06.12.: Besser spät als nie

Für alle, die heute morgen nicht über einen mit Schokolade gefüllten Stiefel gestolpert sind: Vielleicht ist ja am Feiertag des heiligen Nikolaus in unserem vollgestopften Presseschau-Strumpf was dabei.

Beginnen wir mit der Freundschaft, genauer gesagt der Deutsch-Amerikanischen. Am 11. Dezember stehen DAF in Berlin wieder auf der Bühne. Die taz interviewte im Vorfeld Sänger Gabi Delgado-Lopez: ein Gespräch über seine Jugend mit „Exotenbonus“ in Wuppertal und Düsseldorf und – natürlich – die Debatte um Thilo Sarrazin.

Im Interview mit der Welt philosophiert Norman Cook aka Fatboy Slim über die Bedeutung des DJ heutzutage: „Die Revolution ist vorbei, das stimmt schon. Das tolle Gefühl, das wir vor zehn Jahren hatten, gibt es nicht mehr. Aber junge Menschen wollen immer noch ausgehen, sich betrinken und miteinander schlafen. Das ist gut. Auch weil es meinen Job sichert.“ Und weiter: „Der DJ ist kein Superstar, er hilft nur den Leuten, zu lächeln und zu tanzen.“
Lächeln und tanzen mit Norman Cook ist übrigens am Mittwoch in der Arena in Berlin möglich.

Am Mittwoch jährt sich der Todestag von John Lennon zum 30. Mal. Der Guardian berichtet über eine Dokumentation, die den 08. Dezember aus der heutigen Sicht und mit einer Reihe von nahen Zeitzeugen aufarbeitet. Auch wir von ByteFM erinnern an John Lennon: Am Mittwoch um 12 Uhr im Kramladen mit Volker Rebell.

Noch mehr Bildmaterial: „Look At What The Light Did Now“ heißt die gerade erschienene Dokumentation von Feist, in der sie Einblicke in ihr kreatives Schaffen während der Aufnahmen zu „The Reminder“ gibt. Außerdem gibt es zur DVD eine Bonus-CD, die noch unveröffentlichtes Material enthält (einige davon könnt ihr euch hier anhören). Der Guardian hat Leslie Feist getroffen und mit ihr u.a. übers Schule schwänzen und Kermit der Frosch gesprochen.
Und: Fotograf James Medina hat ein Jahr The xx exklusiv während ihrer Welttournee begleitet. Herausgekommen ist „The Tourist“, ein Bildband mit handgeschriebenen Lyrics und einem Vorwort von Musikjournalistin Sara Frere-Jones.

Wer derweil noch auf der Suche nach einem wahrhaft exklusiven Weihnachtsgeschenk ist, wird vielleicht fündig bei der Johnny Cash-Auktion in Los Angeles. Oh, wobei, wie wir gerade lesen war die Auktion bereits gestern. Pech gehabt. Auf zeit.de kann man nachlesen, was alles zu erstehen war: „Angeboten wird die Gitarre, mit der Cash seine ersten, und jene, mit der er seine letzten Konzerte spielte. Das Plakat zum legendären Auftritt im Gefängnis von San Quentin mit der Mahnung, sich bestens zu benehmen (es kam bekanntermaßen anders).“ Undundund.

Außerdem im NME: Die Black Lips nehmen ihr neues Album mit Mark Ronson auf, Morrissey und Johnny Marr sind sich ausnahmsweise mal einig und lästern gegen Premier David Cameron, und Simple Red-Sänger Mick Hucknall packt die späte Reue. In den Jahren 1985-87 habe er mit 3 Frauen täglich geschlafen, macht also ca. 1000 Frauen in knapp 3 Jahren. „In fact, can I issue a public apology?“ Na gut, versuchen kann man’s ja, schließlich ist bald Weihnachten…

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