09.03.: Lesen mit den Liars

Viele Musiker zeigten sich erschüttert über den Tod von Sparklehorse-Frontmann Mark Linkous am vergangenen Samstag. Pitchfork hat eine Reihe von Statements gesammelt, darunter Colin Greenwood von Radiohead, Chris Walla von Death Cab For Cutie oder Steve Albini. Die morgige Ausgabe von Twilight Tunes mit Sandra Duvander widmet sich übrigens auch dem Leben von Mark Linkous.

Viele spannende Veröffentlichungen hat 2010 schon gebracht, weitere werden folgen: Neil Hannon, seines Zeichens Frontmann der Divine Comedy, hat ein neues Album für Mai angekündigt, meldet der Musikexpress. Ebenfalls im Mai, aber wohl nicht mehr bei Sub Pop wird das neue Album der Band of Horses erscheinen, meldet Pitchfork. Und erstmal nichts wird es mit einem neuen Album von Radiohead: Auch wenn bereits Titel und Tracklist im Netz kursierten, dementierte die Band diese Gerüchte, meldet ebenfalls der Musikexpress.

Manchen Musikern scheinen aber mit einem neuen Album nicht genug ausgelastet. James Murphy von LCD Soundsystem (deren Album ebenfalls für Mai angekündigt ist) z.B. sorgte gestern bei der Modenschau von Yves Saint Laurent in Paris für die passende musikalische Untermalung. Außerdem zeichnet er sich maßgeblich für den Soundtrack von „Greenberg“ verantwortlich, dem neuen Film mit Ben Stiller. Mehr weiß spex.de.

Ein interessante Sache brüten auch Portishead-Gitarrist Adrian Gutley und Will Gregory von Goldfrapp aus. Die beiden planen eine musikalische Live-Vertonung des Stummfilms „The Passion of Joan Arc“. Bisher sind nur zwei Termine in Großbritannien geplant, weitere sollen aber folgen, berichtet BBC 6.

Die Welt berichtet über das Konzert von Jean-Michel Jarre am vergangenen Wochenende in Berlin. Jarre schaffe es, auch nach über 30 Jahren im Geschäft „erstaunlich frisch auszusehen und zu klingen“. Trotzdem fragt man sich, ob Bezeichnungen wie „Synthie-Gott“ oder „Jarre ist der Paolo Coelho der elektronischen Musik“ nur positiv aufzufassen sind. Jean-Michel Jarre ist noch diese Woche live zu erleben, u.a. in Stuttgart, Leipzig und München. Karten kosten ca. läppische 50 Euro.

Heute feiert Ornette Coleman seinen 80. Geburtstag. Für Zeit Online beleuchtet Christian Broecking den langen Weg vom armen Musiker aus prekären Verhältnissen zum frenetisch gefeierten Freejazzer.

Zum Schluss noch ein interessanter Blick in das Bücherregal von Angus Andrew: In einer neuen Reihe des Dummy Magazines stellen Musiker ihre Lieblingsbücher vor. Den Anfang macht der Sänger der Liars, die am vergangenen Freitag ihr neues Album „Sisterworld“ veröffentlichten.

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