Presseschau 30.05.: Back In Rehab

Gerade noch hört man, dass Amy Winehouse sich aufs Land zurückziehen will, da ist die Sängerin schon wieder in der Reha, wie der NME berichtet. Damit verzögert sich auch die Veröffentlichung ihres dritten Albums auf unbestimmte Zeit. Der NME zitiert eine Quelle aus dem Umfeld des Labels von Amy Winehouse dazu folgendermaßen: „She has finally finished the album and it’s ready to go. They [Island Records] were just about to finalise a release date and then this happened. She is back in rehab for the foreseeable future so it is just a question of waiting and seeing now. But there is no way they can give a specific release date until they know when she is likely to be out.“

In diesem Jahr erscheint das US-Remake vom ersten Teil der Stieg Larsson Millenniums-Trilogie: Verblendung, Verdammnis, Vergebung. Yeah Yeah Yeahs-Sängerin Karen O hat für den Soundtrack von „The Girl With The Dragon Tattoo“ eine Coverversion von Led Zeppelins „The Immigrant Song“ eingesungen. Diese Version ist heute online veröffentlicht worden und kann auf der Seite vom NME abgespielt werden. Arrangiert wurde der Song von Trent Reznor (Nine Inch Nail), der nach der Musik für den Film „Social Network“ schon zum zweiten Mal mit Regisseur David Fincher zusammenarbeitet. Der Soundtrack von „Social Network“ hatte dem Musiker zusammen mit seinem Kollegen Atticus Ross den Oscar eingebracht.

Gil Scott-Heron ist tot. Diese Meldung verbreitete sich am Samstagnachmittag infolge einer Twitternachricht seines Managers: „Gerade erreicht mich die sehr traurige Nachricht, dass mein enger Freund und einer der inspirierendsten Menschen, die ich je treffen durfte, der großartige Gil Scott-Heron, gestorben ist.“ Heute findet sich eine Reihe von Nachrufen in den Feuilletons. Die taz resümiert: „Gil Scott-Heron reflektierte in seiner Musik den state of the art des schwarzen Amerika nach dem aufopferungsvollen Kampf der Bürgerrechtsbewegung.“ Für Zeit Online beschreibt Thomas Winkler die „zwei Leben“ von Gil Scott-Heron: Das erste begann vor 62 Jahren in Chicago und endete irgendwann mit einbrechenden Verkaufzahlen seiner Platten und dem Kontrollverlust über den Drogenkonsum, das zweite begann 2010 mit einer Wiedergeburt: Drogenentzug und Veröffentlichung der CD „I’m New Here“. Die NZZ titelt: „Soziales Gewissen der schwarzen Musik“. Für ByteFM reflektiert am Dienstagabend ab 22 Uhr Frank Witzel über das Gil Scott-Heron. Am Sonntag ab 20 Uhr folgt in Was ist Musik mit Klaus Walter eine weitere themenbezogene Sendung.

Bei Zeit Online haben wir die Erklärung dafür gefunden, weshalb wir ständig und überall Ukulelen hören: Die Ukulele ist nämlich auch nur ein Kind ihrer Zeit. Sie ist die youtube-Ausgabe der Neunziger-Jahre-MTV-Gitarre. Mit dem Videoformat schrumpft eben auch die Klampfe.

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