10.09.: Früher hat man noch "Pfui" gerufen

Die Eingabe von Suchbegriffen in das Suchfeld bei Google dauert im Schnitt 9 Sekunden. Bis man zum gewünschten Ergebnis kommt, können gut und gerne insgesamt 15 Sekunden verstreichen. 15 Sekunden! Was man in der Zeit alles hätte machen können! Zum Glück wird dieser Verschwendung kostbarer Lebensdauer nun Einhalt geboten, natürlich von Google selbst. Bald starten, wie vielleicht auch schon von Word bekannt, die automatischen Suchbegriffvorschläge im Eingabefeld, wodurch die begonnen Wörter von Google zu Ende „gedacht“ werden. Mit dieser Beschleunigung befasst sich, na? – Die Zeit.

Was man mit den eingegeben Suchbegriffen anstellen kann, erläutert die Frankfurter Rundschau mit einer Einführung in das revolutionäre Politiker-Bashing 2.0, dem sogenannten Google Bombing. Gab man bei der französischen Google-Version den Begriff „trou de cul“ (stark umgangssprachlich für Blödmann) ein, landete man geradewegs auf der Website des semi-populären Präsidenten Sarkozy. Das funktioniert auch mit anderen Schimpfwörtern auf anderen Google-Versionen, allerdings nur innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens. Das gewünschte Ergebnis wird nach und nach durch Berichte über dieses Bombing in der Auflistung nach hinten gerückt. Um Euch die 15 Sekunden zu ersparen: Mit Sarkozy geht das schon nicht mehr. Tomaten und faules Obst waren nachhaltiger im Kritiküben.

Wenn im Herbst die Facebook-Dokumentation „A Social Network“ erscheint, kommt auch das erste autorisierte Buch über die Entstehung der Plattform auf den Markt. Auch Mark Zuckerberg hat daran mitgearbeitet. Wer sich neben der ganzen Kritik abwechslungsweise für die Entwicklung eines Hinterzimmer-Projekts zu einer Internetseite mit 500 Millionen Nutzern interessiert, könnte vorab einen Blick auf den ausführlichen Artikel auf PopMatters wagen.

Zurück zur Realität! Freebass, die Band von Peter Hook, ehemaliger Bassist von Joy Division und New Order, und Primal Scream Member Mani, hat sich aufgelöst. Mani beschuldigt Hook, er lebe auf Kosten seiner glorreichen, vergangenen Zeiten. Das Album „It’s A Beautiful Life“ wird trotzdem erscheinen, aber laut NME scheint Mani weder dem Titel noch dem Werk an sich sonderlich verbunden zu sein. Eines muss man ihm aber lassen, seinen Unmut kann er treffend formulieren: „Three things visible from space, Great Wall Of China, Peter Hook’s wallet stuffed with Ian Curtis‘ blood money, Man City’s empty trophy cabinet!“

Lou Reed weiß den Wert seiner Musik noch zu schätzen und verwehrt Susan Boyle, Castingshow-Gewinnerin, eine Coverversion seiner Heroin-Hymne „Perfect Day“. Das Prefixmag berichtet über ihre Reaktion, aber eigentlich zählt nur die lobenswerte Einstellung Reeds.

Zum Schluss noch ein kleines Schmankerl: Ein Mittschnitt einer Radiosendung mit dem damals unbekannten Bob Dylan wird nun auf CD erscheinen. Die Sendung mit Cynthia Gooding aus dem Jahre 1962 enthält neben Musikaufnahmen Dylans aus dieser Show, auch seine unverwechselbare Art Interviews zu führen. Der Spiegel liefert dazu noch einige Beispiele und eine Antwort auf die Frage, ob er sein Cordkäppi noch tragen würde, wenn er reich und berühmt werde.

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Diskussionen

0 Kommentare
  1. posted by
    Rosemarie Rickson
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