Räudiger Bass, raue Raps: Doja Cats neuer Track „Harley“

Amala Zandile Dlamini alias Doja Cat. Ihr Song „Harley“ ist mit seinem räudigen Bass-Groove heute unser Track des Tages.

Doja Cat

Ein räudiger Bass-Groove ist nicht unbedingt, was man von Amala Zandile Dlamini alias Doja Cat so kurz nach ihrem 2019 erschienenen zweiten Album „Hot Pink“ erwartet hätte. Auf dem verfolgte die US-amerikanische Sängerin und Rapperin aus Los Angeles nämlich einen entgegengesetzten Kurs. Es hatte stärkere R&B-Schlagseite und die Produktion schielte mit mindestens einem Auge in Richtung Mainstream. Das Album konnte den Eindruck erwecken, dass möglichst viele Sparten abgedeckt werden sollten. Was den Album-Fluss leider ein wenig ins Stocken bringen konnte. Und jetzt: ein verzerrter, räudiger Bass, der auch auf Little Simz‘ letztjährigem Longplayer „Grey Area“ eine gute Figur gemacht hätte. Und das war immerhin unser meistgespieltes Album 2019. Ein herausfordernder HipHop-Partytrack ist „Harley“ geworden. Doja Cat hatte bereits einen Teaser des Stück im Internet gepostet. Der offenbar ihre Fans genug überzeugt hat, dass sie ihn einforderten, als die Künstlerin verlauten ließ, dass sie schon wieder im Studio sei. Zurecht, wirkt das Stück doch fast wie ein Befreiungsschlag. Ein Brett von einem Track, bei dem die Rapperin frei aufspielt.

„Harley“ von Doja Cat ist auf Soundcloud erschienen und heute unser Track des Tages. Hört ihn Euch hier an:

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