Sons Of Kemet

Sons Of Kemet Bild: Sons Of Kemet

Sons Of Kemet sind eine im Jahre 2011 in London gegründete britische Band aus der Jazz-Szene, die in ihrer Musik verschiedene Genres fusioniert. Musikalische Einflüsse des Quartetts sind, neben Jazz, zum Beispiel Dub, Jungle, Calypso und HipHop. Wichtiger Teil des Trademark-Sounds der Gruppe ist das Tenorsaxophon-Spiel von Shabaka Hutchings; ein musikalischer Stempel, den viele Veröffentlichungen von Bands der „British Jazz Invasion“ tragen. Weitere Mitglieder sind Theon Cross (Tuba), Tom Skinner und Eddie Hick (beide Schlagzeug).

Im Gegensatz zu den meisten Jazz-Gruppen kommen Sons Of Kemet ohne Bass aus; dieses Frequenzspektrum wird durch Theon Cross' Tuba-Spiel bedient. Die unübliche Klangfarbe macht Cross zu einem beliebten Gastmusiker, beispielsweise für Makaya McCraven. Das deutlich karibische beeinflusste Debüt-Album „Burn“ von 2013 brachte Sons Of Kemet den britischen „Music Of Black Origin Award“ ein.

Besonders hervorgekehrt wurde der politische Aspekt der Band auf dem für den „Mercury Prize“ nominierten Album „Your Queen Is A Reptile“ (2018). Die von Rapper Congo Natty und Dichter Josh Idehen vorgetragenen Texte setzen sich mit Macht und Rassismus auseinander; speziell mit den negativen Konsequenzen der konservativen Regierungspolitik und der weißen Patriarchie.



Sons Of Kemet im Programm von ByteFM:

ByteFM Mixtape (6. November 2015)

Die aktuellen Lieblingslieder der Jazz thing Redakteure – mit Powerjazz von Sons of Kemet und eindringlichem R&B von Son Little, mit dem Dänen Christian Vuust im Duett mit dem Amerikaner Aaron Parks und dem Italiener Livio Minafra im Duo mit dem Südafrikaner Louis Moholo Moholo.


Brown Rice (19. Mai 2018)

Es gibt neue Alben in dieser Ausgabe Brown Rice: Musik von Sons Of Kemet, Anteloper, Nubya Garcia, Ill Considered und Toshio Matsuura.


Brown Rice (29. Dezember 2018)

Heute mit Musik von Makaya McCraven, Sons Of Kemet, Ill Considered, Maisha, Joe Armon-Jones, Planet Battagon und Kamaal Williams.


Die runde Stunde (30. September 2018)

Der Tag der Flüsse ist Anlass für eine Sendung voller „River“-Songs mit etwa Robert Wyatt, Andy Bey, Sons of Kemet, Sister Rosetta Tharpe, Screamin‘ Jay Hawkins, Sarah Vaughan, Cassandra Wilson, Brian Blade Fellowship und einigen mehr.


Die Welt ist eine Scheibe (20. November 2018)

Herbst-Indoor-Festival-Nachlese fürs Le Guess Who in Utrecht und Rolling Stone Park in Rust. Feat. Flaming Lips, Anna Calvi, Sons of Kemet, Seefeel, Motorpsycho, Ryley Walker, Vashti Bunyan, Laura Gibson, Devendra Banhart u.a.


ByteFM Mixtape (23. Marz 2018)

Lieblingslieder der Redaktion von Jazz thing. Meshell Ndegeocello entführt George Clintons „Atomic Dog“ in die Wüste von Mali, die Sons Of Kemet zollen ihrer Königin Mamie Phipps Clark Respekt und Adam Nussbaum interpretiert Leadbelly. Und noch mehr sagenhafter Jazz, Soul und Afro-Funk.


ByteFM Magazin (17. Mai 2018)

am Morgen mit Diviam Hoffmann
Heute hat George Johnson Geburtstag, eine Hälfte des US-amerikanischen Funk- und Disco-Duo The Brothers Johnson. Er wird 65. Außerdem Musik von unserem aktuellen Album der Woche von Parquet Courts. Und natürlich wie immer jede Menge Konzerttipps – in der nächsten Zeit live zu erleben sind u.a. Habibi, Exploded View, Omni und Sons Of Kemet. Alle Tourdaten findet Ihr wie immer auf unserer Konzerteseite.


Ein Topf aus Gold (15. Mai 2018)

Außerdem dabei: Sons Of Kemet und Tirzah, die einen neuen Song geteilt hat.


Neuland (30. Marz 2018)

Die Vermessung des noch unbekannten Albummaterials der Woche vollzieht Christian Tjaben heute u.a. mithilfe einer „Tones Map“ der britischen Elektronik-Legende Chris Carter. Neben dessen „Chemistry Lessons“ kommen auch Frankie Cosmos' „Vessel“, Ben Harper & Charles Musslewhites „No Mercy In This Land“ und das ByteFM Album der Woche „On“ von Altin Gün vor den kritischen Sextanten. Neue Gebiete erkunden ansonsten die Sons Of Kemet, The Shacks, The Garden und Locust Fudge. Ebenfalls kartografiert werden die Platten von Julian Casablancas The Voidz Projekt, von den Pttrns, Alex Highton, The Courettes, The Vaccines, Bettye Lafette, dem Orquesta Akokán, dem Echo Collective, Henry Green, Amen Dunes, Jo Goes Hunting, Kristoffer Bolander und Green Seagull.


Was ist Musik (7. Januar 2019)

Gute Nachrichten, zumindest für mich: Ab sofort läuft Was ist Musik immer montags um 21 Uhr, die Wiederholung weiterhin am Mittwoch um 8 Uhr morgens. 2018 war ja das Jahr, in dem Jazz wieder Pop wurde, zumindest wird das hier und da behauptet. In den Jahrescharts nehmen die Sons Of Kemet (No.1 in Wire) und Kamasi Washington (No.1 in Mojo) Spitzenplätze ein. Aber auch Ben LaMar Gay und Makaya McCraven kommen gut weg. „Ben LaMar Gay is one of the most skilful musical collaborators on the planet“, schreibt Wire und setzt sein Album “Downtown Castles Can Never Block The Sun” auf Platz 3 der 18er-Charts. Und dann wäre da noch das auch irgendwiejazzige “droning powerplay out of a simple loping blues, suggesting a Gnawan ritual enacted by Junior Kimbrough.” Schreibt Mojo über… Auflösung folgt in dieser Senung, Montag, 7.1., 21 Uhr.


News: The Comet Is Coming – „Trust In The Lifeforce Of The Deep Mystery“ (Album der Woche) (11. Marz 2019)

Shabaka Hutchings versteht den Kosmos. Oder zumindest einen Teil davon. Der britische Saxofonist arbeitet in zwei Bands: Sons Of Kemet und The Comet Is Coming. Sons Of Kemet veröffentlichten im vergangenen Jahr ihr drittes Album „Your Queen Is A Reptile“, eine furiose Mischung aus Jazz, Afrobeat und Punk. Eine zutiefst aufwühlende Platte, die zeigt, wie politisch Jazz sein kann, wenn er es möchte. Mit seiner gegen Brexit, Klassenkampf und Rassismus zielenden Wut ist es aber auch eine zutiefst irdische Platte.


News: Ezra Collective – „Quest For Coin“ (17. Februar 2019)

Langsam aber sicher hat sich London zum pulsierenden Epizentrum des Jazz entwickelt. Einige der spannendsten jungen Acts kommen aus der britischen Hauptstadt: So wie die Jazz mit Grime und Punk fusionierenden Sons Of Kemet, die Saxofonistin Nubya Garcia, die den kontrolliert nervösen Groove kultiviert – und das Ezra Collective mit seinen eklektischen Rundumschlägen. Das viel gehypte Quintett hat kürzlich sein Debütalbum angekündigt und Single daraus veröffentlicht: „Quest For Coin“ basiert auf einem treibenden Highlife-Beat, über den die Band hypnotische Kreise ziehende Bläsersätze ausbreitet. Ein genauso tanzbares wie nachdenkliches Stück Jazz für das 21. Jahrhundert.


News: The Comet Is Coming (Ticket-Verlosung) (27. Marz 2019)

Wer sich heutzutage mit britischem Jazz befasst, kommt nicht an Shabaka Hutchings vorbei. Der Saxofonist spielt nicht nur in einer, sondern in gleich zwei der interessantesten Bands der britischen Hauptstadt: in dem Jazz, Afrobeat, Grime und Punk kombinierenden Quartett Sons Of Kemet und in dem ins Weltall vorstoßende Trio The Comet Is Coming. Mit letzterem hat er im März sein zweites Album „Trust In The Lifeforce Of The Deep Mystery“ veröffentlicht, eine furiose Odyssee aus Space-Jazz, Electronica und Trip-Hop, zusammengehalten von einer omnipräsenten Sci-Fi-Ästhetik, die genauso von Sun Ra wie von 60er-Jahre-B-Movies beeinflusst ist. Gemeinsam mit seinem Keyboarder Dan „Danalogue“ Leavers und seinem Schlagzeuger Max „Betamax“ Hallett bringt er diese raum- und zeitlose Musik auf die Bühne.


Was ist Musik (13. Mai 2018)

Hermeneutische Fenster, afrofuturistische Twists
Shabaka Hutchings, Sons Of Kemet und andere Versions of Jazz „Es sieht so aus, als seien die Songtitel integrale Bestandteile der Kompositionen, und dass sie als Kristallisationspunkt dienen, als Eingang in die Interpretation und zum Verständnis des Sounds. In diesem Sinne erinnern sie an das, was Lawrence Kramer als 'hermeneutische Fenster' in der Musik bezeichnet hat, was man verstehen kann als ein Öffnen des Raumes zur Interpretation von Sound, im Gegensatz zu einer Verengung der Möglichkeiten der Interpretation.“ Suggestive Songtitel: My Queen is Harriet Tubman My Queen is Angela Davis Black Skins, Black Masks The long night of Octavia E.Butler „Afrofuturismus kreist um schwarze Menschen in der Zukunft und African American Science Fiction. Eine zentrale Autorin ist Octavia E.Butler. Die Bedeutung von Butlers dystopischen Dimensionen für dieses Buch ist ein Gegengift zu den utopischen Geschichten über eine andere Zukunft. Mit anderen Worten: Afrofuturismus verhandelt nicht nur traumatische historische Erinnerungen und eine problematische Gegenwart sondern auch die Möglichkeit, dass die Zukunft nicht besonders schön sein könnte.“ Zitate ins Deutsche übersetzt aus: Erik Steinskog: „Afrofuturism And Black Sound Studies – Culture, Technology and Things to Come“, Palgrave Studies in Sound.


Verstärker (4. April 2018)

„Unser modernes Finanzierungsmodell ist wegweisend für das Radio der Zukunft“, lacht Böhme und fügt schmunzelnd hinzu: „Die Krankheitsprofile, Kreditkartenabrechnungen oder sexuellen Vorlieben unserer HörerInnen sind eben nicht nur uns Gold wert!“ Finden Sie sich also damit ab – so ist das jetzt nun mal, wenn man das Handy oder den Computer einschaltet. Genießen Sie vorurteilsfrei auch die neueste Ausgabe, die sich diesmal in die tiefsten Abgründe der Basspolitik begibt mit Musik von Flame 1 (aka The Bug & Burial), Daniel Avery und Rival Consoles. Sons Of Kemet, das Projekt des Londoner Jazzmusikers Shabaka Hutchings, widmet sein neues Album „Your Queen Is A Reptile“ Frauen afrikanischer oder karibischer Herkunft oder Abstammung und spucken damit den bigotten Brexiteers amtlich wütenden Groove in die blasse Gosche. Starten Sie also JETZT Ihre ByteFM-App und lassen Sie nicht nur Ihren musikalischen Vorlieben, sondern auch und vor allem dem Warenfluss freien Lauf!


taz.mixtape (18. Mai 2018)

Der Grund für den Hype um sie ist ihre gelungene Reanimation von R'n'B und HipHop, wie ihn TLC, Aaliyah oder Missy Elliott in den neunziger Jahren zelebrierten. Diviam Hoffmann portrtätiert die Hamburger Musikerin Ace Tee. Mit Reimen kämpfen. Die Londoner Rapperin Little Simz mischt die machistisch geprägte HipHop-Szene auf. Dabei schwankt sie zwischen Skepsis, Selbstzweifel und Selbstbehauptung, beobachtet Philipp Weichenrieder. Musik, das Nervenzentrum der Kapverden. Elise Graton erlebte vier intensive Tage in Praia vor der Westküste Afrikas. Hier traf sich die Szene zu einer ihrer wichtigsten transatlantischen Messen mit 500 TeilnehmerInnen aus 35 Ländern. "Es klingt nach Arschtritt!" Du Pham plaudert mit Captain Sensible von der britischen Band The Damned über einen Kackwettbewerb in Brooklyn, suizidale Delfine und seine Zeit als Zeitungsausträger. Und über Ihr neues Album. Bedeutende Frauen und Reptilien. Jan Paersch empfiehlt das neue Album der Londoner Band Sons of Kemet um den Saxofonisten Shabaka Hutchings. Ein feministisches Namedropping-Manifest mit Dub-Jazz-Grime-Einschlag. Kühle Distanz und neue Involviertheit. Ein wenig schlecht gelaunt und trotzig klingt ihr spröder Gesang, hintergründig catchy sind ihre Stücke, erwachsen ihre Texte: Detlef Diederichsen erklärt den Reiz der Musik von Eleanor Friedberger. "Schiefe Tonalität ist für mich normal." Raven Chacon ist Stipendiat der American Academy in Berlin. Mit Julian Weber spricht er über den Klang der Wüstenwinde, Lärm als Zufallsprodukt, Protest und seine Idee von Schönheit. Und Diviam Hoffmann im Gespräch mit taz-Musikredakteur Julian Weber über GLOBAL POP, die Musikbeilage, die am Samstag, den 19.5. erscheint. Themen: Dobet Gnahoré, Banda Comunale, Hailu Mergia, Seun Kuti, Anitta…


News: Alben des Jahres 2018 (7. Dezember 2018)

Monarch Mtn – „Days Of Sleepwater“ The Left Outsides – „All That Remains“ Gwenifer Raymond – „You Were Never Much Of A Dancer“ Mary Lattimore – „Hundreds Of Days“ The Room In The Wood – „The Room In The Wood“ The Immediate – „More Sheep Than Humans“


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