08.12.: Veranlassung eines Innewerdens

Veranlassung eines Innewerdens bezeichnet im Wortsinn „Bewusstsein“. Auch der Feuilleton der Tagespresse will heute zu Ehren eines Menschen Bewusstsein schaffen und erinnern: John Lennon. Heute ist der 30. Todestag des Ausnahmekünstlers, der am 8. Dezember 1980 in New York erschossen wurde. Auf Zeit Online geht Thomas Groß unter anderem den Fragen nach: „Wer war John Lennon? Der Mann, der Imagine schrieb, aber was ist da sonst noch? Give Peace a Chance wurde zur Lagerfeuerhymne, doch erinnert sich jemand an die Details der Lennonschen Weltmission?“ Um die Antworten und Lennons Würdigung geht es in diesem Artikel.
Erinnern an das Ende einer Epoche und einen Verlust, der bis heute schmerzt, möchte heute auch H.P. Daniels im Tagesspiegel. „Nowhere Man war das erste Lied, das mein Sohn in seinem Leben gehört hat“, schreibt der Autor in seinem ersten Satz. Den vollständigen Nachruf findet ihr hier.

Vom „Nowhere Man“ zum „Nowhere Boy“. Nicht wirklich überzeugend findet Diedrich Diederichsen Sam Taylor-Woods John-Lennon-Film „Nowhere Boy“, dessen Philosophie Diederichsen so fasst: „Im Rock ’n‘ Roll kommen Buddhismus und Kulturindustriekritik zusammen, um die einfachen Wahrheiten hinter all dem hypokritischen Gelaber ans Licht zu bringen. Diese einfachen Wahrheiten sind auf seinem ersten Soloalbum die Würde der Arbeiterklasse, die Liebe zu Yoko, Hass auf Masken und Verstellungen, und am wahrsten ist seine Mutter.“ Die taz weiß mehr.

Auch wir erinnern an den Künstler mit einer Handvoll Extra-Sendungen und verlosen einige Exemplare des Buches „John Lennon – In seiner eigenen Schreibe“. Auf unserer Magazinseite unter dem Eintrag 30 Jahre ohne John Lennon gibt es alle Informationen.

Eine Art vielleicht etwas voreiligen politischen Nachrufs hat Lorenz Jäger auf den nunmehr in Haft befindlichen Wikileaks-Gründer Julian Assange verfasst: „Das geputzte Aquarium der weltpolitischen Urteile und, vor allem, der kurze Film über die Liquidierung einer Gruppe von Zivilisten im Irak aus einem Hubschrauber heraus: Das wird, was immer nun mit Assange geschieht, was immer an den schwedischen Vergewaltigungsvorwürfen dran ist, als bleibendes Verdienst dieses Mannes im Gedächtnis bleiben. Solche Dinge vergisst die Weltöffentlichkeit nicht so schnell“, schreibt der Autor in der FAZ.

Michael Jacksons „I Can’t Make It Another Day“ feat. Dave und Grohl und Lenny Kravitz. Mr. Grohl hat auch überall seine Finger drin, nicht das er mit Foo Fighters und Them Crooked Vultures genug ausgelastet wäre, nein, der ehemalige Nirvanadrummer spielte auch für ein Song vom neuen Jackson Album die Drums ein, meldet der NME. Ebenfalls vertreten: Lenny Kravitz. Das postum veröffentlichte Album „Michael“ erscheint am 13. Dezember.

Damon Albarn und seine Gorillaz sind momentan auf großer Welttournee. Nur ausgewählte Städte stehen auf dem aktuellen Tourplan. Dementsprechend groß fallen die Konzertvenues aus. Doch damit soll nach der „Welcome To The Plastic Beach“ Tour Schluss sein. Gegenüber dem NME bestätigt Albarn, dass er in Zukunft so nicht mehr weitermachen kann. „[I] can’t keep going at this size and pace in future […] We’ll see how we feel in January […after] a period of reflection and sobriety“, sagte Albarn über die Zeit nach der Tour. Wir hoffen das Beste. Die Statements sind beim Guardian nachzulesen.

Erinnert sich noch jemand an „Trainspotting“? Zehn Jahre ist es her, da erfreute uns der damals 32-jährige britische Underground-Autor Irvine Welsh in seinem von Regisseur Danny Boyle verfilmten Romandebüt mit der trostlosen Existenz einiger Jugendlicher aus Edinburgh rund um den Junkie Mark Renton und seine Freunde Begbie, Sick Boy und Spud. Jetzt soll es eine Fortsetzung geben, meldet der NME. Die Vorlage liefert abermals der Trainspotting Autor Irvine Welsh mit seinem Buch „Porno“. Auch der damalige Cast soll wieder am Start sein. Wir sind gespannt.

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