David Byrne: neuer Song „Everybody’s Coming To My House“

Foto von David ByrneWünschte manchmal, er wäre eine Kamera: Der große Pop-Querdenker David Byrne

Der große Pop-Querdenker David Byrne hat einen neuen Song veröffentlicht. „I wish I was a camera“ singt er in der ersten, sehr byrnesken Zeile von „Everybody‘s Coming To My House“ und klingt dabei als wären keine 30 Jahre seit dem letzten Talking-Heads-Album „Naked“ vergangen.

Dabei hat Byrne sich für die frenetische Art-Funk-Party auch einige jüngere Kollegen auf die Gästeliste geschrieben: Sowohl der britische R&B-Spätzünder Sampha als auch Happa Isaiah Barr (Mitglied des Jazz-Kollektivs Onyx Collective) sind auf dem neuen Song zu hören. Parallel dazu hat Byrne nun auch sein neues Soloalbum offiziell angekündigt: „American Utopia“ wird im März erscheinen. Mit Beiträgen von Oneohtrix Point Never, Jack Peñate und seinem ewigen partner in crime Brian Eno kann auch die Platte einige hochkarätige Gäste vorweisen. Es ist sein erstes Soloalbum seit 14 Jahren.

Amerikanische Utopie

In einer dem Song beigefügten Presse-Info sinniert Byrne augenzwinkernd über die oberflächliche Ambivalenz seiner Musik: „Ist das ironisch gemeint? Ist das ein Scherz? Meine ich das ernst? Und auf welche Art? Geht es um die Zukunft oder die Vergangenheit? Ist das persönlich oder politisch?“ Fernab von all der Postmodernität scheint das Album seinem Namen entsprechend eine utopische Abhandlung über den Status Quo der Vereinigten Staaten zu sein. „Wir schauen uns um und fragen uns: Muss das so sein? Gibt es nicht einen anderen Weg? Darum geht es in diesen Songs, um diese Suche und diese Fragen.“

Am 3. März wird David Byrne dann die Tour beginnen, die er kürzlich noch seine „aufwändigsten Konzerte seit ‚Stop Making Sense‘“ genannt hatte. Ein Konzert im deutschsprachigen Raum ist bisher jedoch nicht geplant. „American Utopia“ erscheint am 9. März auf Todo Mundo und Nonesuch Records.

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