Al Kooper wird 70

Al Kooper

Al Kooper ist mit allen Wassern des Musikgeschäfts gewaschen. Mit 14 Jahren war Alan Peter Kuperschmidt, wie Kooper mit bürgerlichem Namen heißt, auf der Royal Teens-Single „Short Shorts“ zu hören, die auf Platz 3 der US-Charts landete. Das öffnete ihm viele Türen. Fortan wurde Kooper als Sessionmusiker gebucht. Er meint selbst, dass das anfangs eher an seiner jugendlichen Energie als an seinen spielerischen Fähigkeiten gelegen haben muss. Dank dieser Jobs entwickelte er sich schnell zu einem versierten Gitarristen.

Über 50 Jahre später kann Kooper auf eine ereignisreiche Karriere zurückblicken. Er ist auf einer Vielzahl legendärer Platten zu hören, zum Beispiel von The Rolling Stones, The Who, Jimi Hendrix, George Harrison und Bob Dylan. Mit Dylan verbindet Kooper eine langjährige Zusammenarbeit. Er steuerte die auffällige Orgelmelodie zu „Like A Rolling Stone“ bei, begleitete ihn beim legendären Newport Folk Festival und 30 Jahre später bei einer Welttournee. Al Kooper nahm außerdem mehr als zehn Soloalben auf und war an einer Reihe von Bands beteiligt.

Zum Beispiel an Blood, Sweat & Tears, die nach Koopers Abgang mit ihrem Jazzrock große Erfolge feiern konnten, und The Blues Project. Ende der 70er Jahre entwickelte Kooper ein Interesse für Film- und Fernsehmusik. Er schrieb den Soundtrack zum John Waters-Film „Cry Baby“ und komponierte für Krimiserien. Pause vom Musikgeschäft machte Kooper fast nie, doch er erkundete auch andere Pfade. Dazu zählen eine mehrjährige Lehrtätigkeit am Berklee College of Music in Boston, Massachusetts. Sein letztes Album „White Chocolate“ erschien 2008.
Am 5. Februar wird Al Kooper 70 Jahre alt.

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