Durchhalten, wenn das Arbeitsamt nervt: Thibault aus Melbourne

Foto der Band Thibault, deren Song „Centrelink“ unser Track des Tages ist.

Thibault (Foto: Jamie Wdziekonski)

Das Arbeitsamt nervt Nicole Thibault. Immerhin konnte die australische Sängerin aus Melbourne aus ihren negativen Erfahrungen ein schönes Stück Kammerpop weben. In „Centrelink“ beschreibt sie, wie entwürdigend und traumatisierend es für sie gewesen ist, stundenlang auf zynische Bürokrat*innen zu warten. Einfach nur, um genügend Geld zu bekommen, um mit ihren Kindern zu überleben. Aber das Stück handelt auch davon, eben genau solch beknackten Situationen zu trotzen und nicht aufzugeben. Selbst wenn das Schicksal es mal wieder nicht besonders gut meint und dann auch noch das Arbeitsamt nervt.

„Centrelink“ ist die erste Single der Band, die nach dem Nachnamen der Sängerin benannt ist: Thibault. Zuvor hatte Nicole Thibault in der Gruppe Minimum Chips gespielt, doch deren letztes Album ist mittlerweile auch schon knapp 15 Jahre her. Klanglich zwischen Barock-Pop und Reverbcore angesiedelt, ist Thibault keine zwei Meilen von Minimum Chips entfernt. Vielleicht etwas näher an 60s-Bands wie The Left Banke oder The Association als an Krautrock-Einflüssen. Aber wir kennen ja bisher auch nur diese eine, sehr schöne Single. Kathleen Hanna (Bikini Kill, The Julie Ruin) weiß da vielleicht mehr. Sie hat Thibault zumindest als Fusion zweier Lieblingsbands beschrieben: Stereolab und Electrelane. Und das kann nie ganz schlecht sein.

Das Album „Or Not Thibault“ von Thibault erscheint am 4. September 2020 auf dem Label Chapter Music. „Centrelink“ ist heute unser Track des Tages. Hört und seht ihn Euch hier an:

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