Internationaler Music Film Contest beim Reeperbahn Festival

Internationaler Music Film Contest auf dem Reeperbahn Festival (Foto: seriousFilm)Nihilismus-Legende trifft Punk-Legende: Michel Houellebecq und Iggy Pop in „To Stay Alive – A Method“, zu sehen beim Music Film Contest. (Foto: seriousFilm)

Das Reeperbahn Festival war schon immer mehr als nur ein Musik-Festival: Von Anfang an gehörten auch Kunst, Literatur, Showcases und Film zum breit gefächerten Angebot. Letzterem wird dieses Jahr besondere Aufmerksamkeit geschenkt: Im Rahmen des internationalen Music Film Contest werden vom 19. bis zum 23. September in drei Hamburger Kinos 25 Musik-Filme präsentiert.

Unter dem Motto „Staying Alive“ hat das Kuratoren-Team ein vielfältiges Programm zusammengestellt: „Conny Plank: The Potential Of Noise“, ein Porträt über den einflussreichen deutschen Produzenten, eröffnet den Wettbewerb am 19. September um 21 Uhr im Metropolis Kino. „Punk im Alter: Die Kassierer“, eine Dokumentation über die Könige des deutschen Anarcho-Punks, beschließt den Wettbewerb am Samstag. Von Sub- bis Hochkultur, von Lo-Fi bis Kino-Film, egal ob Kraut-Rock, Post-Rock, Post-Punk, Jazz, Pop, Avantgarde, Electro oder Soul, ob Rolling Stones oder Die Kassierer – alles ist erlaubt.

Weitere cineastische wie akustische Highlights: In „2 + 2 = 22 (The Alphabet)“ enthüllen die Düsseldorfer Avantgarde-Elektroniker Kreidler ihren kollektiven und kreativen Schaffensprozess. „Rumble: The Indians Who Rocked The World“ dokumentiert den gnadenlos unterschätzten Einfluss der nordamerikanischen Ureinwohner auf die Rockmusik, von Link Wray bis Jimi Hendrix. In „Lady You Shot Me – Life And Death Of Sam Cooke“ wird das nominelle Leben und (tragische) Sterben der US-amerikanischen Soul-Legende beleuchtet. Und „To Stay Alive – A Method“ gibt dem Wettbewerb sein Motto und lässt Iggy Pop auf Nihilismus-Legende Michel Houellebecq treffen.

Die Filme werden im Metropolis, dem B-Movie und dem Studio Kino gezeigt und von einer Jury bewertet. Zu ihren Mitgliedern gehören Filmproduzent Peter Rommel („Halbe Treppe“, „Feuchtgebiete“) sowie Regisseurin Emily Atef, die bereits mit ihrem Debütfilm „Molly’s Way“ zahlreiche internationale Auszeichnungen einheimste und deren Romy-Schneider-Hommage „3 Tage in Quiberon“ für 2018 in den Kino-Startlöchern steht. Komplettiert wird die Jury durch den Hamburger Medienunternehmer Frank Otto, einer der Mitbegründer von Viva und dem Stadtfernsehen Hamburg 1. Am letzten Tag des Reeperbahn Festivals wird schließlich der mit 2.500 Euro dotierte Preis des internationalen Music Film Contests 2017 bei einer Abschlussveranstaltung verliehen. Der Wettbewerb ist Teil des 11. internationalen Unerhört! Musikfilmfestifvals. Weitere Infos und Tickets für die Vorstellungen gibt es unter anderem auf der Website des Reeperbahn Festivals.

Der Music Film Contest – mit freundlicher Unterstützung von



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