Eurosonic Noorderslag Festival in Groningen

Foto von Soak live beim Eurosonic Noorderslag FestivalSoak live beim Eurosonic Noorderslag Festival (Foto: Jorn Baars)

Vom 13. bis zum 16. Januar fand bereits zum 30. Mal das Eurosonic Noorderslag Festival in Groningen in den Niederlanden statt. Vergleichbar ist das Club-Festival mit dem Reeperbahn Festival in Hamburg, da es über 300 NachwuchskünstlerInnen eine Plattform bietet und VertreterInnen aus der Musikindustrie um sie versammelt. Im Gegensatz zum Reeperbahn Festival, das internationale KünstlerInnen zu Gast hat, finden sich in Groningen allerdings nur europäische Bands ein. Zudem gibt es einen finalen eintägigen Schwerpunkt, der nur auf NachwuchskünstlerInnen aus den Niederlanden setzt.

Die malerische Stadt, die mit ihren Grachten und einer Vielzahl kleiner Gassen entzückt, eignet sich für das Festival besonders gut: Ein Viertel der Bevölkerung sind Studierende, was die Stadt zu einem äußerst spannenden Ort macht, an dem es vor Kreativität nur so brodelt. An die 40 Locations stehen auf der offiziellen Eurosonic-Landkarte, die sich über die ganze Stadt verteilen und alle zu Fuß gut erreichbar sind. Dabei reicht die Bandbreite vom historischen Theatersaal des Stadsschouwburg bis zur alten Bar im Huis De Beurs, vom Kellerclub im Newscafé bis zum großen Zelt der Damsterntage oder auch der besonderen Atmosphäre einer Kirche. Ganz abgesehen davon gibt es natürlich die unabhängige Szene, die das Eurosonic ebenfalls für sich nutzt und in den Cafés und Bars der ganzen Stadt kleine Konzerte veranstaltet. Für die MusikexpertInnen, oder die, die es noch werden wollen, bietet ein zusätzliches Konferenzprogramm mit Talks und Workshops viele Möglichkeiten zum Austausch und Kontakte-Knüpfen.

Nachdem das letzte Festival Bands wie Ibeyi, Die Nerven, Låpsley oder Hinds einen extra Schub Aufmerksamkeit für das Jahr 2015 brachte, erhielten in diesem Jahr besonders die britische Neo-Soul-Sängerin Nao, die irische Singer-Songwriterin Soak und die elfenhafte norwegische Sängerin Aurora bereits im Vorfeld viel Aufmerksamkeit. Unter den deutschen VertreterInnen waren die Frankfurter Post-Punker von Lea Porcelain, das Berliner Indie-Duo Me And My Drummer und die hier bereits bekannten Rapper der Antilopen Gang.

Das Festival eignet sich vor allem für diejenigen Musikinteressierten, die sich gerne treiben und Überraschen lassen – oder auch einfach zuerst das Neueste aus allen Genrebereichen gehört haben wollen. Groningen bietet hierzu die perfekte Kulisse.

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