Presseschau 02.05.: Scheue Typen und Protestsongs

jetzt.de sprach mit Art-Brut-Sänger Eddie Argos, dessen Band demnächst ein neues Album herausbringen wird. Es geht um das Verfallsdatum von Rockstars, den Besuch von Indie-Discos auf Tour, das Trinken als Inspirationsquelle für das Album und die Tatsache, dass Argos „ein ziemlich scheuer Typ“ ist.

Das neue Album der Beastie Boys ist in aller Munde. Seit einigen Tagen ist es möglich, das Werk auf der Website der Band in Gänze zu streamen. Auf Zeit Online ist eine ursprünglich im Tagesspiegel erschienene Besprechung zu „Hot Sauce Committee Part Two“ zu finden. Andreas Müller nahm die Veröffentlichung zum Anlass, die Geschichte der Beastie Boys Revue passieren zu lassen, bevor er näher auf das Album eingeht. Die Beastie Boys beschwören auf „Hot Sauce Committee Part Two“ den Geist der Achtziger Jahre, als sie begannen, mit ihrer Musik die Welt zu erobern, und kehren zu ihren Wurzeln zurück. An dem Album sei zwar nichts neu oder weise in die Zukunft, es stelle aber fest, dass die große Vergangenheit des HipHop eine ganz famose Gegenwart besitzt.

In der Titelgeschichte der aktuellen Print-Ausgabe der Spex geht es um die Abwesenheit des politischen Bewusstseins im derzeitigen Pop. Aus diesem Grund hat das Magazin in Kooperation mit ByteFM zu einem Protestsong-Wettbewerb aufgerufen, im Rahmen dessen jeder die Möglichkeit hat, noch bis zum 6. Mai eigene Protestlieder einzureichen. Ob dieser Wettbewerb etwas an der Situation ändern kann, sei noch nicht abzusehen, unabhängig davon habe aber zumindest der Diskurs über Pop und Politik wieder an Fahrt aufgenommen. Daniel Fersch hat deshalb für die Spex-Website einige der Zitate von Journalisten, die sich nun Gedanken zu dem Thema machen, zusammengestellt.

Wie soll man mit dem Verkauf von Musik noch Geld verdienen? Nachdem die CD seit Jahren schon dem Niedergang entgegenblickt, versprach zunächst iTunes Besserung, um Musik auf digitalem Weg erfolgreich zu vermarkten. Seit geraumer Zeit schwächele aber auch dieses System wieder, so Spiegel Online, wohingegen die Geschäfte mit Apps „aufs Herrlichste florieren.“ Da sei es nur konsequent, beide Systeme zu kombinieren, um mehr Schwung in den Musikmarkt zu bringen. So versucht zum Beispiel Björk, mit ihrem neuen Album „Biophilia“ Maßstabe in Sachen „Pop-App“ zu setzen. Das Werk wird neben den klassischen Ausgaben auch als App zu haben sein, in der die Songs mit Installationen, Live-Shows usw. kombiniert werden. Und wem das alles zu fortschrittlich ist, dem bleibt immer noch, dass andere Musiker auf altbewährte Medien setzen: Morrissey wird seine Biografie schlicht als klassisches Buch veröffentlichen.

Auch die sogenannten Indie-Labels müssen sich immer wieder Gedanken machen, wie sie weiter bestehen können. Die Zauberformel lautet bei ihnen meist einfach: Gute Musik veröffentlichen! Der Guardian betrachtet in einer Fotoserie die zehn britischen Indie-Labels, die den größten Einfluss neben den riesigen Major-Labels haben.

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