Smith & Olsen, Shirt, Timberlake: Drei neue, sehenswerte Videos

Justin Timberlake, Shirt, Sonny Smith feat. Angel OlsenMann im Wald im Rollkragen, harter Kerl von der Eastcoast und Angel Olsen am Steuer bei Sonny Smith: Screenshots aus drei sehenswerten Videos des Tages

Sonny Smith feat. Angel Olsen – „Burnin‘ Up“

Sonny Smith mag nicht der bekannteste Künstler unserer Zeit sein, dafür ist er einer der produktivsten: Für sein hoch ambitioniertes 100 Records Project schrieb der Künstler aus San Francisco 100 A- und 100 B-Seiten für fiktive KünstlerInnen, nebenbei veröffentlichte er als Frontmann von Sonny & The Sunsets elf Alben und ein Musical namens „The Dangerous Stranger“. Anfang März wird Smiths erstes offizielles Soloalbum erscheinen, für die erste Single „Burnin‘ Up“ hat er eine ihn perfekt ergänzende Mitstreiterin rekrutiert: Die Indie-Rock-Chanteuse Angel Olsen.

Der Song ist ein warmes Folk-Rock-Duett in der Tradition von George Harrisons Solo-Werk. Olsen und Smith Stimmen umarmen sich dabei in Harmonie, während adventliche Glocken für melancholisches Post-Feiertags-Flair sorgen. Das dazugehörige Video zeigt die beiden SängerInnen beim sehnsüchtigen, getrennten Autofahren. Sonny Smiths Album „Rod For Your Love“ wird am 2. März auf Easy Eye Sound erscheinen, produziert wurde es von Black-Keys-Frontmann Dan Auerbach.

Shirt – „Flight Home“

Der Analog-Pate und Gitarren-Virtuose Jack White ist ja nicht gerade für seine HipHop-Affinität bekannt (fernab von seinem fragwürdigen Flirt mit der Insane Clown Posse). Gestern hat er jedoch den ersten Rapper enthüllt, der auf seinem Label Third Man Records veröffentlichen wird: Shirt. Dessen Debütalbum „Pure Beauty“ wird am 9. Feburar erscheinen.

Im gleichen Atemzug hat der New Yorker MC die erste Single seines neuen Albums geteilt: „Flight Home“, ein hartes, dreckiges Stück Eastcoast-Rap. Über einen schwergewichtigen Beat des Produzenten San Holo rappt Shirt über das Leben in seinem Stadtteil Queens, der auch in dem Musikvideo portraitiert wird: Von leeren U-Bahn-Schächten bis zur schäbigen Pizzeria.

Justin Timberlake – „Filthy“

Gestern noch Waldschrat, heute Sci-Fi-Guru: Justin Timberlake scheint sich nicht so ganz sicher zu sein, wie er sein neues Album vermarkten soll. Erst vor wenigen Tagen enthüllte er den Titel „Man Of The Woods“, begleitet von einem Teaser, der ein introvertiertes Folk-Pop-Album im Stile von Bon Iver versprach. Heute ist das erste Musikvideo zu der Single „Filthy“ erschienen, und das wirkt wie eine 180-Grad-Wendung: Der Clip zeigt den Popstar als High-Tech-Referenten im Steve-Jobs-Gedächtnis-Rollkragen, der einem staunenden Publikum einen singenden, tanzenden Roboter vorführt.

Auch der Song kann keine Mann-im-Wald-Ästhetik vorweisen. Stattdessen dominiert ein an Timberlakes Erfolgsalbum „FutureSex/Lovesounds“ erinnernder, stampfender Beat, irgendwo zwischen Neptunes-Minimalismus und D‘Angelo-Funk-Rock. „Man Of The Woods“ wird am 2. Februar erscheinen.

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