Presseschau 25.06.: Willkommen im 21. Jahrhundert

Morgen erscheint die neue Coldplay -EP „Every Teardrop Is A Waterfall“. Neben dem titelgebenden Stück sind auch zwei neue Songs enthalten: „Moving To Mars“ und „Major Minus“, die man sich, wie der NME verweist, im YouTube-Kanal der Band bereits anhören kann. Der ausstehende noch namenlose fünfte Langspieler des Quartetts ist bislang nur grob für den Herbst angekündigt.

Gute Nachrichten kommen aus New York: New York ist nun der sechst-gößte Staat in Amerika, in dem gleichgeschlechtliche Ehen rechtmäßig anerkannt sind. 2009 war der Gesetzesentwurf noch zurückgewiesen worden. Mit 33 zu 29 Stimmen verabschiedete die von den Republikanern kontrollierte Parlamentskammer das Gesetz und der demokratische Gouverneur Andrew Cuomo unterzeichnete kurz darauf das Gesetz. 30 Tage nach Unterzeichnung erhält es Gesetzeskraft. Auch in Musiker-Kreisen fand dieses Ereignis euphorische Reaktionen. Stereogum hat Twitter-Reaktionen von u.a. Grizzly Bear, Wye Oak, Superchunk und The Thermals. Willkommen im 21. Jahrhundert!

In Hamburg braut sich hingegen wieder einmal etwas zusammen. „Aufwertung und sozialer Wohnungsbau gegen Milieuschutz“ heißt es dort zurzeit und Hamburger Künstler und Kreative regen sich auf. Es geht um die 1949 erbaute Esso-Station und die mit ihr verbundenen Häuser auf der Hamburger Reeperbahn. Zum 6190 Quadratmeter großem Grundstück gehört ein ganzer Gebäudekomplex am Spielbudenplatz: zwei Blocks mit 110 Wohnungen, eine Tiefgarage, Läden, Kneipen, der Musikclub Molotow sowie die bundesweit bekannte Kiez-Tankstelle – von der auch der Spitzname „Esso-Häuser“ stammt. 2009 wurde der Komplex an die Bayerische Hausbau GmbH verkauft, die die Häuser nicht sanieren will, sondern dort neue Wohn- und Gewerbegebäude entstehen lassen möchte. Gewerbetreibende haben sich nun zusammengetan, um für den Erhalt des Komplexes zu kämpfen. Welt Online wirft nun „7 Blicke auf die Zukunft der Reeperbahn“. Mit von der Partie ist Ted Gaier, Texter, Bassist, Gitarrist und Keyboarder der Band Die Goldenen Zitronen, der ankündigte, zur Rettung des bedrohten Gebäudekomplexes die gesamte Reeperbahn mit einer Kunstaktion sperren zu wollen.

Der zerknautschte Trenchcoat, das kaputte Auto, das leicht zugekniffene Auge und sein Hund, der Basset, der ihm doch ein wenig ähnlich sah. Sein Name: Inspektor Columbo. Nun ist Darsteller Peter Falk, der nach Angaben seiner Tochter unter Alzheimer und Demenz litt, in der Nacht auf Freitag im Alter von 83 Jahren gestorben. Spiegel Online erinnert an den Schauspieler, der 1970 im Fernsehfilm „Mord Nach Rezept“ erstmals als „Lieutenant Columbo“ auftrat, dadurch Weltruhm errang und vier Emmys gewann. Aber auch auf der Kinoleinwand feierte er Erfolge. So war er jeweils für seine Leistungen in „Unterwelt“ (1960) und Frank Capras letzten Kinofilm „Die unteren Zehntausend“ (1961) für einen Oscar nominiert. Glänzende Kritiken gab es unter anderem auch für seine Selbstdarstellung in Wim Wenders Film „Der Himmel über Berlin“ (1987). Die Staffeln der „Columbo“-Serie waren drei Jahrzehnte ein Renner in der Hauptsendezeit. Die Serie lief in vielen Ländern. Ihr Kultstatus veranlasste 1989 den US-Sender ABC, Falk zweimal im Jahr ein zweistündiges „Columbo“-Special auszustrahlen.

Wir bleiben mal wieder beim bewegten Bild. Trent Reznor, Gründer und einziges festes Mitglied der Band Nine Inch Nails, hat einen Drehbuchautor für seine schon lange geplante HBO/BBC-Miniserie „Year Zero“ gefunden, wie Pitchfork berichtet. Die Serie basiert auf dem gleichnamigen dystopischen Konzept-Album aus dem Jahr 2007. Jim Uhls, der das Drehbuch zu dem Film „Fight Club“ unter der Regie von David Fincher schrieb, wird diese Arbeit nun übernehmen. Reznor hatte für Finchers Film „The Social Network“ gemeinsam mit Atticus Ross den Soundtrack geschrieben und dafür neben dem Oscar, den Golden Globe und den Broadcast Film Critics Association Award gewonnen.

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