Robert Moog wäre am 23. Mai 2014 80 geworden

Robert Robert „Bob“ Moog (Foto: Moog Music / Moog Foundation)

Dem Soundtrack zu „A Clockwork Orange“, Donna Summers übersinnlich klingendem Hit „I Feel Love“ und dem legendären Beatles-Album „Abbey Road“ würde ohne Robert Moog etwas entscheidendes Fehlen: der Sound des Synthesizers. Moog revolutionierte die Entwicklung von Synthies. Mit dem ersten Moog Synthesizer, der 1967 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, setze der talentierte Physiker Standards für die Machart elektronischer Musik.

Robert Moog, auch Bob Moog genannt, schlug früh den richtigen Weg ein. In New York, wo er am 23. Mai 1934 geboren wurde, besuchte er eine naturwissenschaftliche Schule. Danach studierte er Physik, spezialisierte sich auf Elektrotechnik und promovierte schließlich. Während seines Studiums entwickelte Moog eine Faszination für das Theremin und fing an, eigene Bausätze für dieses besondere Instrument zu entwerfen. Schon mit 19 gründete er sein eigenes Unternehmen, um diese zu vertreiben. Mit Erfolg.
Bald darauf bastelte der junge Physiker an Geräten, die Vorläufer seiner berühmtesten Erfindung waren.

Als Moog auf den Musiker Wendy Carlos traf, bekam sein Projekt neuen Schwung. Mit Feedback und Hinweisen von Carlos baute Moog den Prototypen des Moog Synthesizers. Von großer Bedeutung war die Bedienung durch eine Klaviatur – zuvor war es nicht selbstverständlich, dass Synthesizer äußerlich einem Klavier ähneln. Bekannt wurde der „Moog“ dann durch Wendy Carlos erfolgreiches Album „Switched-On Bach“, für das der Musiker Bach-Stücke mit einem dieser Geräte einspielte. Bald darauf wollten unzählige Bands auch einen Moog haben.

Robert Moog brachte die Benutzerfreundlichkeit zum Synthesizer. Die erste Hochzeit erlebten seine Erfindungen, besonders der handlichere Minimoog, in den 70ern. Ohne diese wäre Disco-Musik nicht Disco-Musik. Wenngleich Robert Moog ein brillanter Erfinder war, einen ausgeprägten Sinn für’s Geschäft hatte er nicht. Deswegen verließ er sein Unternehmen „Moog Music“ 1978, startete bald darauf aber „Big Briar“ und entwickelte unter diesem Namen vor allem Effektpedale.

Robert Moog war ein Pionier auf seinem Gebiet. Ohne ihn wären die zahlreichen Spielarten elektronischer Musik, wie wir sie heute kennen, nicht denkbar. Er starb am 21. August 2005.

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