Vor 50 Jahren starb Stuart Sutcliffe

(http://www.flickr.com/photos/johnmcnab/6838777136/)
Die Beatles am 19. August 1960 im Indra in Hamburg (v.l.n.r.: Harrison, Lennon, Best, McCartney, Sutcliffe)

„The lost Beatle“ wird Stuart Sutcliffe genannt. Fast zwei Jahre war der Schotte Bassist der Band um seinen Kommilitonen und Mitbewohner John Lennon. Wie die Beatles die Charts eroberten, das erlebte Sutcliffe nicht mehr. Doch er war dabei, als alles begann.

Als sie im August 1960 ihre ersten Konzerte in Hamburg spielten, stand Sutcliffe neben John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Pete Best auf der Bühne – mit dem Rücken zum Publikum. So recht wohl fühlte sich Sutcliffe nämlich nicht bei all dem, was wohl auch an seinen limitierten Fähigkeiten am Bass lag. Seine Talente lagen in anderen Bereichen. Sutcliffe war ein herausragender Künstler und einer der vielversprechendsten Studenten des Liverpool Art College. Als er Anfang der 60er eines seiner Gemälde für 56 Pfund verkaufte, überredete ihn John Lennon, sich davon doch eine Bassgitarre zu kaufen. Lennon wollte Sutcliffe, den er wegen der vielen gemeinsamen Ansichten und Interessen „my alter ego“ nannte, unbedingt in seiner Band haben, die damals noch The Quarrymen hieß. Paul McCartney gab später zu, jahrelang eifersüchtig auf die Beziehung zwischen Sutcliffe und Lennon gewesen zu sein.

Während ihrer Konzerte in Hamburg verliebte sich Sutcliffe in die Künstlerin Astrid Kirchherr, die eine der ersten war, die die Live-Auftritte der Band auf Fotos festhielt. Sie überredete Sutcliffe auch zur Pilzkopffrisur, die sich wenig später die komplette Band zulegte. Als die restlichen Beatles sich Ende 1960 auf den Weg zurück nach Englang machten, blieb Sutcliffe in Hamburg, um an der Hochschule für Bildende Künste zu studieren und verlobte sich kurze Zeit später mit Kirchherr. Zu dieser Zeit wurde Sutcliffe bereits von Kopfschmerzen geplagt, die so stark wurden, dass er während einer Kunstvorlesung zusammenbrach. Mehrere ärztliche Untersuchungen blieben ohne Ergebnis. Am 10. April 1962 kollabierte Sutcliffe erneut und starb er auf dem Weg ins Krankenhaus an einer Hirnblutung.

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Diskussionen

1 Kommentar
  1. posted by
    Lothar Tolks
    Jun 14, 2016 Reply

    Hallo Herr Herbstreuth,

    ich würde Ihren Beitrag zu Stuart Sutcliffe gerne zu einem größeren Text über die „Beatlemania“ stellen, der in unserer Zeitung erscheinen soll. Rufen Sie mich doch bitte deshalb zurück. Vielen Dank!
    Mit freundlichen Grüßen
    Lothar Tolks
    SÜDWEST PRESSE
    Magazin
    Frauenstraße 77
    89073 Ulm
    Tel. 0731/156577

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