19.05.: Damon Hendrix


Am Wochenende ist Jazzpianist Hank Jones im Alter von 91 Jahren gestorben. Wie FR berichtet, machte Jones, der mit Jazzgrößen wie Ella Fitzgerald oder Benny Goodman zusammenarbeitete, bis zum letzten Moment Musik. Noch in diesem Jahr erscheint posthum ein Album von Jones.

Die Verarbeitung von Trauer behandelt auch ein Artikel auf taz.de. Am 17.05. eröffnete Rufus Wainwright seine Deutschland-Tour in der Münchener Muffathalle. Das Konzert beginnt gediegen: „Gemessenen Schrittes entert Wainwright dann die Bühne – als würde er einem unsichtbaren Leichenzug folgen. Sein Gewand ist schwarz. Seine Mutter, die Folksängerin Kate McGarrigle, ist im Januar verstorben.“ (wir berichteten).

Ginge es nach James Murphy (und es geht nach James Murphy), ist LCD Soundsystem Geschichte. Einige werden traurig sein, einigen wird es egal sein. Letztendlich wird das Thema in den Medien so breit getreten, dass es nervt. Zeit Online weiß nun endlich den Grund der ganzen Auflösungs-Debatte: „Murphy will kein zweiter Iggy Pop werden, und Hits mag er im Grunde seines Herzens auch nicht“. Na also, wer will schon ein zweiter Iggy Pop werden? Ich nicht, Ihr nicht, James Murphy eben auch nicht.

Vielleicht aber Damon Albarn. Der gutaussehende, coole und kreative Kopf hinter den Gorillaz. Zumindest Bobby Womack (singt u.a. auf „Stylo“) sieht Albarn in einer „Liga“ mit musikalischen Granden wie Jimi Hendrix oder Ray Charles, berichtet der NME. „He’s the same way [Hendrix and Charles were]. He’s very creative and thinks way out there, trying things that people don’t try“, so Womack wörtlich.

Ob auch Goldfrapp oder Portishead in diese Liga gehören? Vermutlich nicht. Spex-Chefredakteur und Pächter der literarischen Omnipräsenz (beim Lesen der Spex hat man mitunter das Gefühl Dax hat zu jedem Thema eine Meinung) schreibt auf taz.de über „Hochkultur mit Bier und Schnaps“ und meint damit „die Weltpremiere von Carl Theodor Dreyers ‚Die Passion der Jeanne d’Arc‘ in der Neuvertonung von Adrian Utley (Portishead) und Will Gregory (Goldfrapp)“, die der gute Herr (schreiben kann er ja, zugegeben) in Bristol gesehen hat.

Gute zwei Stunden Autofahrt sind es von Bristol in die Englische Hauptstadt London. Dort gründeten sich Mitte der 90er Jahre die Trip-Hop-Superstars von Morcheeba. Am 18. Juni erscheint mit „Blood Like Lemonade“ das siebte Studioalbum der Band und vorab spielen sie einige Showcases in auserwählten Städten, darunter auch Zürich. Markus Ganz war dort und schrieb einen Konzertbericht für die NZZ.

Der Guardian berichtet derweil über die desolate Lage auf dem Download-Store-Markt. Universal und Sony kontrollieren die Hälfte aller downloadbaren Titel und machen es Start-Up-Unternehmen schwer, in Konkurrenz mit Branchen-Primus iTunes (fast 80% Marktanteil) zu treten.

Außerdem schreibt Popmatters über die wunderbare Band mewithoutYou und deren Transformation von einer Post-Hardcore Band zum Indie-Pop-Act.

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