Chika – „Can’t Explain It“ (feat. Charlie Wilson)

Rapperin Chika aus Alabama. Ihr Song „Can't Explain It“ ist heute unser Track des Tages.

Chika (Foto: Leeor Wild)

„Can’t Explain It“ ist die queere Aneignung einer 90er-Sitcom durch die Südstaaten-Rapperin Chika Oranika aus Alabama. Einige ihrer Videos sind virale Erfolge gewesen. Insbesondere dasjenige, in welchem sie Kanye West auf dessen eigenem Beat die Leviten liest. Denn mit Wests Unterstützung von Donald Trumps Präsidentschaftskandidatur war sie alles andere als einverstanden. Ihre Standpunkte sind tatsächlich oft genug der diametrale Gegensatz dessen, was der Rapper feiert. Als erklärte Feministin, Gegnerin von Abtreibungsverboten und Kämpferin für mehr Teilhabe von Minderheiten an der Gesellschaft etwa.

In Chikas Musik kommen die politischen Untertöne allerdings weder mit dem Holzhammer noch von der Predigerinnenkanzel. Denn in erster Linie ist Chikas Kunst Pop. Mit mühelos druckvollem Rap-Flow wie im vorliegenden Track des Tages. Als Sänger ist R&B-Star Charlie Wilson mit dabei; im Video spielt Chika die Rolle des Dwayne Wayne. Eines männlichen Charakters aus dem Cosby-Show-Spinoff „A Different World“ (in Deutschland lief die Sendung als „College Fieber“). Mit der dazugehörigen Junge-trifft-Mädchen-Lovestory ein einfacher, aber effektiver Gender-Wechsel.

„Can’t Explain It“ (feat. Charlie Wilson) von Chika ist auf Warner erschienen und heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an:

Das könnte Dich auch interessieren:

Streicher und eine Metallmaske: Wilma Archer und MF Doom Streicher und eine Metallmaske sind elementar für „Last Sniff“ von Wilma Archer aus London. Seinen cellolastigen Beat veredelt der maskierte Rapper MF Doom.
Räudiger Bass, raue Raps: Doja Cats neuer Track „Harley“ Ein rauer HipHop-Party-Track, ein räudiger Bass: Nach R&B-Ausflügen geht Doja Cat nun in die entgegengesetzte Richtung und klingt dabei ziemlich befreit.
Kinderzimmer Productions – „Todesverachtung To Go“ (Album der Woche) Neues Material für Fans von Proseminar-Battlerap-Cyphern: „Todesverachtung To Go“, das Comeback von Kinderzimmer Productions, ist unser ByteFM Album der Woche.


Deine Meinung

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.