Musik in die Pop-Charts einzuziehen. Franklin überredete ihren Vater, es ihm nachzutun. Drei Jahre verweilte „Today I Sing The Blues“, ihre erste Single für Columbia Records, in den Top-Ten der Hot-Rhythm-&-Blues-Charts. 1961 folgte ihr erstes pures R&B-Album „Aretha: With The Ray Bryant Combo“, zusammengestellt aus zwölf Jazz- und Pop-Standards.

ByteFM Mixtape

taz Popblog

(17.06.2008 / 17:00 Uhr)
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Auf dem Streifzug durch die 50er sagen wir von Rock'n'Roll über Doo-Wop zum Folk-Revival, Skiffle, Country und sogar (ein klein wenig) Jazz den dominierenden Stilrichtungen des Jahrzehnts hallo und spielen Songs unter anderem von Hank Williams, Johnny Cash, Elvis, den Isley Brothers, dem King Of Skiffle, Sam Cooke, Ike Turner und Screamin Jay Hawkins.

ByteFM Magazin

Der Wochenrückblick

(24.01.2016 / 15:00 Uhr)
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Der Rückblick auf die vergangene Woche wirft nicht nur einen Blick auf unser Album der Woche "Adore Life" der britischen Post-Punk Band Savages, es gilt einige Musikergeburtstage zu zelebrieren. So z.B. mit Musik des Soulsängers Sam Cooke, der 85 Jahre alt geworden wäre. Außerdem präsentieren wir Euch spannende Konzertempfehlungen dieser Tage und die interessantesten Nachrichten aus der Musikbranche dieser Woche.

ByteFM zur Nacht

Turner Cody Exklusiv-Mix

(12.10.2009 / 00:00 Uhr)
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ByteFM zur Nacht - Turner Cody Exklusiv-Mix
Als Vorgeschmack auf seine Tour hat er für uns einen tollen Mix zusammengestellt, den ihr heute Nacht hören könnt! Alte Platten von Nina Simone, Sam Cooke, The Velvet Underground u.v.m. Herzlichen Dank dafür an dieser Stelle und hier noch alle Tourdaten von Turner Cody:

Turner Cody auf großer Deutschlandtour

Von ByteFM Redaktion
(11.10.2009)
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Als Vorgeschmack auf seine Tour hat er für uns einen tollen Mix zusammengestellt, den Ihr heute Nacht hören könnt! Alte Platten von Nina Simone, Sam Cooke, The Velvet Underground u.v.m. Herzlichen Dank dafür. Und hier noch alle Tourdaten von Turner Cody:

ByteFM Magazin

am Morgen mit Norman Müller

(22.01.2016 / 10:00 Uhr)
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Im Magazin am Morgen geht es heute unter anderem um das angekündigte Karriereende von Mos Def alias Yasiin Bey, der aus seiner Wahlheimat Südafrika ausgewiesen wurde. Iggy Pop hingegen denkt nicht ans Aufhören, sondern hat sich gerade musikalisch zurückgemeldet mit einem Vorgeschmack auf sein neues Album „Post Pop Depression“, das er mit Josh Homme zusammen aufgenommen hat. Außerdem gibt es Musik von Soulsänger Sam Cooke, der heute 85 Jahre alt geworden wäre, sowie vom aktuellen Album der Woche „Adore Life“ von der Post-Punk-Band Savages.

Jimi Hendrix wäre 75 geworden

Von ByteFM Redaktion
(26.11.2017)
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Jimi Hendrix wäre 75 geworden
Nachdem er 1962 als Fallschirmjäger seinen Wehrdienst abgeleistet hatte, zog er in den Bundesstaat Tennessee, wo seine musikalische Karriere Fahrt aufnahm: Als Session-Musiker in der aufkommenden Rhythm-and-Blues-Szene von Nashville arbeitete Hendrix unter anderem für Sam Cooke sowie Ike und Tina Turner. In den Clubs der Stadt war es für Show-Gitarristen Gang und Gebe, ihr Instrument mit den Zähnen zu spielen – eine Technik, die später zu Hendrix' Markenzeichen werden sollte. Wie er selbst sagte: „Wenn man dort nicht so spielte, wurde man erschossen. Die Bühnen waren immer mit Zahnsplittern übersät.“

Rock-Ola

Rocktagebuch Januar

(25.01.2021 / 11:00 Uhr)
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Rock-Ola gratuliert bzw. erinnert an: Joan Baez, Gerry Rafferty, Phil Spector, Richie Havens, Alex Chilton, Sam Cooke und David Ruffin.

Anohni And The Johnsons – „My Back Was A Bridge For You To Cross“ (Rezension)

Von Marius Magaard
(07.07.2023)
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Anohni And The Johnsons – „My Back Was A Bridge For You To Cross“ (Rezension)
Und sie ist nicht das einzige Idol, dem auf diesem Album Tribut gezollt wird. „Sliver Of Ice“ ist eine Verbeugung vor Anohnis Mentor Lou Reed: Kurz vor dessen Tod erzählte er ihr von der puren Ekstase, die ein vom Krankenpfleger auf seiner Zunge platzierter Eiswürfel bei ihm auslöste. Erst auf dem Sterbebett merkte Reed, wie wunderschön kaltes Wasser ist. „The cold ice on my tongue / Makes its way towards oblivion“, singt Anohni. „How sweet the vista, the portal view / On my way to black and blue.“ Eines der musikalischen Vorbilder für „My Back Was A Bridge For You To Cross“ war Marvin Gayes Meisterwerk „What's Going On“, was am souligen Grundsound des Albums direkt spürbar ist. Nirgendwo mehr als in der eröffnenden Single „It Must Change“, ein Conscious-Soul-Plädoyer in der Tradition von Gaye oder Sam Cooke.