Kaputter Pop und Melodiehypnose: Peel Dream Magazine

Die New Yorker Band Peel Dream Magazine, deren kaputter Pop-Song „Pill“ heute unser Track des Tages ist.

Peel Dream Magazine

Kaputter Pop mit einer Mauer aus Fuzz-Gitarren und wärmenden Orgeln: „Pill“ von Peel Dream Magazine aus New York ist ein Track, der nicht lange fackelt und direkt mit der Hookline beginnt. Alle Regler sind von Anfang an auf Anschlag; Platz für Lautstärke-Dynamik bleibt da nicht mehr. Doch die Band um Joe Stevens, die nun vom Solo-Projekt zur Band geworden ist, schafft es über die ganze Strecke, aus der hypnotischen Shoegaze-Wall-of-Sound ein abwechslungsreiches Popstück zu meißeln.

Stevens‘ rhythmisch-monotoner Gesang und die Melodien der neu hinzugekommenen Sängerin Jo-Anne Hyun machen den Song zu etwas, das eben mehr ist als Shoegaze-Malen-nach-Zahlen. Er besitzt etwas, das Bands wie Air Miami, Electrelane oder My Bloody Valentine hatten, viele ihrer Epigonen aber nicht. Denn bei aller Versiertheit im Krachmachen ist „Pill“ vorrangig ein genuiner Popsong mit hohem Ohrwurmpotential. Kaputter Pop vielleicht, aber das macht ihn umso spannender.

„Agitprop Alterna“ von Peel Dream Magazine erscheint am 3. April 2020 auf dem Label Slumberland. Unser heutiger Track des Tages ist die Vorabsingle „Pill“. Hört und seht ihn Euch hier an:

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