Blog&Roll: auftouren.de


Ein Blog aus dem Land des guten Musikgeschmacks: auftouren.de ist mit viel Liebe, Fleiss und Verstand gemacht und wartet gleich mit einer ganzen Mannschaft an Bloggern auf, die sich hier zu Musik äußern. Wer weiss, was früher aus den hier vertretenen Meinungen geworden wäre – vermutlich eher ein jeweils rein privates Vergnügen für den kleinen Freundeskreis. Aber im Blogzeitalter wird daraus eben schnell etwas, das es in puncto Meinungsvielfalt und Information locker mit einem „richtigen“ Magazin aufnehmen kann. Und so nennen sich die Macher dann auch Redakteure. Ein Blog muss eben nicht immer single-minded sein. Der auftouren.de Mix für Blog&Roll ist dementspechend ein munterer Ritt über das Parkett der Stile zwischen heftigen Gitarren, dicken Beats, elektronischen Windungen und ein bisschen weltgewandtem Soul.

Blog&Roll Mittwoch, 23 Uhr.

Wer macht auftouren.de?

Der Laden wird von einer knapp zweistelligen Zahl von – insbesondere in privatem Kreise – gerne auch schon mal als Nerds abgestempelten, an wirtschaftlichen Verlockungen uninteressierten Redakteuren zusammengehalten, die sich neben dem Hauptjob, Studium oder der Doktorarbeit mit großem Ehrgeiz ihrem größten Hobby zuwenden.

Wo und seit wann wird auftouren.de gemacht?

auftouren.de hat am 03.Juni 2008 das Licht der Welt erblickt. Anfangs wurde das Hauptquartier in Dortmund aufgeschlagen, erste Zweigstellen konnten recht schnell in Hannover und Bonn errichtet werden. Nach reiflicher Überlegung haben wir uns im Laufe der Zeit dann strategisch geschickt im ganzen Land ausgebreitet.

An wen richtet sich auftouren.de?

An Jung und Alt, das sich gerne Zeit nimmt für Musik.

Wie würdest du / ihr deinen / euren Mix für Blog&Roll beschreiben?

Das Ganze ist, wie immer, als Konsens heiß umkämpfter Diskussionen im streng basisdemokratischen, internen Forum zu verstehen. Will heißen: Von allem etwas und auf wundersame Weise trotzdem irgendwie zusammen Sinn ergebend.

Nenne bitte 3 prägende Einflüsse auf auftouren.de (Djs, Fernsehserien, Automarken was auch immer):

-Jack Kerouac
– No Age, nicht zuletzt wegen ihres DIY-Prinzips: Die Idee von auftouren.de lässt sich wohl auf den Moment zurückführen, als Dean Spunt im Mai 2008 in Camber Sands auf dem ATP-Festival am No-Age-Stand mit einem Pritt-Stift ausgestattet die weiße Vinyl-Hülle beklebt hat, um den Leuten um ihn herum endlich die begehrte Weirdo-Rippers-LP verkaufen zu können
– Craig Finn (The Hold Steady), wegen der von ihm ausgehenden, puren kindlichen Freude, die im Zusammenhang mit Musik entstehen kann.

Wenn auftouren.de ein Stück Musik wäre, welches wäre es?

The Biggest Lie (Elliott Smith)

Die auftouren.de all-time favourites (bitte je 3 Tracks, Alben, Bands/Künstler und -wenn Interesse – Filme und Bücher)

Allein die Frage nach den Alben sprengt den Rahmen und ist nicht zu beantworten, denn wie ließen sich jemals „Paul’s Boutique“ und „Highway 61 Revisited“sinnvoll zueinander in Konkurrenz setzen? Und wie sollte man sich zwischen den Replacements und Spoon entscheiden? Eher „Unknown Pleasures“ oder doch „Person Pitch“? Beschränken wir uns auf Alben, die noch nicht allzu viele Jahre auf dem Buckel haben, könnte diesem Trio eine Favoritenrolle zuteil werden:
Animal Collective –Sung Tongs
Broken Social Scene – You Forgot It In People
Neutral Milk Hotel – In The Aeroplane Over The Sea
Bei den Filmen mal frei aus dem Bauch heraus: The Big Lebowksi, The Usual Suspects, No Country For Old Men

Vinyl, CD oder MP3 und warum?

Vinyl. Knistert, klingt voluminös und hat einfach Größenvorteile.

Welche Blogs liest auftouren.de?

Tagtäglich stöbern wir uns durch eine Vielzahl von Blogs. Eine kleine Liste ist unserem Blogroll zu entnehmen, besonders hervorzuheben ist dabei Ulis „Auf ein neues…“, hier gibt’s täglich sauber verfasste, wissenswerte Infos und Höreindrücke.

Welche Radiosender (lokal oder Internet) hört auftouren.de?

Selbstverständlich den Dortmunder Campussender eldoradio*, den Münchner Campussender M 94.5, BBC Radio 6 Music oder Kölncampus. Und natürlich Byte.fm.

Wo kauft auftouren.de Musik?

Meistens im Plattenladen oder direkt beim Label.

Wo guckt auftouren.de Konzerte?

Vorwiegend in Köln, gern im Gebäude 9 oder im Tsunami. Besonders interessant wird’s aber immer dann, wenn man „fremde“ Städte und deren Clubs entdeckt. Ganz besonders hervorzuheben wäre zum Beispiel Heidelbergs „Zum Teufel“, da traut sich vor lauter Ehrfurcht nach einem mehr als begeisternden Abend vor knapp zwei Jahren kaum noch einer hin von uns.

Wo geht auftouren.de tanzen?

Da wir wohl alle keine begnadeten Tänzer sind, sieht man uns – mal abgesehen von Konzerten – eher selten tanzen. Aber versucht es doch mal an einem Montagabend zu später Stunde im Dortmunder „Spirit“.

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