Presseschau 19.4.: Hall und Rauch

„Hallo Hall! Hall Hallo“ titelt die Frankfurter Rundschau heute und beschäftigt sich in einem Artikel mit einem neuen Trend in der Popmusik: dem Hall. Anlässlich des bevorstehenden Album-Releases zu „Tomboy“, dem zweiten Soloalbum des Künstlers Noah Lennox besser bekannt als Panda Bear, geht Autor Jens Balzer diesem neuen Phänomen auf den Grund. Lennox, der auch Teil der Band Animal Collective ist, gebraucht seine eigene Stimme, doppelt diese, lässt sie in Endlos-Loops und Spiegelungen durch alle Arten des Halls schweben. Dadurch entsteht der Eindruck, dass sich seine Stimme im Verhallen vervielfacht und omnipräsent wird und der einzelne Künstler verschwindet.
Doch nicht nur Panda Bear wird ins Visier genommen, auch Bands wie Ducktails und Toro Y Moi. Die zeichnen sich ebenfalls dadurch aus, dass ihre Songs vor allem unscharf erscheinen. Die Stimmen sind geisterhaft und scheinen sich in einem „wuschigen Licht des Dämmerzustands“ fast aufzulösen. Balzer findet, dass es nicht mehr darum geht, etwas vollkommen Neues zu erschaffen, sondern in erster Linie die Dynamik zählt: eine „Dynamik zwischen Vergessen und Erinnern“.

Die Festival-Saison startet bald und wie man heute auf der Seite des Melt! lesen kann, werden Digitalism die Melt! Anthem 2011 beisteuern. Den Song „2Hearts“ aus ihrem neuesten Album „I Love You, Dude“, das am 17. Juni erscheint, kann man sich auf der Melt!-Seite kostenlos runterladen und sich mit dem dazugehörigen Video schon mal ein wenig einstimmen.

In den USA eröffnete letztes Wochenende das Coachella Music and Arts Festival die Festivalsaison. Seit 1999 gibt es das Coachella in Indio, Kalifornien. An drei Tagen wird in der kalifornischen Wüste der Frühling begrüßt und neben jeder Menge Promis sind es besonders die vielen tollen Bands, die dieses Festival so besonders machen. Neben Interpol, The National, Bright Eyes, Cold War Kids, Best Coast oder den Pains Of Being Pure At Heart war besonders der Auftritt von Arcade Fire ein absolutes Highlight. So fielen am Ende des Sets bei dem Song „Wake Up“ hunderte von weißen Ballons vom Himmel. Dabei handelte es sich aber um keine normalen Ballons, sie veränderten nämlich ihre Farbe und leuchteten auch noch bei den vier Zugaben, die die Band gab. Rote Raupe bietet eine Linkliste, mit der man sich neben dem Arcade Fire Konzert noch viele andere der Auftritte anschauen kann.

Das war auch noch nicht alles von Arcade Fire. Die haben nämlich am Wochenende auch noch bekannt gegeben, dass sie eine Deluxe-Edition ihres letzten Albums „The Suburbs“ veröffentlichen werden, wie der NME berichtet. Auf dieser werden zwei neue Songs enthalten sein: „Speaking In Tongues“ and „Culture War“, aber auch der Kurzfilm „Scenes From The Suburbs“ den Spike Jonze drehte und ein „Making Of“. Erscheinen soll das Ganze am 27. Juni. Die beiden Songs sollen am 1. Mai auf BBC Radio 1 Premiere haben.

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