Drei Lieblingssongs von İlgen-Nur

Foto der Hamburger Künstlerin İlgen-Nur, zusammen mit ByteFM Moderator Marius Magaard vor unserem Studio

İlgen-Nur und Moderator Marius Magaard in der ByteFM Redaktion

Gitarrenmusik klang lange nicht mehr so frisch wie bei İlgen-Nur Boralı. Als die Hamburger Musikerin 2017 ihre Debüt-EP „No Emotion“ veröffentlichte, gab sie ihr den Untertitel „Sad Songs About Growing Up“. Die fünf Indie-Rock-Songs schrieb sie im Alter von 18 Jahren, die englischsprachigen Texte handeln vom Spätaufstehen, der Enttäuschung über erfüllte Träume, von Zukunftsängsten. Empathische Texte trafen auf eingängige Refrains.

Mit ihren traurigen Liedern über das Erwachsenwerden scheint sie einen Nerv getroffen zu haben. Seit dem Release von „No Emotion“ ist sie stetig auf Tour, unter anderem mit Tocotronic. Am 30. August wird sie nun ihr erstes Studioalbum „Power Nap“ veröffentlichen. Dazu kommt eine ausgedehnte Headliner-Tour.

Welche Musik İlgen-Nur in dieser turbulenten Zeit privat hört und welche Songs sie beeinflusst haben, hat sie uns für ein ByteFM Mixtape verraten. Hier findet Ihr vorab drei Lieblingssongs der Hamburger Gitarristin. Die komplette Sendung gibt es dann am Mittwoch, den 12. Juni um 9 Uhr auf ByteFM. Durch das ByteFM Mixtape und İlgen-Nurs Musikwünsche führt Marius Magaard.

Robyn – „Ever Again“

İlgen-Nur: Ich sag‘s mal wie es ist: Die Bassline bohrt sich ordentlich ins Gehirn rein. Einfach unfassbar gute Pop-Musik. Robyn ist echt seit so vielen Jahren unfassbar stabil im Game dabei, gegen die kann man einfach nichts sagen. Und die neue Platte „Honey“ ist einfach nur: Wow.

Alex Cameron feat. Angel Olsen – „Stranger‘s Kiss“

Ich liebe Alex Cameron und ich liebe Angel Olsen. Beide sind sehr unterschiedlich – und ich finde es extrem cool, dass die gemeinsam einen Song gemacht haben. Der ist unfassbar geil und das Musikvideo mit Jemima Kirke auch. Die „Forced-Witness“-Platte von Alex Cameron läuft bei mir rauf und runter. Mir kann echt niemand sagen, dass man nur „alte“ Musik hören muss, weil gerade nichts Cooles stattfindet. Das stimmt einfach nicht. Ich meine, wir leben in einer Zeit, in der es FKA Twigs, King Princess, Alex Cameron und Angel Olsen gibt.

Jeff Buckley – „So Real“

Dieser Song ist unter meinen Top-Ten-Lieblingssongs of all time. Jeff Buckleys Songwriting ist total underrated. Ich finde, es reden nicht genug Leute über ihn. Die „Grace“-Platte ist von vorne bis hinten ein Meisterwerk. Er hat so ein paar Songtexte, die einfach so spezifisch sind, dass sie mich extrem berühren: „I remember the smell of the fabric of your simple city dress …“, singt er zum Beispiel.

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