Presseschau 19.02.: Gute Unterhaltung im Medienzirkus

Der Fall „Guttenberg“ ist noch längst nicht abgeschlossen. Während sich unser Verteidigungsminister in Anschuldigungen wägt und die Plagiatsvorwürfe zurückweist, macht die Tagesschau einen interessanten Fund: Guttenbergs Großvater Karl Theodor zu Guttenberg verfasste seiner Zeit ein Werk mit dem pikanten Titel „Fußnoten“. Vielleicht hätte sich sein Enkel das Buch des damaligen CSU-Politikers vor der Verschriftlichung seiner Dissertation zu Gemüte führen sollen…

„Taken By A Stranger“ – so heißt der neue Hit Lena Meyer-Landruts, mit welchem Raabs Sternchen beim kommenden Eurovision Song Contest antreten wird. „Ein wabernd, eher melodiearmes, jedenfalls nicht mitgrölfähiges Lied“, meint die taz, und schreibt den Erfolg des Liedes vor allem Stefan Raab zu. Dieser darf die Show in Düsseldorf moderieren und wird damit endgültig zur Eurovision Song Contest-Legende. Lena und Raab hoffen nun darauf, einen Platz in den höheren Rängen zu ergattern. Eines ist jedoch sicher: Der Song „Taken By A Stranger“ wird die deutschen Charts stürmen und Lena wird uns mal wieder in den Ohren liegen.

Um gute Unterhaltung ging es bei Maybrit Illner im ZDF. Die faz berichtet vom Zusammentreffen einiger Dschungelcamp-Bewohner und Thomas Gottschalk. Dieser macht sich Gedanken darüber, was im Fernsehen überhaupt erlaubt ist und was nicht. Die Chefin der Produktionsfirma Grundy, Ute Biernat, nimmt dabei Moderatoren wie Dieter Bohlen und Heidi Klum in Schutz. Jugendliche vor einem Massenpublikum zu erniedrigen und zu kritisieren sei nichts schlimmes. Vielmehr sorge es für eine interessante Unterhaltung, welche „von Herzen kommt, mit Herz gemacht wird und die Herzen erreicht“. Mathieu Carrière stellte sich während der Diskussion als Dschungelcamp-Fan heraus und bezeichnete die RTL-Show sogar als „Bildungsfernsehen“. Wie Heidi Klums „Modelzuchtanstalt“ da mit hineinspielt und wo die Maßstäbe einer guten Unterhaltung zu setzen sind, erfahrt Ihr im Arktikel „Du bist ein sauberer Clown“ der faz.

Sehr unterhaltsam ist auch die Zusammenkunft zweier Typen, welche unterschiedlicher nicht sein könnten: Wie der Guardian berichtet, werden Björk und Omar Souleyman ein gemeinsames Album veröffentlichen. Souleymans rauer Arabic-Techno gepaart mit Björks Kunstpop könnten eine gute Mischung ergeben. Für den arabischen MC würde die Zusammenarbeit darüber hinaus die Möglichkeit bieten, etwas mehr ins Scheinwerferlicht zu treten. Wir lassen uns überraschen.

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