Justine Electra im Porträt

Justine Electra

Mit freundlicher Unterstützung von NAD.

2006 erschien „Soft Rock“, das Debüt von Justine Electra und jetzt, sieben Jahre später, kommt der Nachfolger „Green Disco“. Das ist entstanden in ihrer Wahl-Heimatstadt Berlin, aber auch an Orten wie Sydney oder San Francisco. Justine Electra ist in Australien aufgewachsen, wo sie auch Musik studiert hat. Mit Anfang 20 kam sie dann nach Berlin, wo sie seit Mitte der 90er lebt und als Musikerin und DJ arbeitet. Auf „Green Disco“ spiegeln sich nicht nur private Veränderungen der letzten Jahre wieder, für Justine Electra bedeutet es auch eine Weiterentwicklung, was ihre Produktions- und Arbeitsweise angeht.

Für ihr Debüt habe die Musikerin einfach die Aufnahmetechniken ausprobiert, die nahelagen, hat analog und digital kombiniert. Mittlerweile versteht Justine Electra, was sie alles aus ihren Aufnahmen herausholen kann:
„Technologie zu beherrschen kann beim Musik machen richtig helfen, gerade wenn man experimentelle Sachen durchkriegen will. So konnte ich auch zum Beispiel diese kleinen Samples herauspflücken und da hinlegen, wo ich sie haben wollte, und meiner Kreativität freien Lauf lassen. Meine Songs konnten mit meinen Ideen Schritt halten.“

Oft entstehen die Ideen für ihre Lieder aus dem Herumexperimentieren mit unterschiedlichen Instrumenten, erzählt Justine Electra. Instrumente, die sie zum Beispiel von Freunden geliehen oder geschenkt bekommt. Die dann für einen oder zwei Songs bleiben, und sie anschließend auch oft wieder verlassen. Auch Samples können die Musikerin inspirieren, so zum Beispiel bei dem Stück „Bagpipe Serenade“. Dieser Song ist aus einem Dudelsack-Sample entstanden, über das Electra vollkommen zufällig im Plattenladen gestolpert ist.

Durch seine Entstehungsgeschichte wirkt „Green Disco“ von Justine Electra wie ein Album, das einen Lebensabschnitt erzählt. Wie ein Tagebuch, voll mit Erlebnissen und Träumen. Musikalisch verspielt, irgendwo zwischen experimentellem Folk, R’n’B und Electro. Ein Album, das mit einem gebrochenen Herz im ersten Song beginnt, und mit einer neuen Liebe im letzten Song aufhört. Es ermutigt, einen optimistischen Blick in die Zukunft zu wagen. Auch, da Justine Electra bereits genügend Material für ein neues Album zusammen hat.

Ein Audiobeitrag über Justine Electra von Oliver Stangl ist im ByteFM Magazin am Morgen zu hören. Mit freundlicher Unterstützung von NAD.

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