Presseschau 20.08.: April April?!

Wie ein April-Scherz mutet es an, was Pitchfork zu verkünden hat: So veröffentlicht Brian Wilson, seinerseits lebende Legende und Mastermind der Beach Boys, ein Album mit Disney-Songs. Ja genau: Disney-Songs. Wilson sagte selbst: „The Beach Boys sound and the Disney people make a fantastic collaboration. I tried to do justice to all their songs.“ Das Album „In The Key Of Disney“ soll am 25. Oktober auf Disney Pearl Records erscheinen und Neuinterpretaionen von Songs aus Filmen wie „Dumbo“, „Der König der Löwen“ und „Toy Story 3“ beinhalten. Die genaue Tracklist findet Ihr hier.

Da wenden wir uns doch lieber einer anderen Legende zu: Stephen Malkmus. Unser Album der Woche kommt dieses Mal von ihm & The Jicks und heißt „Mirror Traffic“. Michael Pilz von Die Welt widmet sich Malkmus, der mit Pavement zu einer der Ikonen der 90er wurde und die unter den Nerds der Pop-Zeitschriften als beste Band ihres Jahrzehnts gelten. Malkmus erinnert sich noch einmal daran, was so toll war an seiner Rockband Pavement und den Neunzigern als eine ganze Generation als Generation X bezeichnet wurde und die Slacker sich hängen ließen.

Hans Hielscher beschreibt für Spiegel Online wie der Jazz nach Schweden kam: „Der Jazz kam an einem dunklen Herbstabend nach Schweden – es war Mittwoch, der 25. Oktober 1933“, zitiert er den Autor Lars Westin. An diesem Abend begeisterte nämlich ein schwarzer Trompeter, Louis Armstrong, Stockholm mit Musik, die das Publikum noch nie erlebt hatte. Früher als anderswo fanden Jazzer, so Hielscher, in Schweden ihren eigenen Stil: So blies der Klarinettist Stan Hasselgard nach Einschätzung des Experten Joachim-Ernst Berendt schon vor dem Amerikaner Buddy DeFranco die moderne Jazzklarinette der Post-Benny-Goodman-Generation. Wie es um die heutige Jazz-Generation steht erfahrt Ihr hier.

Zum Abschluss noch ein kleiner Angriff auf die Geschmacksnerven. Vielleicht ist heute doch der 1. April? Wie sonst kommt es, dass Filme wie „Homies“ ins Kino dürfen? Jimi Blue Ochsenknecht spielt darin einen Immobilienmakler aus reichem Hause, der sein ödes Leben im Wohlstand lieber gegen ein hartes Leben als Rapper aus der „Hood“ tauschen möchte. „Der Eminem aus Grünwald“ titelt Jetzt.de und schreibt treffend: „Das Synonymwörterbuch kennt 37 Alternativen zum adjektivistischen Gebrauch des Wortes „scheiße“. Es bietet Begriffe wie „erbärmlich“, „minderwertig“ und „schlecht“. Der bemerkenswerten Unterirdischkeit des Möchtegern-HipHop-Films „Homies“ mit Jimi Blue Ochsenknecht wird jedoch keiner davon gerecht.“ Aber sehr selbst und seid sprachlos. In diesem Sinne: Passt auf Euch auf und habt ein wunderbares Wochenende!

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