Funk-Pionier Art Neville ist tot

Foto des Funk-Pioniers Art Neville, der im Alter von 81 Jahren gestorben ist

Art Neville auf dem Cover seines Albums „Rock ‘n‘ Soul Hootenanny“ aus dem Jahr 1988

Der US-amerikanische Funk-Pionier Art Neville ist tot. Er starb am 22. Juli 2019 im Alter von 81 Jahren im Beisein seiner Frau, wie sein Management nun bekannt gab. Neville gilt als einer der wegweisenden Vertreter des Funk und trug deshalb auch den Spitznamen „Poppa Funk“.

Geboren wurde der Musiker und zweifache Grammy-Preisträger am 17. Dezember 1937 in der Jazz- und Soul-Metropole New Orleans. Unter anderem von Fats Domino beeinflusst, begann er früh mit der Musik und sang schon als 17-Jähriger den Hit „Mardi Gras Mambo“, der noch heute zum Karneval in New Orleans gespielt wird.

Auch als er Ende der 1950er-Jahre für vier Jahre in die US-Marine eintrat, blieb er der Musik treu und gründete gemeinsam mit seinem Bruder Aaron die Band Neville Sounds, aus der später The Meters wurde. Mit Songs wie „Cissy Strut“, „Look-Ka Py Py“ und „Hey Pocky A-Way“ ebneten sie nicht nur den Weg für ein neues Kapitel New-Orleans-Musikgeschichte, sondern waren insgesamt für den Funk stilprägend. Wenn sie nicht ihre eigenen Songs spielten, waren The Meters auch immer mal wieder Backing-Band für andere KünstlerInnen. Darunter Allen Toussaint oder Dr. John. Letzterer ist erst vor wenigen Wochen im Alter von 77 Jahren gestorben.

Nach der Auflösung von The Meters gründete der Sänger und Keyboardspieler gemeinam mit seinen Brüdern Ende der 1970er-Jahre die Band The Neville Brothers. Zu ihren größten Hits zählten unter anderem „Yellow Moon“, „Brother’s Keeper“ und „Sister Rosa“. 2004 nahmen sie ihr letztes Album „Walkin‘ In The Shadow Of Life“ auf und gaben 2015 ein Abschiedskonzert. Wegen gesundheitlicher Probleme zog sich Art Neville bereits im vergangenen Dezember aus dem Musikgeschäft zurück.

Das könnte Dich auch interessieren:

  • The Meters – „Fire On The Bayou“ (Album der Woche)
    The Meters kultivierten in den 60er- und 70er-Jahren den Funk. Die elf Songs auf auf ihrer sechsten Platte „Fire On The Bayou“ sind reich an Soul und zeichnen sich durch aufgeweckte Melodien aus, die bei aller Tightness gerade genug Platz für Lässigkeit lassen. Ein lebhaftes, brodelndes Album - erschienen vor genau 40 Jahren im Sommer 1975....
  • Foto von Dr. John
    Funk-Ikone, Voodoo-Okkultist, New-Orleans-Legende: Dr. John ist am Donnerstag im Alter von 77 Jahren gestorben. ...
  • Otis Redding – „Pain In My Heart“
    1963 stahl Otis Redding Allen Toussaints „Ruler Of My Heart“. Toussaint gewann vor Gericht eine gute Summe Geld und die Welt gewann mit Reddings Version einen unverwüstlichen Soul-Klassiker. ...


Deine Meinung

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.