30.10.: Pop-Ikonen

Heute gibt es jede Menge Ikonen der Popmusik in der Presseschau. Auf manche mag der Begriff „Ikone“ allerdings ein bisschen mehr zutreffen als auf andere.

Den Anfang machen gleich der Rock’n’Roll Jesus und eine „American Institution of rock’n’roll“: Kid Rock ist sauer auf Steven Tyler. Der Frontmann der Band Aerosmith ist jetzt nämlich bei American Idol als Juror eingestiegen. Das findet Kid Rock schlecht. „[Steven] is a sacred American institution of rock’n’roll, and he just threw it all out the window“, meint Herr Rock. Und weiter: „We should bring back the guillotine, or whatever they call that thing […] I love him to death, but I gotta speak the truth.“ Mehr über den Ärger des selbsternannten Rock’n’Roll Jesus und wie Steven Tylers Tätigkeit bei der Casting-Show seine Band Aerosmith wieder näher zusammenbringt und sogar stärker macht, lest Ihr im Guardian.

Weiter geht es mit Taylor Swift. Die ist nämlich „- neben Lady Gaga – der einzige wirkliche Megastar, den die darbende Musikwirtschaft in den vergangenen Jahren etablieren konnte.“ Allerdings gibt es dabei doch einen kleinen Wermutstropfen: Swifts riesiger Erfolg ist im Gegensatz zu Lady Gagas ein hauptsächlich auf die USA begrenzter. Und das hat laut der Zeit auch einen Grund: Die musikalischen Wurzeln von Taylor Swift „liegen im Country, ihre Helden sind die weiblichen Vorreiter des Pop-Country, Shania Twain und die Dixie Chicks.“ Denn obwohl die Popmusik ein globales Geschäft ist, „entdeckt die populäre Musik ihre regionale Dimension.“ Mehr über den „Anti-Globalisierungstrend“ der Popmusik lest Ihr hier.

Alles andere als regional begrenzt war der Erfolg von John Lennon. In seinem Heimatland erfährt der Musiker, der am 09. Oktober seinen 70. Geburtstag gefeiert hätte, eine besondere Ehrung: Er bekommt eine offizielle Gedenkmünze. Bei einer öffentlichen Abstimmung, wer auf die Gedenkmünze der Serie „Great Britons“ gepresst werden soll, bekam Lennon überragende 92% der Stimmen. 5000 Stück der Münzen mit John Lennons Konterfei mit dem Nennwert von 5 Pfund wird es geben, eine Münze wird für 49 Pfund zu haben sein, berichtet der NME.

Ob ihr Bild jemals eine Gedenkmünze zieren wird? Peaches blickt gerade „mit einem grotesken Beinahe-Musical auf ihre zehnjährige Karriere zurück, choreografiert von Jeremy Wade, live begleitet von einem Rocktrio.“ Das Stück „Peaches Does Herself“ ist laut der FR „eine Feier der eigenen Fiktion“, die Peaches‘ „Königinnenstatus, nicht nur in Berlins Queer-Szene, kein bisschen gefährdet“. Zu sehen gibt es das „spaßige[…] Lehrstück darüber, wie man […] sowohl Selbstüberschätzung vermeidet wie auch der Festschreibung anderer ausweicht“, im HAU in Berlin.

Und zum Abschluss gibt es noch eine Meldung von The Feelies. Die Post-Punk-Pioniere sind gerade nämlich dabei, ihr erstes Album seit zwei Jahrzehnten aufzunehmen. Wie pitchfork berichtet, wird das Album im Frühjahr nächsten Jahres auf dem Label Bar/None erscheinen.

Mehr über Post-Punk-Poiniere, Königinnen der Queer-Szene, auf Münzen verewigte Beatles und alle weiteren aktuellen Neuigkeiten aus der Welt des Pop’n’Roll gibt es heute ab 15 Uhr im ByteFM Magazin mit Klaus Walter.

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