American Football veröffentlichen erste Single vom neuen Album

Foto von American Football

American Football

Um „American Football“, das 1999 veröffentlichte Debütalbum der gleichnamigen Gruppe, ranken sich so einige Mythen. Ihr Sänger Mike Kinsella war in der Emotional-Hardcore-Szene des Mittleren Westens eine kleine Legende, der mit seiner ersten Band Cap‘n Jazz den Sound des Genres definierte. „American Football“ wurde von einer Band eingespielt, die sich nur wenige Stunden nach dem Ende der Aufnahmen auflöste – es sollten 15 Jahre ins Land ziehen, bis diese Songs wieder aufgeführt worden. So nichtssagend wie Albumname und das Cover-Artwork waren, so berührend war die Musik dahinter: Die komplizierten, verzahnten Melodien und Rhythmen des Math-Rock, gespielt in schwereloser Zeitlupe, verziert mit Kinsellas tief melancholischen Texten – die laut eigener Aussage aus Anekdoten aus seinem Tagebuch zusammengesetzt waren.

Zur Zeit der Veröffentlichung war „American Football“ ein ziemlicher Flop, doch nach und nach erreichte das Album den Status eines vergessenen Klassikers. 2014 kündigte die Band überraschend ein paar Konzerttermine an – sie waren sofort ausverkauft. 2016 veröffentlichten sie ihr erstes Album nach 17 Jahren, bezeichnenderweise ebenfalls mit dem Titel „American Football“. Die Wartezeit auf die nächste Platte wird nun kürzer als erwartet: Im März wird das dritte Album mit dem Titel „American Football“ erscheinen. Als Vorboten teilte das Quartett die siebenminütige Single „Silhouettes“. American Football haben ihren dichten Teppich aus Gitarrengeklimper und Slowcore-Drums um polyrhythmische Glockenspielen und Xylophonen ergänzt, die an den jazzigen Post-Rock von Tortoise erinnern.

American Football haben zum ersten Mal in ihrer Bandgeschichte Gastsängerinnen auf ihr Album eingeladen: Unter anderem werden die Stimmen von Slowdive-Sängerin Rachel Goswell und Paramore-Frontfrau Haley Williams zu hören sein. „American Football“ wird am 22. März 2019 auf Big Scary Monsters und Polyvinyl erscheinen. Hört Euch „Silhouettes“ hier an:

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