Dave Greenfield (The Stranglers) an Coronavirus-Infektion gestorben

Foto des britischen Musikers Dave Greenfield, der an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben ist.

Dave Greenfield (The Stranglers)

David Paul „Dave“ Greenfield, Sänger und Keyboarder der britischen Punk-/New-Wave-Band The Stranglers, ist im Alter von 71 Jahren an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Der britische Musiker hatte sich in einer Klinik wegen Herz-Problemen behandeln lassen und sich dort mit dem Virus infiziert. Greenfield starb bereits am vergangenen Montag, wie in einem Statement auf der Webseite der Band bekannt gegeben wurde. Die Band hatte erst kürzlich eine geplante Tournee aufgrund der weltweiten Coronavirus-Pandemie abgesagt.

Drummer Jet Black würdigte in einem Statement Greenfields musikalisches Talent: „Wir haben einen lieben Freund und ein musikalisches Genie verloren, und damit auch die ganze Welt. Dave war ein vollkommenes Naturtalent. Wir sind endlos um die Welt getourt und es war klar, dass er von Millionen verehrt wurde.“ Sänger und Gitarrist Baz Warne schlug ähnliche Töne an: „Wir haben heute einen echten Innovator, eine musikalische Legende und einen meiner liebsten Freunde verloren. Mit dem Wort „Genie“ wird heutzutage viel zu leichtfertig herumgeworfen, aber Dave Greenfield war mit Sicherheit eines.“

Von Pub-Rock-Grobianen zur Konzeptband

Greenfield spielte seit 1975 bei The Stranglers und hatte als Keyboarder, Sänger und Komponist prägenden Einfluss auf die Musik der Band. Er zeichnete sich auch für einen ihrer größten Hits verantwortlich: „Golden Brown“ auf dem 1982 erschienenen Album „La Folie“. Der Track mag als beispielhaft für Greenfields eigenwilligen Stil und Sound gelten.

Mit ihren ersten drei Alben, die in nur 13 Monaten zwischen April 1977 und Mai 1978 erschienen, schrieben sich The Stranglers in die klassische britische Punkgeschichte ein – obwohl sie streng genommen nie eine Punkband waren. Von teils aggressiven (und sexistischen) Pub-Rock-Grobianen wandelte sich die Band im Verlauf ihrer Karriere zu einer experimentierfreudigen Konzeptband, die mit „Always The Sun“ in den 80ern einen lupenreinen Pop-Hit landete. Der Schaffensphase von 1977 bis 1990 beleuchtete ByteFM Moderator Christian Tjaben am 5. Januar 2017 ausführlich in seiner Sendung School Of Rock. Dem dritten Album „Black & White“ widmete sich Ingo Scheel am 2. Mai 2018 in der Premieren-Ausgabe seiner Sendung Flashback. Mitglieder im Förderverein „Freunde von ByteFM“ können beide Sendungen in unserem Archiv nachhören.

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