Pamela Birch ist gestorben

Pamela Birch, Frontfrau der Liverbirds, verstarb am Dienstag im Alter von 65 Jahren.

Der Liver bird ist das Wappentier der britischen Stadt Liverpool. Nach ihm benannten sich The Liverbirds: vier Mädels aus eben dieser Stadt, die sich 1962 aufmachten um die Beat-Welt zu erobern. Erobert haben sie vielleicht nicht die Welt, aber den Hamburger Star Club. Dorthin zog es die Liverbirds 1964. Pamela Birch (Gitarre/Gesang), Valerie Hausner (Gitarre), Mary Dostal (Gitarre) und Sylvia Wiggins (Schlagzeug) wurden eine der beliebtesten Bands im Star Club, veröffentlichten zwei LPs beim gleichnamigen Label und erreichten mit dem Cover ‚Diddley Daddy‘ sogar Platz fünf der deutschen Charts. Am 25. September 1965 traten sie in der ersten Beat Club Sendung auf.

Und das zu einer Zeit, in der Frauen auf der Bühne nett anzusehen und lieblich anzuhören sein sollten. Die Liverbirds aber trugen Hosen statt Mini-Rocke, Schwarz statt Pasteltöne und ihre Musik wollte erst Recht nicht dem Rollenbild entsprechen: Gitarrengeschrammel und alles andere als zarter Gesang. Eine kleines Emanzipationswunder also. So gelten die Liverbirds heute als die erste weibliche Beat-Band der Musikgeschichte.

1967 lösten sich die Liverbirds auf. Einige der Mitglieder blieben in Deutschland. So auch Pamela Birch, die in Hamburg lebte und dort noch viele Jahre musikalisch aktiv blieb. Zum letzten Mal spielten die Liverbirds 1998 im CCH.

Pamela Birch starb am Dienstag im Alter von 65 Jahren im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE), wie Musikproduzent Frank Dostal mitteilte.

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