12.10.: 100 Jahre Komplexe

„Es gibt kein richtiges Leben im Falschen.“ Wahrscheinlich das bekannteste Zitat von Theodor W. Adorno, einst deutscher Soziologe und Mitbegründer der Frankfurter Schule. Nun wird die deutsche Soziologie 100 Jahre alt. Die Frankfurter Rundschau nimmt sich dem Thema an und titelt mit einer „Würdigung des Faches – und eine Rückschau auf heiß diskutierte Komplexe.“

„10 Millionen Dollar dafür, dass Weezer sich auflösen“ – bot James Burns, ein Anti-Weezerist (!) aus Seattle. Die Begründung: Ihn nervt die Band. Ob das Ganze funktioniert hat und dass es im Internet nicht immer ums Durchhalten und um alle Konsequenz und Ernsthaftigkeit geht, erfahrt ihr hier. Außerdem interessant auf jetzt.de: Ein Gespräch mit dem Musiker und Journalisten Jens Friebe. Warum mehr Klavier, weniger Rockgitarren und warum er für sein neues Album „Abändern“ auf die Vengaboys zurückgreift. Friebe war auch zu Gast in unserem ByteFM Studio und gab uns eine kleine Kostprobe. Diese findet Ihr in unserer Rubrik Byte Sessions auf der Magazin Seite. Hört rein!

Keith Richards der Drogenberater, meldet der NME. Die Patienten: Pete Doherty und Amy Winehouse. Eine Profession, die der Rolling Stones Gitarrist dem Anothermag.com bestätigt. „All I’d say is take your drugs in your spare time, if that’s what you want to do, but don’t mix it up.“ Außerdem fügte Richards hinzu, dass er Doherty persönlich vor den Gefahren eines Drogenmissbrauchs gewarnt hat. Also wenn einer weiß wovon er spricht, dann Keith Richards. In dem Artikel auf gigwise.com beschreibt Richards seinen drogengeladenen 3-Tage-Trip mit John Lennon durch das Vereinigte Königreich.

Was haben Phil Spector und Al Pacino gemeinsam? Nun ja, beide sind 70 Jahre alt und das Medium Film wird bald eine zweite Gemeinsamkeit werden. Die Rolle des fiesen Killers ist ja für Pacino keine Unbekannte, man erinnere sich noch an Michael Corleone, Tony Montana, und Richard III. In naher Zukunft wird auch Phil Spectors kriminelle Vergangenheit verfilmt – in der Hauptrolle Mr. Pacino. Mehr Informationen liefert Pitchfork.

Wer kennt sie nicht diese Bilder: Ein glatzköpfiger Mann im Atomkraftwerk, eine Junge in der Schule an der Tafel und die Familie auf der Couch vor dem Fernseher. Richtig: Die Simpsons – der britische Graffiti-Künstler Banksy hat sich die „Simpsons“ vorgenommen oder genauer gesagt, den Vorspann. Banksy nimmt den Zuschauer mit hinter die Mattscheibe, wo sie eine grausame Welt erwartet: Arbeitssklaven, ein Kind hantiert mit giftigen Flüssigkeiten, Kätzchen werden geschreddert, um Bart-Puppen kuschelig zu füllen. „Die düstere Vision sorgt in den USA für Kritik, aber auch Gelächter“ schreibt Sophie Albers auf stern.de.

Und zum Schluss noch eine Meldung zu George Michael: Der wegen Drogenmissbrauchs Inhaftierte – wir berichteten – Sänger hat seine Freiheit wieder. Die Hälfte seiner 8-wöchigen Haftstrafe wurde auf Bewährung ausgesetzt. Nachzulesen beim Guardian.

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Diskussionen

0 Kommentare
  1. posted by
    Anonymous
    Okt 12, 2010 Reply

    Stern Online liest sich wie die BILD.

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