01.12.: Offline für eine gute Sache

Heute wurde nicht nur das erste Türchen am Adventskalender aufgemacht, heute ist auch Welt-Aids-Tag, heute „steht die Solidarität mit Menschen mit HIV/Aids im Mittelpunkt“.

Pop-Stars wie Lady Gaga, Justin Timberlake und Alicia Keys gehen zu diesem Zweck ab heute offline und veröffentlichen so lange keine Statusupdates via Facebook und Twitter bis eine Million Dollar für die Organisation „Keep a Child Alive“ zusammengekommen sind. Das von Alicia Keys ins Leben gerufene Projekt unterstützt „Familien mit HIV und Aids in Afrika und Indien“, schreibt Spiegel Online.

Gleiche Zeitung berichtet heute über die Pläne von US-Verteidigungsminister Robert Gates das so genannte „Don’t ask don’t tell“-Gesetz zu kippen. Das Gesetzt verbietet Homosexuellen in der US-Army zu dienen. In einer vom Pentagon durchgeführten Umfrage mit aktiven Soldaten erwarten 70% keine negativen Folgen, sollte das Gesetz gekippt werden. 70%, immer noch sehr wenig, finden wir. Dennoch ein Schritt in die vollkommen richtige Richtung.

Weiter mit Sex: „Sex ohne Vorspiel“ betitelt Jörg Augsburg seinen Artikel beim Freitag. Augsburg, inspiriert vom derzeitigen Trubel um und von Wikileaks, schreibt über „Musikleaks“, also Material, das bereits vor Veröffentlichungstermin an die Öffentlichkeit gelangt. Zum Beispiel so: „Eher kurios mutet es dabei an, wenn – wie bei U2s letztem Album „No Line On The Horizon“ ein Fußgänger vor Bonos Haus einige Songs per Handy mitschneiden konnte, weil sie zu laut auf dessen offenbar mächtiger Anlage abgespielt wurden.“
Das Résumé fällt in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung und Technisierung entsprechend aus: „Ein souveräner Umgang mit Leaks gehört inzwischen auch dazu.“

Souverän mag man auch Fela Kuti und John Lennon bezeichnen. Der Guardian fragt, wo zum Teufel heute die poplitischen Popstars stecken: „No governments are shaken by Snow Patrol; the FBI has no interest in Gary Barlow. Where are today’s political popstars?“

Hier ist einer: Bob Dylans handgeschriebener Songtext zu „The Times They Are A-Changin“ sollen bei einer Auktion versteigert werden. Der geschätzte Gewinn liegt zwischen 200.000 und 300.000 Dollar. Wer mitmachen möchte, sei recht herzlich an Sothebys verwiesen.

Bright Eyes sind zurück, vermeldet u.a. das Paste Magazine. Die Band rund um Conor Oberst veröffentlicht nach drei Jahren Ruhe ein neues Album, das The People’s Key betitelt ist und Mitte Februar veröffentlicht werden soll.
Wer nicht so lange warten möchte, kann auf Gigwise einen neuen Song von PJ-Harvey hören oder Fitness mit Madonna in 2400 Metern machen.

Das Boulevardmagazin Spiegel berichtet über einen kurzen Abstecher der Musikerin nach Mexiko-Stadt. Madonna eröffenete dort ihre eigene Tanzschule und gab 25 (!) ausgewählten Menschen eine kleine Trainingseinheit, die jedoch nur wenige Minuten dauerte: „In dieser Höhe eine Stunde lang zu tanzen, ist für mich, als seien es zwei Stunden.“

Dann doch lieber Twittern und vielleicht ruft Kanye West an und vielleicht möchte er mit dir einen Song aufnehmen. So einfach sehen das jedenfalls Best Coast, schreibt der NME. Frontfrau Beth Cosentino wünscht sich so sehr eine Kollaboration mit dem Super-Rapper, dass sie den ganzen Tag nichts besseres zu tun hat als Kanye per Twitter zu nerven: „I tweet him all the time“ und „although he might just want to work with Snacks [her pet cat].“ Ja, wir würden auch lieber mit ihrer Katze arbeiten, Nervtante!

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