Robin Gibb ist tot

Von ByteFM Redaktion, 21. Mai 2012

(http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Robin_Gibb_Leipzig_Mai_2009.jpg)
Wikimedia Commons

Nachdem vor wenigen Tagen mit Donna Summer die „Queen Of Disco“ gestorben ist, folgt ihr wenige Tage später ein weiterer prägender Künstler des Genres. Robin Gibb verlor am 20. Mai im Alter von 62 Jahren seinen Kampf gegen den Krebs.

Robin Gibb wurde am 22. Dezember 1949 auf der Isle Of Man geboren. In den frühen 1960er-Jahren zog die Familie Gibb nach Australien, wo Robin begann, mit seinen Brüdern Maurice und Barry als Gesangstrio aufzutreten. 1965 veröffentlichten sie ihr erstes Album „Barry Gibb & the Bee Gees Sing and Play 14 Barry Gibb Songs“ und zogen kurze Zeit später zurück nach England. Nachdem das zweite Album „Odessa“ ein großer kommerzieller Erfolg wurde, stieg Robin Gibb aus der Band aus, um eine Solokarriere zu verfolgen. Bereits ein Jahr später kehrte er nach der Veröffentlichung seines Soloalbums „Robin’s Reign“ zurück zu den Bee Gees, die 1971 mit „How Can You Mend A Broken Heart“ ihren ersten Nummer-1-Hit in den USA hatten. Der Folkpop der Bee Gees verlor in den 1970er-Jahren allerdings mehr und mehr an Popularität, und so wandte sich das Trio Mitte der 70er dem Disco zu. Der Soundtrack zum Film „Saturday Night Fever“ wurde dank der Bee-Gees-Songs „Stayin‘ Alive“, „Night Fever“ oder „How Deep Is Your Love“ eines der meistverkauften Alben aller Zeiten und machte das Trio zum Aushängeschild des Disco-Genres.

Nach dem Abebben der Disco-Welle veröffentlichte Robin Gibb sowohl solo als auch mit den Bee Gees noch mehrere Alben und war mit Songs wie „Juliet“ (1983) oder „You Win Again“ (1987) in den Charts, an die Verkaufszahlen früherer Platten konnten diese Veröffentlichungen allerdings nicht anknüpfen. Nichtsdestotrotz gewannen die Bee Gees, die auch als Songwriter für Künstler wie Dionne Warwick, Kenny Rogers oder Dolly Parton mehrere Hits schrieben, 1996 sowohl den Lifetime Achievement Award der Brit Awards als auch der American Music Awards und wurden ein Jahr später in die Rock & Roll Hall Of Fame aufgenommen.

Das 2001er Album „This Is Where I Came In“ sollte das letzte der Band sein – nachdem Maurice Gibb im Jahr 2003 an Herzversagen gestorben war, beschlossen Robin und Barry, die Bee Gees aufzulösen. Sieben Jahre nach dem Tod seines Zwillingsbruders erreichte die Familie Gibb eine weitere Hiobsbotschaft – bei Robin wurde Krebs diagnostiziert. Bis zuletzt sprach der Musiker davon, dass die Heilung sehr gut verlaufe. Nach einer Lungenentzündung im April musste Gibb jedoch mehrere Tage ins Koma versetzt werden und erlag am Sonntag endgültig seiner schweren Krankheit.

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