Presseschau 16.08.: You Shook Me All Night Long Moscato

Kopfschmerzen durch zu viele Flaschen „Back in Black Shiraz“, „Highway to Hell Cabernet Sauvignon“, „You Shook me All Night Long Moscato“ und „Hells Bells Sauvignon Blanc“? Das könnte bald Wahrheit werden. Wie Bild nun schreibt, bringen die Rocker von AC/DC gemeinsam mit einem der renommiertesten Weingüter Australiens, Warburn Estate, eine eigene Wein-Kollektion heraus. So kann man sich den Alt-Rockern noch viel näher fühlen. Doch hat das ganze auch einen schalen Beigeschmack: Der einstige Leadsinger Bon Scott verstarb vor 31 Jahren an einer Alkoholvergiftung.

Und auch Wilco zeigen sich äußerst kreativ. So ist beim NME nachzulesen, dass es zur nahenden Veröffentlichung ihres Albums „The Whole Love“ ein eigens für sie angefertigtes Single-Speed-Fahrrad geben wird, welches derjenige gewinnen kann, der das Album über die Website der Band vorbestellt.

So etwas hat Benjamin Griffey aka Caspar wirklich nicht nötig. Sein Album „XOXO“ stieg direkt auf Platz Eins der deutschen Album-Charts ein und der Bielefelder Rapper ist in aller Munde. Steffen Rüth sprach für die Frankfurter Rundschau mit Caspar über polarisierende Musik, die Generation Dümpel, seine liebsten Bands, Kettcar und Coldplay, sowie seine musikalischen Vorbilder, Jay-Z oder Kanye West.

So wie Caspar, der ja gerne auch als Soft-Rapper bezeichnet wird und mit diesem Image zu kämpfen hat, muss sich nun auch Charlotte Roche beschimpfen lassen: „Häschen im Bett, Oma im Kopf“ titelt Spiegel Online und bezieht sich damit auf eine Aussage von Alice Schwarzer, die Roche in einem öffentlichen Brief attackiert. Roche hat ein neues Buch geschrieben (wir berichteten), welches den wieder mal leicht pikanten Titel „Schoßgebete“ trägt. Schwarzer findet nun, dass Roche in ihrem Roman ein „Oma-Beziehungsmodell“ propagiere. Außerdem, so Christian Buß von Spiegel Online, werde das Buch vom Verlag nur aus Verkaufsgründen mit Sex beworben, der Geschlechtsakt komme jedoch in Wirklichkeit eben nicht mal auf einem Dutzend Seiten vor. Was Buß am Ende für ein Fazit zieht, lest Ihr hier.

Ganz andere Sorgen hatte Stepen Malkmus, der mit seiner Gang „The Jicks“ unser Album der Woche „Mirror Traffic“ vorstellt. Eigentlich sollte das Album erst „LA Guns“ heißen, sein alter Kumpel David Berman, seinerseits Silver Jews Bandkollege von Malkmus hatte die Idee dazu. Am Freitag hatte der in seinem Blog einen E-Mail-Austausch zwischen Malkmus, Berman und einer handvoll Anwälten veröffentlicht, die sich Gedanken über die Probleme machen, die der Titel „LA Guns“, aber auch „LA Gunz“ mit sich bringen könnte. Pitchfork schreibt darüber, aber auch auf Bermans Blog kann man die Konversation nachlesen.

Integrationsexperte Claus Leggewie zieht für die Frankfurter Rundschau eine Bilanz zum Thema 50 Jahre Gastarbeit. „Unsere Türken“ heißt es da. Am 31. Oktober jährt sich nämlich das Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Türkei zum 50. Mal, was eine der größten Völkerwanderungen der Nachkriegszeit einleitete. Dabei waren es besonders die Entsendeländer, die den Deal wollten, so Leggewie, um Devisen ins Land zu ziehen und das Bilanzdefizit auszugleichen, das namentlich deutsche Exporte in den Mittelmeerländern gerissen hatten. Wie seine Bilanz am Ende ausfällt – hier.

Über die Integrationspolitik wird man sich in England dieser Tage auch seine Gedanken machen müssen. Ein prominentes Opfer der Krawalle war Liam Gallagher. So ist zwar in England ist nun wieder etwas Ruhe auf den Straßen eingekehrt, dafür sind die Gerichte 24/7 beschäftigt: Es hagelt Verurteilungen. Wir berichteten, dass der Pretty Green Laden von Oasis/ Beady Eye-Frontmann Liam Gallagher den Krawallen zum Opfer fiel. Der Täter, der 28-jährige Owen Flanagan, wurde nun zu 8 Monaten Haft verurteilt. Er hatte Ware im Wert von £175 gestohlen, berichtet der NME.

Sogar Comic-Hefte feiern Geburtstag. Das Micky Maus-Heft feiert am 29.8. seinen 60. Geburtstag. Einer der bekanntesten Sidekicks der Maus ist Donald,die Choleriker-Ente. Aus diesem Anlass wird dem Heft am 29.8. ein Gimmick gewidmet. Der sogenannten One Shot „Donald“, also ein Magazin ohne die Absicht, in Serie zu gehen, zum Preis von 5 Euro mit einer Auflage von 150.000 Exemplaren. Laut taz werden als Zielgruppe Männer zwischen 18 und 40 angepeilt, Typ: gealterter Micky Maus-Fan, heute Leser des Männerwitzemagazins FHM und das Endprodukt Qualitativ sei nur durchwachsen.

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