Presseschau 14.07.: Keine Wurst für Morrissey

(Foto: PETA)

Steven Patrick Morrissey ist ja schon dafür bekannt, dass er ein wenig schwierig sein kann und bekam die Tage schon den Zorn eines Hundes zu spüren – wir berichteten. In Kopenhagen ließ er nun Spinner zufolge am Montag den Webmaster der Seite morrissey-solo.com, David Tseng, von Security-Leuten rausschmeißen; diese riefen ihm wohl „You know what you did“ hinterher. Tseng hat nun lebenslanges Morrissey-Konzerte-Verbot. Morrisseys Agent ließ dazu verlauten: „Mr. Tseng via his poisonous website has caused so much intentional distress to Morrissey and Morrissey’s band over the years that Mr. Tseng is not welcome at any Morrissey shows.“ Einen Abend später im englischen Middlesbrough mussten sich die Besucher des Konzerts von der Security vor dem Konzert auf Fleischprodukte untersuchen lassen – Morrissey war vor einigen Jahren während eines Konzerts mit Würsten beworfen worden. Dass Morrissey schon lange Vegetarier ist, dürfte bekannt sein, so forderte er auch, dass bei einem belgischen Festival, wo er als Headliner spielt, für den Tag seines Konzerts auf den Verkauf von Fleisch verzichtet wird.

Beim diesjährigen Coachella Festival gab es sowohl für Vegetarier als auch für Veganer genug Essens-Möglicheiten, kann man auf deren Website nachlesen. Anlässlich ihres Auftritts bei diesem, haben sich die New Yorker Wave-Popper Interpol mit Kult-Regisseur David Lynch zusammengetan. Dieser steuerte einen animierten Kurzfilm namens „I Touch A Red Button“ zu ihrem Song „Lights“ bei. Das Video kann man sich nun beim NME anschauen.

Ein weiterer Kult-Regisseur wird im Herbst seinen Film über einen Musiker präsentieren:BBC berichtet, dass Martin Scorseses Dokumentation „Living in the Material World“ über Beatle George Harrison im Herbst im US-Sender HBO laufen wird. Filme über Musiker sind kein ungewohntes Terrain für Scorsese, dessen Film „Shine A Light“ über die Rolling Stones 2008 Premiere auf der Berlinale feierte. „Living in the Material World“ wird aus zwei Teilen bestehen und Harrisons Witwe Olivia fungiert als Co-Produzentin. Ab dem 10. Oktober wird die DVD auch käuflich zu erwerben sein. Herzstück des Films werden Interviews mit Eric Clapton, John Lennons Witwe Yoko Ono, sowie den Produzenten Phil Spector und George Martin. Scorsese sagte, als er zum ersten Mal 1970 Harrissons Solo-Album „All Things Must Pass“ hörte, war es für ihn wie „walking into a cathedral“. Harrison verstarb 2001 an Lungenkrebs.

Weiteres Filmmaterial bietet das 19 CD starke Box-Set „House Of Rufus“ von Rufus Wainright, welches nächste Woche erscheint. 13 CDs und 6 DVDs, aber auch ein 90-seitiges Hardcover Buch mit Zeichnungen, Texten, seltenen Fotos und anderen Sammlerstücken enthält. Alles im hochwertigen Slipcase verpackt und mit rotem Samt ausgestattet. Auf unserer Facebook-Seite verlinken wir bereits auf Drowned In Sound, wo man sich die zwei neuen Songs „One More Chance“ und „Liberty Cabbage“ anhören kann.

Und eine traurige Nachricht für die Indie-Saddle-Creek-Gemeinde: Rilo Kiley gehen nach 13 Jahren wegen unüberwindbarer Probleme getrennte Wege, wie Stereogum berichtet. Gitarrist Blake Sennett sagte gegenüber Spinner: „I just felt like there was a lot of deception, disloyalty, greed and things I don’t really want to submit myself to. I had related that frustration to music but I just thought, ‚I’m not going to put myself in that position again,‘ so I said, ‚Fuck that, I can’t do this anymore.“ Sennett plane aber die Veröffentlichung einer Compilation mit bisher unveröffentlichtem Material: „I think we’re going to try and release a two-disc set of 40 songs, or something. I think that can be more considered like our last release, to me.“

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