Presseschau 21.05.: Bob Dylan kifft mit den Beatles

Dass Bob Dylan am Dienstag seinen 70. Geburtstag feiert, dürfte niemandem entgangen sein. Karl Bruckmaier beschäftigt sich für die taz unter dem Titel „Womit er die Locken verbarg“ intensiv mit der Bedeutung des Huts und der wandelnde Hutmode in Dylans Karriere. Aber auch auf fast allen Alben Dylans wurde der Hut immer wieder thematisiert: beispielsweise „Hattie Carroll“, „There is a Hat in New Orleans“ oder „Hat Gone Wrong“, aber auch die berühmten Bootleg-Fassung von „Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm“ zusammen mit Pete Seeger.

Wir bleiben bei Dylan und der taz, die auf einen historischer Moment der Popgeschichte mit einem Zeichentrickfilm verweist und den Titel „Kiffen mit Bob & den Beatles“ trägt. Das ganze beruht auf einer wahren Geschichte: so trafen die Beatles am 30. August 1964 im New Yorker Hotel Delmonico auf Dylan und dessen Marihuana-Zigaretten: „Eine Begegnung, die die Popmusik des 20. Jahrhunderts unbestreitbar verändern wird“ heißt es dazu. Der Clip ist von Dan Meth und Folge 22 der Serie „The Meth Minute“. Anschauen könnt Ihr Euch den bereits 2008 erschienen Clip hier.

Anlässlich der Veröffentlichung ihres Albums „Born This Way“ beschäftigt sich die FAZ mit Lady Gaga. In nur fünf Tagen wurde ihre neue Single fünf Milliarden Mal herunter geladen. 10 Millionen Menschen folgen ihr bei Twitter und ich neustes Video zu „Judas“ wurde 1,5 Milliarden Mal angeklickt. „Ist das eine geniale Verquirlung kunsthistorischer und popkultureller Referenzen oder bloß ikonografischer Irrsinn?“ fragt sich Autor Daniel Haas und geht dem Phänomen Gaga auf den Grund. Dabei staunt er über die Verquirlung kunsthistorischer und popkultureller Referenzen und sieht dabei u.a. Parallelen zu Franz Kafka, Jean Cocteau oder Marcel Duchamp.

Eine weitere Neu-Veröffentlichung bespricht ByteFM-Moderator Matthias Schönebauer für die Zeit mit dem Titel „Bommsen Böff aus der Schmapelschatull“ und geht Robag Wruhme auf den Grund, dessen neuestes Werk „Thora Vukk“ gerade auf DJ Kozes Pampa Records erschienen ist. Wruhme, der eigentlich Gabor Schablitzki heißt, war einst Teil der Wighnomy Brothers und „Thora Vukk“ ist sein zweites Studioalbum. Schönebaumer schwärmt von einem der wenigen wirklich intimen elektronischen Musikalben des Jahres.

The Kinks werden am 13. Juni drei Alben neu veröffentlichen. Bereits Anfang des Jahres hatte die Band um Frontmann Ray Davies ihre ersten drei Alben neu herausgebracht. Nun werden die Alben „Face to Face“, „Something Else“ und „Arthur (Or the Decline and Fall of the British Empire)“ inklusive BBC Sessions, Interviews, raren Bildaufnahmen und von Andrew Sandoval gemastert wieder veröffentlicht. Auf Pitchfork kann man sich die dazugehörige Tracklist anschauen.

Und auch Brett Andersen von Suede hat angekündigt, ein neues Solo-Album zu veröffentlichen. „Black Rainbows“ soll es heißen und wird auf EMI erscheinen, wie The Quietus berichtet. Andersen selbst sagte dazu, es werde „restless, noisy and dynamic. Electric guitars, bass, drums and vocals – no flute players, no strings, no gimmicks, just passion“. Die Single „Brittle Heart“ soll am 15. August erscheinen.

Und zu guter Letzt noch Neuigkeiten von Pete Doherty. Der muss laut NME wegen Kokain-Besitzes für 6 Monate ins Gefängnis.

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