Konkurrenz belebt das Geschäft

Schorsch Kamerun, Regisseur und Sänger der Goldenen Zitronen, liefert mit seinem Stück „Vor Uns Die Sintflut“ seit einiger Zeit Gesprächsstoff im Hamburger Kulturbetrieb. Vor kurzem war er bei Ruben Jonas Schnell in einem ByteFM Magazin EXTRA zu Gast und heute Abend findet die Uraufführung seiner Inszenierung statt. Worum es darin geht und was das Wirtschaftsmagazin Capital als Theateroutfit empfiehlt, fasst der Spiegel noch einmal kurz zusammen. Die taz führte ein ausführliches Interview mit Schorsch Kamerun über die Finanzierung seiner Projekte und das autonome Selbstverständnis eines Künstlers.

Roman Fischer hat sein selbstbetiteltes Album bereits im Juli veröffentlicht und spricht mit Steffen Rueth auf jetzt.de über seine letzten musikalischen Entwicklungen. Der 24-jährige fühlt sich mittlerweile mehr der Popmusik zugehörig und reflektiert über seinen Werdegang vom bayerischen Landei zum Wahlberliner.

Einer ganz anderen Entwicklung sieht sich das Paste Magazine gegenüber. Die Anzeigen-Auflagen-Spirale drehte sich in der letzten Zeit kontinuierlich nach unten. Als Konsequenz wird nun die Produktion der Print-Ausgabe eingestellt. Die Ankündigung vom Anfang der Woche garantiert aber eine Aufrechterhaltung der Online-Präsenz. Sind das die ersten Anzeichen für den Niedergang vieler popkulturellen Magazine?

Dass man sich das Internet auch profitabel zu Nutzen machen kann, hat Google seit seinem Bestehen immer wieder unter Beweis gestellt. Nun soll laut dem Rolling Stone auch das Musikgewerbe einbezogen werden. Google plant eine Download-Plattform für Musik und den obligatorischen Internetzugang der Benutzer zur eigenen Musikbibliothek. Das Vorhaben steckt noch in den Kinderschuhen und die Verhandlungen mit den Musikkonzernen laufen erst an. Das Musikangebot von Google könnte bei Inbetriebnahme erstmals eine ernste Konkurrenz zum Marktführer iTunes darstellen.

Theater, Musik, Internet, Sarrazin wurde vornehm ignoriert, bleibt nun noch ein Schwenk in die Welt der Literatur. Die Zeit rezensiert vorab den neuen Roman von Michel Houllebecq, womit man auch schnell beim Thema Kunst landet. Der neuste Skandal bei diesem Buch? Es gibt keinen. „La Carte Et Le Terretoire“ wurde zumindest schon von französischen Autoren an einigen Passagen kritisiert. Also doch ein Skandälchen? Der erste Kommentar unter dem Artikel enthält schon den ersten Hinweis auf Plagiatsvorwürfe. Na bitte!

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