09.01.: Investigationsjournalismus

Seymour Hersh ist Staatsfeind Nr. 1 der USA. Die New York Times nennt ihn einen ‚globalen Polizeireporter‘, während George W. Bush ihn als ‚Lügner‘ verunglimpflicht. Doch das ist dem Herrn Hersh ziemlich egal. Mit seinen Enthüllungsberichten sorgt er für Empörung bei den Großen und bringt die Wahrheit zu den Kleinen. Michael Marek von taz.de hat den Journalisten in den USA besucht.

Erst schicken sie ihren Reporter nach Washington DC, dann wird sich daheim den eigenen Dämonen gestellt. 1987 war die Taz nämlich mitverantwortlich für die Verbreitung des hartnäckigen Gerüchts, der AIDS Virus sei im amerikanischen Labor entstanden. ‚Aids. Man Made in USA‘ lautete die Überschrift damals. Und die Informationen stammten (Überraschung!!) vom KGB und der Stasi. Die ganze Geschichte – wer, was, wann, wo, wie – findet Ihr heute auf taz.de.

Sylvia Staude hat ebenfalls investigativ gearbeitet und ist zu verblüffenden Ergebnissen gekommen. Dazu musste sie sich nur die Sachbuch-Bestsellerlisten des letzten Jahres anschauen. Was die Auswertungen für Rückschlüsse über die Deutschen zulassen, kann man heute in der Frankfurter Rundschau lesen. Das gleiche Prozedere wendet sie dann auch noch auf die USA an. Sehr aufschlussreich.

Ebenfalls aufschlussreich war der Fund einer New Yorker Studentin: Mitte dieser Woche fand sie Säcke voll zerstörter H&M-Winterkleidung. Die unverkaufte Ware hatten Mitarbeiter der Ladenkette in Stücke geschnitten und entsorgt, während Obdachlose in der gleichen Straße zu Tode frieren. H&M sieht sich nun mit einem Skandal konfrontiert. Mehr dazu auf Spiegel Online.

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